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Bradl: "Mein Papa muss aufpassen!"

28. September 2008 - 13:08 Uhr

Nach seinem zweiten Sieg dachte Stefan Bradl an die Erfolgsbilanz von Vater Helmut - Aufstieg in die 250er-Klasse ist das klare Ziel für nächstes Jahr

Stefan Bradl
Stefan Bradl hat bei den 125ern sogar noch die Chance auf den Titel
© Kiefer

(Motorsport-Total.com/sid) - Als sein großes Vorbild Valentino Rossi zum achten WM-Titel raste, genoss das deutsche Motorrad-Ass Stefan Bradl den zweiten Saisontriumph in vollen Zügen. "Das war ein geiles Rennen. Ich bin voll auf Angriff gefahren. Ich bin überglücklich", sagte der 18 Jahre alte Aprilia-Pilot nach dem Großen Preis von Japan in Motegi. Markenkollege Sandro Cortese aus Berkheim rundete als Sechster das starke deutsche Resultat in der 125er-Klasse ab.

Nach dem ersten Karriereerfolg im August im tschechischen Brünn wahrte Bradl mit dem Sieg vor dem französischen WM-Spitzenreiter Mike di Meglio (Derbi) und dem ungarischen Titelverteidiger Gabor Talmacsi (Aprilia) sogar seine kleine Chance auf den WM-Titel. Der Zahlinger liegt mit 167 Punkten in der Gesamtwertung hinter di Meglio (212) und dem Italiener Simone Corsi (Aprilia/176) auf Platz drei.

Vor den abschließenden drei Rennen wollte sich Bradl damit aber noch nicht befassen. Der Sohn des früheren Vize-Weltmeisters Helmut Bradl dachte da schon eher an die Erfolge seines Vaters, der fünf Siege feierte. "Mein Papa muss aufpassen. Ich hole ganz schön auf", meinte Bradl, dessen Vater den Triumph in Japan in der Heimat vor dem Fernseher erlebte, gegenüber 'Eurosport'.

Dabei sah Vater Helmut, wie der von Startplatz zwei ins Rennen gegangene Filius drei Runden vor Schluss den entscheidenden Angriff riskierte. "Danach habe ich auf den Angriff der Konkurrenten gewartet. Aber da kam nichts. In der letzten Runde habe ich ein bisschen dicht gemacht", sagte Bradl.

Seine Zukunft soll hingegen in der höheren Viertelliterklasse liegen. Die Möglichkeit sei da, in die 250er-Kategorie zu gehen. Es sei aber noch nichts entschieden. Er wolle wechseln, aber das würden andere Leute entscheiden, so Bradl nach dem Rennen, in dem KTM-Pilot Jonas Folger (Schwindegg) als 16. knapp einen WM-Punkt verpasste und Aprilia-Fahrer Robin Lässer (Isny) auf Rang 23 landete.

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