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Vettel: "Es ist alles drin"

Sebastian Vettel hat die Hoffnung auf den Sieg beim Grand Prix von Spanien noch nicht aufgegeben - Drei Sätze frischer Hard-Reifen am Sonntag

(Motorsport-Total.com) - WM-Spitzenreiter Sebastian Vettel startet am Sonntag beim Großen Preis von Spanien in Barcelona von Startplatz acht. Nachdem er seinen letzten frischen Satz Soft-Reifen bereits in Q2 "verbraten musste, um sicher in Q3 zu kommen", wie der amtierende Weltmeister erklärt, war in den finalen zehn Minuten das große Taktieren angesagt.

Sebastian Vettel

Sebastian Vettel rechnet sich auch aus der vierten Reihe gute Chancen aus

Im dritten und entscheidenden Teil des Qualifyings verzichtete der Red-Bull-Pilot im Zuge des allgemeinen Reifenpokers auf eine fliegende Runde, um für das Rennen am Sonntag freie Reifenwahl zu haben. "Es ist eine komische Regel: Derjenige, der im dritten Qualifying als Erster über die Ziellinie fährt, aber keine Rundenzeit absolviert, hat die Pole-Position, wenn das alle so machen. Deswegen standen wir ein bisschen lange am Ende der Box, weil wir dachten, dass andere vielleicht das Gleiche vorhaben", erläutert Vettel seine Strategie, die letztlich nach hinten losging.


Fotos: Sebastian Vettel, Großer Preis von Spanien


Ohne einen frischen Satz weicher Reifen war "der Kampf um die Pole in Q3 schon verloren", wie der amtierende Weltmeister betont. "Wir haben dann versucht, die Autos zu schlagen, die in Reichweite waren. Das waren wirklich nur die Mercedes", sagt er, denn alle anderen hatten noch einen frischen Satz Soft-Reifen zur Verfügung.

Unterm Strich müsse man sich bei Red Bull nach dem Qualifying eingestehen, dass "die anderen mehr zulegen konnten als wir", so Vettel. "Wenn es um eine oder zwei Zehntel gegangen wäre, hätte man etwas machen können, aber so muss man akzeptieren, dass die anderen heute einfach schneller waren."

Noch keine Entscheidung über Reifenwahl für den Start

Die Entscheidung, welche Reifenmischung er für den Start am Sonntag wählt, ist laut Vettel "noch nicht getroffen". "Hätten wir den Speed gehabt, um mit um die Pole zu kämpfen, dann hätte es keinen Grund für ein Taktieren gegeben. In einem solchen Fall holt man alles heraus, um das Auto auf die Pole zu stellen. Das war heute nicht in Reichweite. Dann spielt man vielleicht ein bisschen herum."

Einen zweiten Sieg nach Bahrain will der WM-Spitzenreiter vom achten Startplatz jedenfalls nicht ausschließen: "Ich denke es ist alles drin. Wir haben in diesem Jahr schon sehr turbulente Rennen gesehen", sagt Vettel und gesteht, dass er "glücklicher wäre, wenn ich ganz vorn stehen würde". So akzeptiert der Red-Bull-Pilot, dass dies heute nicht drin war und versucht, "morgen, wenn es die Punkte gibt, alles herauszuholen."

Zunächst hofft Vettel auf einen guten Start und "gut durch die ersten paar Kurven zu kommen und idealerweise Plätze gutzumachen". Das Abbauen der Reifen wird im Rennen über 66 Runden über Sieg oder Niederlage entscheiden. "Ob uns die drei Sätze neue harte Reifen dazu verhelfen, uns nach vorne zu spülen, werden wir erst morgen wissen", so der Red-Bull-Pilot, der von drei bis vier Boxenstopps im Rennen ausgeht.

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