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Trump-Protest: Geht Hamilton bei der US-Hymne auf die Knie?

Lewis Hamilton erwägt tatsächlich, den kommenden US-Grand-Prix für einen Protest gegen Präsident Trump zu nutzen, nachdem er bereits zuletzt für Wirbel sorgte

Lewis Hamilton, Valtteri Bottas, Hymne
Lewis Hamilton könnte 15 Minuten vor dem Start in Austin für einen Eklat sorgen
© xpbimages.com

(Motorsport-Total.com) - Lewis Hamiltons Protest gegen Donald Trump könnte bald um eine Episode reicher sein: Der Formel-1-Superstar erwägt, beim bevorstehenden Grand-Prix in Austin während der US-Hymne auf die Knie zu gehen - ganz in der Tradition zahlreicher NFL-Spieler, die auf ähnliche Art und Weise in den vergangenen Wochen ein Statement gegen den umstrittenen US-Präsidenten abgegeben haben.

"Wir müssen uns solidarisch zeigen", sagt Hamilton gegenüber der Zeitung 'Times', auch wenn ihm bewusst ist, dass er sich nicht in der gleichen Lage befindet wie die American-Football-Stars, die von Trump wüst auf Twitter als "Hurensöhne, die gefeuert werden sollten" beschimpft wurden, weil sie gegen ihn Position bezogen. "Es ist nicht meine Nationalhymne, aber es handelt sich um ein Problem, das nicht nur die Vereinigten Staaten betrifft, sondern die ganze Welt. Ich identifiziere mich jedenfalls sehr mit den Spielern."

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Und genau dazu müsse man auch stehen, findet der Mercedes-Pilot: "Ich plane nicht, mich politisch mehr zu engagieren, aber ich finde, dass wir alle aufstehen und zu unserer Meinung stehen sollten." Hamilton stößt es vor allem auf, dass der US-Präsident so radikal auf das Statement seiner Kollegen reagiert. "Es steht jedem offen, seine Meinung frei zu äußern, und ich finde, wir können uns alle dafür einsetzen, dass sich etwas ändert in dieser Welt, vor allem wenn das Staatsoberhaupt das nicht unterstützt."

Hamiltons Protest auch bei Trump-Kritikern umstritten

Ob er tatsächlich eine Viertelstunde vor dem Start aus Protest auf die Knie gehen wird und damit seinem immer wieder auf Instagram geteilten Hashtag #takeaknee Rechnung tragen wird, ist noch nicht entschieden: "Ich habe über dieses Rennen noch nicht nachgedacht, aber das muss ich jetzt natürlich tun. Es stellt sich die Frage, was für mich der richtige Weg ist oder ob ich überhaupt Stellung beziehen muss."

Denn Hamilton brachte sich bereits rund um den Grand Prix von Malaysia in leichte Turbulenzen, als er auf Instagram ein Video teilte, in dem ein Hund zum Song "We no speak americano" in eindeutiger Pose auf einer Trump-Puppe herumtollt. Selbst Trump-Kritiker hielten dies für niveaulos und infantil. Da half es auch nicht, dass das Video einige Momente später schon wieder verschwunden war, womöglich auf Anraten seines Arbeitgebers Mercedes.

Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff macht auch gar keinen Hehl daraus, dass er das Posting als etwas unpassend empfand. "Wir haben das besprochen", bestätigt der Österreicher. "Er ist auch der Meinung, dass es am Rennwochenende nicht der richtige Zeitpunkt war." Und das, obwohl Wolff Hamiltons offene Art grundsätzlich unterstützt.

Motorsportchef Wolff für Authentizität, aber...

"Ich finde, dass wir alle grundsätzlich authentisch bleiben müssen", erklärt er. "Wir alle haben unsere Gedanken und Meinungen, die sich vielleicht gar nicht so stark unterscheiden. Deshalb hege ich Sympathien dafür, authentisch zu sein und seine Meinung zu sagen. Lewis ist sehr authentisch. Er drückt aus, was er sich denkt. Es ist aber natürlich ein anderes Thema, wenn man eine Million Follower auf Instagram hat..."

Er wisse aber auch, dass es sich sogar auf Hamiltons Leistungen auf der Rennstrecke auswirkt, wenn man ihn in seiner Art einschränkt. Dass sich Mercedes im Gegensatz zu seinem Ex-Team McLaren diesbezüglich zurückhalte, bestätigt auch Hamilton selbst: "Ich wurde von meinem gesamten Team immer unterstützt. Sie haben sich bei mir nie beschwert."

Der Ursprung der Geste, sich bei der US-Hymne niederzuknien, geht übrigens auf das Vorjahr zurück, als der NFL-Quarterback Colin Kaepernick erstmals auf diese Art und Weise gegen die Diskriminierung schwarzer Opfer durch die Polizei protestierte. Zunächst folgten nur wenige Spieler dem Beispiel des Kollegen. Das änderte sich, als US-Präsident Trump die Spieler auf Twitter verbal attackierte und ihnen mangelnden Patriotismus vorwarf. Inzwischen ist das Niederknien auch zu einem Symbol gegen Trump geworden.

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