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Moss: "Die Formel 1 ist heute so gefährlich wie Fußball"

Rennlegende Stirling Moss würde sich in der Formel 1 etwas mehr Nervenkitzel wünschen und spricht über die Motorsport-Gefahren von damals und heute

(Motorsport-Total.com) - "Der Reiz bestand in der Gefahr", sagt Stirling Moss über seine aktive Zeit als Rennfahrer. Und in den 1950er-Jahren war die Formel 1 eine der gefährlichsten Sportarten überhaupt. Als die Rennserie noch in ihren Kinderschuhen steckte, hatten Unfälle oft schwerwiegende Folgen - Todesfälle waren keine Seltenheit. Heute ist das anders, denn die Sicherheit im Grand-Prix-Sport ist wohl größer denn je.

Stirling Moss in Goodwood 2006

In den 1950er- und 1960er-Jahren fuhr Stirling Moss in der Formel 1 um den Titel

Ausgerechnet Stirling Moss, einer der prominentesten Fahrer seiner Zeit, kritisiert diese Situation. Und das, obwohl ein schwerer Unfall 1962 das Ende seiner aktiven Karriere einläutete. Trotzdem sagt der Brite im Gespräch mit 'motorline.cc': "Motorsport sollte nicht sicher sein, er sollte vielmehr gefährlich sein. Dieser Umstand machte den damaligen Rennsport viel aufregender, als es heute der Fall ist."

"Der Reiz bestand in der Gefahr. Motorsport war ein sehr gefährlicher Sport. Und wenn du ein junger Mann bist, möchtest du etwas Aufregendes erleben. Ich habe mir einfach keine Sorgen gemacht. Das Risiko war mir egal", erklärt Moss rückblickend. "Ich wollte nur dieses Gefühl, dass ich mit dem Rennauto so schnell fahre, wie es nur möglich ist. Das war alles, woran ich im Auto gedacht habe."


Diesen letzten Satz würden sicherlich auch die aktuellen Formel-1-Piloten unterschreiben, doch sie treten und ganz anderen Voraussetzungen an als Moss in den 1950er- und 1960er-Jahren. "Die Formel 1 hat sich zu einem sicheren Sport entwickelt. Die Formel1 ist heute so gefährlich wie Fußball. Das ist fantastisch. Die Autos sind aus Kohlefaser gebaut und halten unheimlich viel aus", sagt Moss.

"Ich denke, dass sich die Zeiten verändert haben. Dass Sportler im Wettbewerb sterben, gilt heute als inakzeptabel", meint der viermalige WM-Zweite und dreimalige WM-Dritte und schildert die Situation aus seiner Sicht: "In den Nachkriegsjahren war es natürlich schrecklich, wenn ein Sportler in einem Wettkampf starb, doch es war nicht komplett inakzeptabel. Heute wird so etwas nicht mehr akzeptiert."

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