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  • 06.02.2011 13:28

Audi mit Doppelsieg beim Bathurst-Klassiker

Marc Basseng, Christopher Mies und Darryl O'Young haben das 12-Stunden-Rennen von Bathurst gewonnen - Doppelsieg vor dem zweiten Audi R8

(Motorsport-Total.com) - Audi erlebte in Australien einen traumhaften Auftakt zur Motorsport-Saison 2011: Der Audi R8 LMS feierte in Bathurst mit dem Audi-Team Joest einen hart erkämpften Doppelsieg. Die Bathurst-Rookies Marc Basseng, Christopher Mies und Darryl O'Young gewannen das 12-Stunden-Rennen mit 0,7 Sekunden Vorsprung vor ihren australischen Teamkollegen Mark Eddy, Craig Lowndes und Warren Luff.

Marc Basseng

Audi bejubelt den Doppelsieg beim 12-Stunden-Rennen in Bathurst Zoom

Beim ersten Rennen der Saison 2011 und dem ersten Einsatz seit der Neustrukturierung des Kundensport-Engagements gelang Audi der denkbar größte Erfolg: Der R8 LMS gewann das erste von drei Langstrecken-Rennen in diesem Jahr. Nach den Plätzen eins und zwei im Qualifying feierte das Audi-Team Joest in einem bis zur letzten Runde spannenden Rennen am anderen Ende der Welt einen Doppelsieg. Der Audi R8 LMS, den Audi speziell für den Kundensport entwickelt hat, war das zuverlässigste und schnellste Auto im Feld. Der GT3-Sportwagen stellte einen neuen Rundenrekord auf und errang am Mount Panorama in Bathurst den 65. Sieg in seiner erst zwei Jahre alten Rennsport-Karriere.

Nicht nur die respekteinflößende, 6,213 Kilometer lange Berg- und Talbahn am Mount Panorama verlangte der Mannschaft alles ab. Mit taktischen und fahrerischen Meisterleistungen setzten sich Team und Fahrer nach unstetem Regenwetter in der ersten Hälfte des Rennens und zahlreiche Gelbphasen am Ende durch. Lange Zeit wechselten sich die beiden Audi R8 LMS und ein einheimisches Porsche-Team immer wieder an der Spitze ab.

Am Ende musste sich der beste Gegner von Audi um eine Runde geschlagen geben. Den Ausschlag zugunsten des Audi R8 LMS mit der Nummer 8 gab ein schleichender Reifenschaden zu Beginn des letzten Renndrittels. Er zwang Craig Lowndes in Auto mit der Nummer 7 zu einem zusätzlichen Boxenstopp, der aufgrund der Regularien nicht als Pflicht-Boxenstopp gewertet wurde. Nach einer starken Aufholjagd kämpfte der legendäre australische Tourenwagen-Pilot dennoch bis zum Schluss um den Sieg.

Damit gelang Audi eine überzeugende Vorstellung vor künftigen Kunden aus dem asiatisch-pazifischen Raum, nachdem der Audi R8 LMS in Europa in den vergangenen 24 Monaten bereits sieben Meistertitel eingefahren hat. Seit diesem Jahr entwickelt die quattro GmbH den 411 kW starken Kundensport-Rennwagen weiter und hat den Vertrieb und die technische Betreuung der weltweiten Kunden- und Importeursteams übernommen.

"Besser hätte es nicht kommen können für Audi", sagt Romolo Liebchen, Leiter Kundensport bei der quattro GmbH. "Das war ein gelungener Anfang einer neuen Ära im Kundensport-Programm. Ein Doppelsieg auf einer so anspruchsvollen Strecke hat die Qualitäten des R8 LMS einmal mehr unterstrichen. Ebenso haben Team und Fahrer hervorragend gearbeitet."

"Der Umstand, dass der Audi R8 LMS auch bei einsetzendem Regen auf Slicks beherrschbar blieb, beweist, wie gut sein Konzept ist", findet Liebchen. "Und wir haben einen neuen Rundenrekord erzielt. Davon profitieren in erster Linie unsere Kunden, die von uns einen vielseitig einsetzbaren, zuverlässigen und relativ einfach zu unterhaltenden GT3-Rennwagen erhalten. Ich hoffe, dass wir mit unserem Auftritt noch einige Käufer gewinnen werden."

Ralf Jüttner, Technischer Direktor bei Joest, gesteht: "Ganz ehrlich: Das Rennen hat fast mehr Nerven gekostet als manches Le-Mans-Rennen. Ein Thriller. Wie vorhergesagt, hat es ewig gedauert, bis wir ein klares Bild bekamen. Es galten für einzelne Fahrzeuge unterschiedliche Boxenstopp-Regeln. Es war spannend genug bis zum Schluss. Auch der Porsche, der Dritter wurde, hatte Chancen, ebenso ein Cup-Modell."

"Unsere Nummer 7 hatte Pech. Ohne den Reifenschaden hätte sie das Rennen klar gewinnen können", meint Jüttner. "Wir waren lange mit Slicks auf nasser Strecke unterwegs. Da haben unser 'Local heros' ihre ganze Erfahrung ausgespielt. Sie waren bei diesen Bedingungen teilweise Sekunden schneller. So haben sich unsere Australier einen großen Vorsprung herausgefahren, den sie leider durch den zusätzlichen Stopp verloren haben. Da er kurz nach einem Pflicht-Boxenstopp eingelegt werden musste, zählte er nicht - es müssen zehn Runden Abstand dazwischen liegen."

"Es wurde trotzdem nochmals eng, weil die Jungs richtig Gas gegeben haben", erläutert Jüttner. "Ich ließ beide Autos um den Sieg fahren. Zehn Minuten vor Schluss gab es einen letzten kurzen Tankstopp für die Nummer acht. So haben wir die Autos in den letzten drei Runden dann auch ins Ziel geleitet. Vielen Dank auch an Mark Eddy. Neun seiner Mitarbeiter haben uns in Bathurst unterstützt. In fünf Tagen sind wir zu einem tollen Team zusammengewachsen."

"Unglaublich! Das war mein erster Sieg mit Audi bei einem Langstrecken-Rennen über 12 Stunden", sagt Basseng und fügt hinzu: "Das Auto war perfekt. So eine knappe Entscheidung innerhalb eines Teams - Wahnsinn, wie ausgeglichen das war. Ich bin einfach nur glücklich." Mies zeigt sich außer Atem: "Ich bin sprachlos! Nach zwölf Stunden haben wir mit nur 0,7 Sekunden Vorsprung gewonnen. Beide Autos haben um den Sieg gekämpft, Craig Lowndes hat in der Nummer sieben alles versucht."

"Als ich fuhr, war mir die schnellste Rennrunde gelungen. Ich habe wirklich alles gegeben. Am Ende hat es für Marc, Darryl und mich gereicht. Ich bin überglücklich. Mit Audi habe ich jetzt meinen ersten Sieg in einem Langstrecken-Rennen erreicht", so der Deutsche. "Ein wunderschönes Wochenende", ergänzt O'Young. "Der R8 LMS war fantastisch, ebenso meine Teamkollegen Christopher Mies und Marc Basseng. Zum Schluss lastete großer Druck auf mir."

"Dann unterlief mir in der Boxenausfahrt auch noch ein Fehler und ich touchierte die Mauer. Damit hatte die Nummer 7 wieder eine Chance, uns unter Druck zu setzen. Danach wollte ich nichts riskieren. Als aber klar wurde, dass ich noch einen kurzen letzten Tankstopp einlegen musste, habe ich noch einmal Gas gegeben", berichtet der Chinese. "Der Doppelsieg ist ein großartiges Ergebnis. Das Audi-Team Joest hat perfekt gearbeitet."

"Das war ein fantastisches Rennen für das deutsche und das australische Audi-Fahrerteam", meint Eddy. "Audi hat beim ersten Einsatz in Bathurst einen Doppelsieg eingefahren - ein toller Beweis dafür, wie gut der R8 LMS ist. Ich würde mich freuen, wenn das nicht der letzte Einsatz in Bathurst gewesen wäre." Lowndes stimmt zu: "Ein sensationelles Wochenende. Für uns Australier war eine großartige Gelegenheit, dass wir Teil des Teams waren."

"Es war unglaublich, dass Audi sich für Bathurst entschieden hat. Es ist unser großes Rennen und unsere Strecke, die wir so lieben. Audi und das Audi race experience Team Joest hat sich mit zwei Autos zu dieser Veranstaltung bekannt. Wir kannten das Auto nicht, Marc, Christopher und Darryl die Strecke nicht. Wir haben eine großartige Teamleistung gezeigt. Und der Doppelsieg ist das Ergebnis, den das Team verdient hat", sagt der Australier.

"Ein sagenhafter Tag", sagt Luff. "Vielen Dank an Audi und das Team Joest. Seit sie hier angekommen sind, haben sie perfekte Arbeit geleistet. Die Autos waren großartig, ebenso das Team. Das ergab am Ende ein großartiges Ergebnis für uns alle. Schön, dass wir ein Teil davon waren. Ich hoffe, das war nicht mein letzter Start in einem Audi R8 LMS. Es ist wohl der beste Rennwagen, den ich je gefahren habe. Audi hat eine schöne Langstrecken-Tradition. Vielleicht kann ich auch ein Teil davon werden."

Das Rennergebnis in der Übersicht (Top 10):

01. Eddy/Lowndes/Luff (Audi R8 LMS), 292 Runden in 12:01:30.704 Stunden
02. Basseng/Mies/O'Young (Audi R8 LMS) + 0,714 Sekunden
03. Baird/Quinn/Quinn (Porsche) + 1 Runde
04. Wall/Mawer/Crick (Porsche) + 3 Runden
05. Lago/Kingsley/Russell (Porsche) + 10
06. Simonsen/Searle/Lester (Ferrari) + 16
07. O'Donnell/McLennan/Konopka (Porsche) + 28
08. Dippie/Thompson/Maddren (Porsche) +35
09. Conroy/Robson/Brame (Mitsubishi) + 36
10. O'Donnell/Hansen/D'Agostin (BMW) + 40

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