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Kubica: "Spüre, dass Arbeit in Enstone nicht beendet ist"

Robert Kubica glaubt weiterhin fest an eine Rückkehr nach Enstone und spricht über seinen aktuellen Gesundheitszustand und die aktuelle Saison

(Motorsport-Total.com) - Lange herrschte Rätselraten um Robert Kubicas Gesundheitszustand. Der Pole war nach seinem schweren Rallye-Crash monatelang nicht zu sehen gewesen, erst ein Video einer polnischen Zeitung brachte dann etwas Licht ins Dunkel und zeigte, dass mit einem raschen Comeback des ehemaligen Renault-Piloten aufgrund seines Zustands nicht zu rechnen ist.

Robert Kubica

Der rekonvaleszente Robert Kubica sieht sich weiterhin als Renault-Pilot Zoom

Nun hat aber Teamchef Eric Boullier bekanntgegeben, dass Nick Heidfeld seinen Platz ohne Diskussion räumen muss, wenn Kubica wieder fit ist. Und der Pole zweifelt weiterhin nicht daran, in der kommenden Saison wieder Formel 1 zu fahren. Auf die Frage, ob er nächstes Jahr wieder in der Startaufstellung stehen und um den Titel kämpfen wird, antwortet er: "Ja - auf die erste Frage. Was die zweite Frage angeht, müssen wir bis zum ersten Test 2012 abwarten."

Kubica vermisst das Rennfahren und glaubt, dass seine Mission in der Königsklasse noch nicht beendet ist: "Ich bin ein Renault-Fahrer", lässt er keinen Zweifel, für welchen Rennstall er 2012 an den Start gehen möchte. "Natürlich vermisse ich dieses Jahr das Fahren, aber ich spüre, dass meine Arbeit in Enstone noch nicht beendet ist."

Formel 1 wie Fahrrad fahren?

Ebenso wenig glaubt er, dass der Unfall Spuren hinterlassen wird: "Ich habe keine Erinnerungen an den Unfall und bin mir nur der Konsequenzen bewusst. Für mich fühlt es sich so an, als wäre es nie passiert." Ob er - sollte er das beinahe Unmögliche schaffen und ein Comeback feiern - stärker als je zuvor zurückkommen wird? "Hoffen wir es", scherzt er. "In Wahrheit wüsste ich aber nicht warum, ich denke, es wird genau gleich sein wie davor."

"Seit einigen Wochen kann ich bereits ohne Hilfe gehen." Robert Kubica

Viele Piloten benötigten nach einer Formel-1-Pause eine gewisse Zeit, um sich wieder an die Formel 1 zu gewöhnen. Doch Kubica glaubt nicht, dass er etwas tun muss, um nicht "einzurosten": "Man vergisst doch auch nicht, wie man Fahrrad fährt. Diesbezüglich brauche ich nichts, in genieße es weiterhin, Videospiele zu spielen, so wie ich es immer getan habe, und das ist es auch schon."

Vor allem mental sieht er sich schon wieder auf die Höhe: "Da gibt es überhaupt kein Problem." körperlich fühlt er sich noch etwas angeschlagen: "Ich bin immer noch etwas schwach, aber mein allgemeiner Zustand ist recht gut. Mein Gewicht ist wieder im normalen Bereich und seit einigen Wochen kann ich bereits ohne Hilfe gehen. Alles in allem fühle ich mich ziemlich gut."

Kubica sieht Renault-Entwicklung mit gemischten Gefühlen

Mit den Fortschritten bei der Rehabilitation, bei der vor allem die Funktionalität der verletzten rechten Hand wieder hergestellt werden soll, ist der ehemalige Renault-Pilot "zufrieden. Die Fortschritte decken sich mit den Erwartungen und glücklicherweise gibt es keine Komplikationen, die die Erholungszeit beeinträchtigen könnten. Dennoch ist es zu früh, um für den Zeitpunkt meiner Rückkehr ein klares Bild zu haben. Aber das Wichtigste ist das Ergebnis und nicht die Eile."

"Es ging mit Renault zuletzt etwas bergab, vor allem im Qualifying." Robert Kubica

Die Entwicklungen bei seinem Rennstall sieht er mit gemischten Gefühlen: Die Performance sei "recht gut, aber es ging zuletzt etwas bergab, vor allem im Qualifying. Ich weiß aber, dass es bei den kommenden Rennen ein paar gute Updates geben wird. Das sollte und wieder dorthin zurückbringen, wo wir zu Saisonbeginn waren. Dazu kommt, dass uns das Zwischengas-Verbot in Silverstone definitiv geschadet hat - das sollte in Deutschland wieder anders sein."

Den Reglementänderungen vor der Saison kann er hingegen einiges abgewinnen: "Es gibt mehr Action auf der Strecke und die Regel mit dem Ein-Sekunden-Abstand sorgt für herausfordernde Situationen." Wann man den Polen wieder vor laufender Kamera sehen wird, will Kubica nicht sagen: "Ich weiß es nicht. Sobald ich die Zeit für Medienaktivitäten habe. Jetzt muss ich mich aber auf meine Rehalbilitation und das Trainingsprogramm konzentrieren."

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