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Brawn distanziert sich von Aussage zu Schumacher-Zustand

Ross Brawn besucht Michael Schumacher weiter in der Schweiz und erinnert sich daran, wie er von dem Ski-Unfall seines Schützlings erfuhr: "Ein Schock für uns"

(Motorsport-Total.com) - Der frühere Formel-1-Technikguru und Michael-Schumacher-Vertraute Ross Brawn hat sich von einem Interview, in dem er wörtlich von "ermutigenden Zeichen" bei der Rennlegende gesprochen hatte, distanziert. Wie der Brite nun dem 'Guardian' erklärt, hätte er mit der Aussage nichts über mögliche Fortschritte Schumachers kundtun wollen: "Ich wurde so zitiert, dass sich sein Zustand verbessern würde, aber das war nicht so gemeint", stellt Brawn klar. Er wolle das Thema gar nicht kommentieren.

Michael Schumacher, Ross Brawn

Michael Schumacher und Ross Brawn spannten bei drei Teams zusammen Zoom

Schließlich ist es der ausdrückliche Wunsch des engsten Schumacher-Umfeldes, dass nichts über seine Gesundheit an die Öffentlichkeit dringt. "Die Familie hält seine Genesung privat", bestätigt Brawn. "Das will ich respektieren. Ich will nichts über seinen Zustand sagen - außer, dass wir sehr, sehr hoffnungsvoll sind, Michael irgendwann in der Zukunft so zu sehen, wie wir ihn kennen." Brawn besucht Schumacher aber nach eigener Aussage weiterhin regelmäßig in der Schweiz.

Das Bekanntwerden des Ski-Unfalls der Formel-1-Ikone im Dezember 2013 schockierte Brawn. Wie er von dem Unglück erfuhr, ist ihm im Gedächtnis geblieben. "Ich wollte damals Silvester in Schottland verbringen und war auf dem Weg, als ich einen Anruf seiner Sekretärin erhielt", schildert der 61-Jährige, der keinen Moment lang zögerte und sofort nach Frankreich reiste, wo Schumacher im Krankenhaus lag. "Wir haben unsere Pläne abgeblasen und sind ihn besuchen gefahren."

Das Erlebnis in der Klinik in Grenoble nahm ihn mit: "Es war ein traumatisches Erlebnis für seine Familie und ein Schock für uns. Michael war so ein starker Charakter und hatte während seiner gesamten Rennkarriere nur einen Beinbruch erlitten", erinnert Brawn an den schweren Unfall beim Großbritannien-Grand-Prix 1999 und eine Karriere, die zumindest auf vier Rädern ohne schwere Verletzungen auskam: "Die Ironie, dass ihm das in einem ruhigeren Lebensabschnitt passiert, war fürchterlich."

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