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  • 31.07.2011 19:34

Historische Aufholjagd: Schubert feiert Platz zwei in Spa

Von Startplatz 49 auf Rang zwei im Ziel: Schubert stellt mit seiner Aufholjagd bei den 24 Stunden in Spa einen neuen Rekord auf

(Motorsport-Total.com) - Dem Schubert-Team ist beim 24-Stunden-Rennen in Spa-Francorchamps eine famose Aufholjagd gelungen. Von Startplatz 49 kommend fuhren Claudia Hürtgen, Edward Sandström und BMW Werksfahrer Dirk Werner im BMW Z4 GT3 mit der Startnummer 76 auf dem zweiten Platz ins Ziel.

Dirk Werner, Marco Werner, Claudia Hürtgen

Ein starkes Trio auf dem Treppchen: D. Werner, E. Sandström und C. Hürtgen Zoom

Der Mannschaft aus Oschersleben gelang damit die größte Aufholjagd in der seit zehn Jahren bestehenden GT-Ära des Langstreckenmarathons in den Ardennen. Noch nie war es einem Team gelungen, so weit hinten zu starten und am Ende auf dem Siegerpodest zu stehen.

"Es war für das gesamte Team ein sehr anstrengendes Rennen, denn wir sind nur vom 49. Startplatz gestartet", sagte Hürtgen. "Es ist also nicht einfach gewesen, denn wir hatten auch keinerlei Erfahrungen auf dieser Strecke unter trockenen Bedingungen. Wir haben also bei der Wahl der Abstimmung für das Rennen ein kleines Risiko eingehen müssen. Doch wir hatten Glück, denn das Auto hat sich jederzeit gut angefühlt."

"Am Ende Zweiter zu werden, ist für das gesamte Team ein schöner Erfolg", fuhr die Schubert-Pilotin fort. "Beim 24-Stunden-Rennen auf der Nordschleife hat Schubert durch Unfälle zwei Autos verloren, was für uns alle sehr hart gewesen ist. Ich bin sehr froh, dass wir dem Team nun etwas zurückgeben konnten. Hoffentlich treten wir im kommenden Jahr wieder hier an und können dann um den Sieg kämpfen."

Konstant gute Reifen waren der Schlüssel

Sandström ergänzte: "Im Januar haben wir in Dubai unseren ersten Sieg bei einem 24-Stunden-Rennen gefeiert, jetzt sind wir hier Zweiter geworden. Das ist ein schöner Erfolg, denn Langstreckenrennen haben für das Team eine große Bedeutung. Unsere Strategie ist voll aufgegangen. Wir haben mit unseren Reifen zu jeder Zeit mindestens Doppelstints fahren können, was uns eine Menge Zeit gespart hat."

"Ich habe das Rennen wirklich genossen und bin sehr dankbar, dass mich das Team engagiert hat", sagte Werner. "Die 24 Stunden von Spa sind eine einzigartige Veranstaltung, da hier nur GT-Fahrzeuge am Start sind. Die Rennstrecke selbst ist natürlich auch legendär. Wir haben hier leider nicht um den Sieg kämpfen können, dafür waren die Audis hier vom reinen Speed her einfach zu stark."


Fotos: 24h Spa-Francorchamps, Rennen


"Wenn man sich unsere Vorbereitung auf dieses Rennwochenende genauer ansieht, kann man den zweiten Platz gar nicht hoch genug einschätzen", meinte der BMW Werksfahrer. "Der BMW Z4 GT3 hat sich hier einmal mehr als sehr schnelles und zuverlässiges Auto bewiesen. Es hat Spaß gemacht, den Wagen hier zum ersten Mal zu fahren. Ich würde mich freuen, wenn mich das Team nächstes Jahr wieder einlädt."

"Eine Podiumsplatzierung bei einem so großen 24-Stunden-Rennen in Europa hat für uns einen enorm großen Wert", sagte Teammanager Stefan Wendl. "Die Ausgangsbedingungen sind für uns alles andere als ideal gewesen. Nachdem klar war, dass wir an den Testfahrten vor dem Rennen nicht teilnehmen können, haben wir uns gesagt: Wir gehen das Risiko trotzdem ein und versuchen, uns hier in den Trainingssitzungen so gut es geht vorzubereiten."

Gutes Regensetup - aber kein Regen im Rennen

Dirk Werner, Marco Werner, Claudia Hürtgen

Schubert gelang in Spa eine historische Aufholjagd: Von Platz 49 auf Rang zwei Zoom

"Doch dann war es am Donnerstag die ganze Zeit nass, weshalb wir uns nur eine gute Regenabstimmung erarbeiten konnten. Aber das Setup für trockene Bedingungen mussten wir uns mit etwas Glück und unseren Erfahrungswerten aus früheren Rennen ein Stück weit zusammenwürfeln. Glücklicherweise hat sich unsere Abstimmung im Rennen dann als Volltreffer herausgestellt. Alle Fahrer waren damit sehr zufrieden und empfanden das Auto als angenehm zu fahren."

"Im Rennen haben wir versucht, unsere Stärken auszuspielen", erklärte Wendl weiter. "Dazu gehört vor allem die gute Langstrecken-Performance der Reifen, mit denen wir Doppel- und Dreifachstints absolvieren konnten. Das hat uns unterm Strich eine Menge Zeit gespart. In der Nacht sind wir dann auf eine etwas defensivere Taktik umgeschwenkt, um sowohl unsere Fahrer als auch das Auto ein bisschen zu schonen. Das hat sich ausgezahlt, denn der BMW Z4 GT3 hat ohne Probleme bis zum Ziel durchgehalten."

Wendl war nach dem Rennen in Gedanken auch bei jenen Teammitgliedern, die den Renneinsatz in den Ardennen von zu Hause aus verfolgen mussten. "Ich möchte bei unseren Mechanikern für ihren Einsatz bedanken - auch bei jenen, die zu Hause geblieben sind und parallel in Oschersleben neue Fahrzeuge für die anstehenden Testfahrten aufgebaut haben. Das sind gute Jungs, und jeder von ihnen wäre an diesem Wochenende sicherlich gerne hier dabei gewesen."

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