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BMW M Hybrid V8: BMW-LMDh offiziell vorgestellt

BMW stellt seinen LMDh-Boliden BMW M Hybrid V8 vor: Klassische M-Farben in neuem Camouflage-Design, DTM-V8-Motor mit Turbo - 2023 IMSA, dann auch WEC?

(Motorsport-Total.com) - Das zweite Fahrzeug für die Hypercar/GTP-Klasse nach LMDh-Regeln nach Porsche ist enthüllt: BMW stellt den M Hybrid V8 offiziell vor, mit dem das Werksteam Rahal Letterman Lanigan (RLL) ab 2023 in der IMSA Sportscar Championship antreten wird. Der BMW M Hybrid V8 ist damit der erste LMDh-Bolide, der einen offiziellen Namen trägt.

BMW M Hybrid V8 nach LMDh-Regularien

Das ist der BMW M Hybrid V8 nach LMDh-Regularien Zoom

Das Rennfahrzeug trägt die klassischen M-Farben Blau, Violett und Rot, die sich mit weißen und schwarzen Elementen zu einem Camouflage-Design zusammenfügen. Dieses wird für die Testphase verwendet werden. Auch Porsche fährt mit Camouflage-Design, allerdings fällt dieses traditioneller im Zebra-Look aus.

"Die wichtigste Aufgabe und gleichzeitig die größte Herausforderung für das Design-Team des LMDh-Programms war, dass der Prototyp eindeutig als BMW M Motorsport Fahrzeug zu erkennen ist", sagt BMW-M-Geschäftsführer Franciscus van Meel.

"Und ich kann allen Fans sagen: Der BMW M Hybrid V8 ist auf den ersten Blick als BMW erkennbar. Er trägt die Gene von BMW M eindeutig in sich. Darüber hinaus gefällt mir die Camouflage-Livery mit den Hinweisen auf die große Historie der Marke in Nordamerika sehr gut. Ich kann es kaum erwarten, den BMW M Hybrid V8 schon bald auf der Strecke zu sehen."


Präsentation BMW M Hybrid V8

Die Designer verarbeiteten typische BMW-Elemente wie den Hofmeister-Knick an der Seitenscheibe, die M-Rückspiegel mit Luftleitelement, die sogenannten Charakterlinien auf der Frontabdeckung (beim Serienfahrzeug Motorhaube), oder auch die Heckleuchten, die das BMW-typische L in mehreren Winkeln tragen.

Doppelniere dezenter als beim M4, aber stets präsent

Hauptaugenmerk ist aber natürlich die Doppelniere, das BMW-Markenzeichen schlechthin. Nachdem diese zuletzt zumindest in der westlichen Welt wegen ihrer ausufernden Größe kontrovers diskutiert wurde, verzichtet der M Hybrid V8 auf einen dominanten Grill. Die Niere fügt sich ins Design ein, ohne komplett hervorzustechen, zeigt aber immer noch deutliche Präsenz. Die Konkurrenz wird auf den ersten Blick wissen, wer da im Rückspiegel ist.

In das Design wurden zudem Umrisse vergangener BMW-Rennwagen in Nordamerika eingebettet: BMW 3.0 CSL (1975), BMW 320 Turbo (1978) BMW M1/C (1981), BMW GTP (1986), BMW M3 E36 GTR (1994), BMW Z4 GTLM (2013) und BMW M8 GTE (2018).

Der Job des Teams war, ein LMDh-Fahrzeug zu gestalten, das wie ein BMW aussieht und dabei jede Möglichkeit ausnutzt, auch wie ein BMW auf der Rennstrecke zu performen", sagt BMW-Designchef Michael Scully.


BMW "Mbedded" Episode 7

"Das Design hat seine Wurzeln in BMWs DNA der zielgerichteten, effizienten Performance. Der kühne und entschlossene Charakter des Designs vereint die Vorreiterrolle von BMW bei Turbomotoren mit einem optimierten hybrid-elektrischen Antrieb."

Weitere LMDh-Enthüllungen erwartet

Für den Antrieb wurde der DTM-V8-Motor aus der Schublade geholt, der von 2012 bis 2018 in den Modellen M3 und M4 DTM seinen Dienst verrichtete. Er wurde für das LMDh-Projekt stark überarbeitet und verfügt nun unter anderem über eine Benzindirekteinspritzung. Für die nötige Leistung sorgen Turbolader.

Die Antriebsstrang inklusive Hybrideinheit besteht wie bei allen LMDh-Boliden aus Standardelementen. Der Trend zu großvolumigen Turbomotoren in der LMDh-Kategorie hält also an: Porsche vertraut ebenfalls auf einen Turbo-V8, Honda/Acura wird seinen V6-Turbo weiter einsetzen, bei Cadillac wäre ein V8 ebenfalls passend.

Teaser Acura ARX-06 nach LMDh-Regularien

Acura hat seinen LMDh-Boliden ebenfalls angeteasert Zoom

Acura und Cadillac haben ebenfalls ihre LMDh-Fahrzeuge angeteasert. Der BMW M Hybrid V8 dürfte nicht der letzte Prototyp nach LMDh-Regularien bleiben, der in der Le-Mans-Woche vorgestellt wird.

BMW wird mit seinem neuen Flaggschiff 2023 ausschließlich in der IMSA Sportscar Championship antreten. Stand man bei der Verkündung des Projekts Einsätzen in der Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) noch gleichgültig gegenüber, ist es mittlerweile klares Ziel, den Boliden ab 2024 auch in Europa und dem Rest der Welt einzusetzen - auch in Kundenhand.

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