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Zu langsam: Red-Bull-Hoffnung heißt Wärme und Set-up-Poker

Gegen die Konkurrenz hatte Red Bull im Qualifying von Suzuka keine Chance, doch weil man das wusste, ist man beim Set-up einen anderen Weg gegangen

Daniel Ricciardo, Max Verstappen
Daniel Ricciardo ist mit, Max Verstappen ohne T-Flügel unterwegs
© xpbimages.com

(Motorsport-Total.com) - Red Bull wusste, was auf sie zukommen würde, als sie in das Qualifying zum Großen Preis von Japan starteten. Die zweite Startreihe würde für die Bullen wohl mit großer Wahrscheinlichkeit gebucht werden, weil Ferrari und Mercedes im Wochenendverlauf deutlich schneller schienen, Kimi Räikkönen und Valtteri Bottas aber eine Startplatzstrafe auffassen würden - und so kam es auch.

Daniel Ricciardo (+0,987 Sekunden) und Max Verstappen (+1,013) belegten im Endklassement die Plätze vier und fünf, rutschen aber noch einen Platz nach vorne und liegen so auf den erwarteten Positionen für morgen. "Die Wahrscheinlichkeit war groß, dass wir in der zweiten Startreihe stehen werden. Mit dem Wissen hat man ein Auge auf dem Rennen", sagt Teamchef Christian Horner. "Dort können wir konkurrenzfähiger sein."

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Das heißt, dass sich Red Bull eher auf den Sonntag eingestellt hat. Gleichzeitig hat man beiden Piloten unterschiedliche Set-ups mit an die Hand gegeben: Ricciardo fuhr mit etwas weniger Abtrieb, Verstappen mit etwas mehr. Wer dadurch einen Vorteil hat, wird sich zeigen. Am heutigen Tag schien es der Australier zu sein, der jedoch nur einen Wimpernschlag von 26 Tausendstelsekunden vorne lag.

Ricciardo: Alles aus der Runde herausgeholt

"Es war wieder ziemlich eng mit Max, wir pushen uns gegenseitig", lacht Ricciardo. Verstappen selbst hatte im ersten Versuch von Q3 einen Fehler eingebaut, wodurch er eine gute Zeit erst einmal verpasste und Druck für den zweiten Versuch hatte. Dass er darüber nicht glücklich war, merkte man an einem deutlichen Kopfschütteln im Ziel.

Teamkollege Ricciardo ist mit seinem Ergebnis am Ende hingegen zufrieden, denn besser ging es laut ihm nicht. "Ich habe die Linie überquert und meinen Kopf nicht dabei geschüttelt. Zu diesem Zeitpunkt wusste ich nicht, auf welcher Position ich liege, doch für mich habe ich alles aus der Runde herausgeholt", sagt er.

Doch Fakt ist, dass Red Bull mit dem Ergebnis im Qualifying nicht zufrieden sein kann. In Malaysia konnte Verstappen das Rennen noch souverän gewinnen, doch kaum eine Woche später war gegen die Konkurrenz überhaupt nichts zu holen, obwohl Suzuka als Red-Bull-Kurs gilt. "Wir sind schon etwas enttäuscht", muss Motorsportberater Helmut Marko zugeben. "Wir haben gegenüber gestern deutlich Speed verloren. So ganz klar ist uns noch nicht, warum das der Fall ist."

Red Bull betet für mehr Sonne

Hauptgrund dürfte sein, dass die Temperaturen deutlich kälter waren als in Malaysia. Mit lediglich rund 26 Grad Celsius Asphalttemperaturen bekam man die Reifen wohl nicht in das schmale Betriebsfenster. Hinzu kommt, dass die neue Boliden-Generation der Konkurrenz eher entgegenkommt, wie Max Verstappen meint: Weil mehr Kurven mit Vollgas gehen, sind viel mehr Passagen eher wie eine Gerade.

Die einst gefürchtete 130R ist ohnehin kein Schrecken mehr, tut Red Bull aber weh. Laut Teamchef Christian Horner verliert man vom Ausgang der Spoon-Kurve bis zur Schikane nach 130R allein eine halbe Sekunde. Auch deswegen musste man im Team einen Kompromiss eingehen, damit man morgen im Rennen überhaupt eine Chance hat, einen Konkurrenten anzugreifen oder sich zu verteidigen - denn Überholen ist in Suzuka bekanntlich sehr schwierig.

Noch wirft man die Flinte aber nicht ins Korn. Helmut Marko erwartet am Sonntag ein Podium, und durch die vermutlich deutlich wärmeren Temperaturen stehen die Chancen auf Erfolg besser als im Qualifying. "Wenn es wirklich zehn Grad wärmer wird, dann wird entscheidend sein, wie sich die Reifen bei Mercedes verhalten und ob wir einen oder zwei Stopps haben. Noch ist nicht alles verloren", sagt der Österreicher.

Ricciardo hofft erst einmal auf einen guten Start von der sauberen Seite und möchte dann versuchen, mit den Führenden mitzugehen. Er geht davon aus, dass er durch den höheren Abtrieb (übrigens im Gegensatz zu Verstappen inklusive T-Flügel) das bessere Rennpaket geschnürt hat. Ob das reichen wird, um sich mit Silber und Rot anzulegen, wird sich zeigen.

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