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Force India: Zweikampf-Verbot könnte aufgehoben werden

Trotz Betteln am Funk durften die Force-India-Streithähne in Suzuka nicht kämpfen: Wieso eine Aufhebung in Sicht ist und welchen Nachteil das Zweikampf-Verbot hat

Sergio Perez, Esteban Ocon
Lebt das Hassduell bald wieder auf? Perez und Ocon schenken einander nichts
© xpbimages.com

(Motorsport-Total.com) - In Suzuka bekamen die Force-India-Piloten die Rechnung für die zahlreichen Scharmützel auf der Strecke präsentiert: Sergio Perez wurde per Boxenfunk vom Kommandostand zurückgepfiffen, als er den direkt vor ihm auf Platz sechs liegenden Teamkollegen Esteban Ocon attackieren wollte. Da half auch das Dauerklagen des Mexikaners, der Franzose sei "so langsam", nichts. Force India beweist, dass man es ernst meint. War es das also mit den internen Zweikämpfen?

Nicht unbedingt, wie Sportdirektor Otmar Szafnauer ankündigt. "Nachdem der vierte Platz sichergestellt ist, werden wir uns zusammensetzen und uns ansehen, ob sie wieder kämpfen können", kündigt er an.

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Derzeit hat Force India 81 WM-Punkte Vorsprung auf Williams - es müsste also schon ein Wunder geschehen, will die schwächelende Truppe aus Grove die Kollegen aus Silverstone noch abfangen: Bei jedem der vier verbleibenden Grands Prix müsste Williams im Schnitt über 20 Punkte holen, was den Plätzen vier und fünf entsprechen würde, während Force India leer ausgehen müsste.

Warum Force India einen Zweikampf in Suzuka verhinderte

Aber selbst bis dahin will Force India das Zweikampf-Verbot nicht rigoros umsetzen, glaubt man Szafnauer. "Bis zu einem gewissen Punkt lassen wir sie ohnehin kämpfen, aber nicht, wenn es uns keinen Vorteil bringt", erklärt er die interne Herangehensweise. "Und das war hier der Fall, denn wir hatten nach vorne und nach hinten Luft, also konnten wir die Top-3-Teams ohnehin nicht angreifen. Auch das nächste Verfolger-Team hatte deutlichen Rückstand. Es gibt also aus Teamsicht schlicht keinen Vorteil."

Was er damit meint: Wenn wie in Suzuka der schnellere Force-India-Pilot hinter dem langsameren liegt, dann könnte jene Situation das Team um wertvolle Punkte bringen, weil ein Pilot eingebremst wird. "Unsere Philosophie ist es immer, das Potenzial des Teams zu maximieren", erklärt Szafnauer, wie man intern mit der Situation umgeht. "Normalerweise gelingt einem das, wenn man beide Piloten fahren lässt - so schnell sie können. Wenn sie aber oft zusammenkrachen, dann maximieren sie nicht das Potenzial des Teams. Und dann müssen wir etwas ändern, um das trotzdem sicherzustellen - so wie wir es getan haben."

Wenn die Fahrer aber ihre Grenzen kennen, würde man sie frei fahren lassen, "denn das ist besser als sie zurückzuhalten". Das sei auch für die Zukunft das Ziel. Szafnauer verspricht, dass es auch in der kommenden Saison keine Einschränkungen geben wird, solange man den Piloten vertrauen wird. "Nico Hülkenberg und Checo hatten das auch im Griff", blickt er zurück. "Sie sind einander nie ins Auto gefahren. Wenn wir dieses Szenario wieder vorfinden, dann gibt es keinen Grund einzugreifen oder eine Stallorder auszusprechen."

Szafnauer: Perez und Ocon müssen sich beweisen

Dass sie dazu in der Lage sind, müssen Perez und Ocon nun den Chefs "beweisen", so Szafnauer. Doch wie soll das funktionieren, wenn Stallorder ausgesprochen wird? "In der ersten Runde zum Beispiel", antwortet der US-Amerikaner mit rumänischen Wurzeln. "Da passiert meist sehr viel und man sieht schon, wie sich die Leute verhalten. So wie in Malaysia." Er ist guter Dinge, dass seine Piloten bereits die richtigen Schlüsse aus ihren Stallkollisionen gezogen haben: "Sie sind beide clevere Kerle."

Die Tatsache, dass es früher bei Hülkenberg und Perez nicht krachte, könnte auch damit zu tun haben, dass die beiden an einem vergleichbaren Punkt in ihrer Karriere waren, während sich nun Youngster Ocon gegen den erfahrenen Perez beweisen muss. Das schließt auch Szafnauer nicht aus: "Es gibt sicher auch psychologische Gründe."

Dennoch ist für ihn klar, dass seine Piloten zu weit gegangen sind. "Manchmal kollidiert man beim Start des Rennens, wo es unvermeidbar ist", erklärt er. "Wir sind intelligent genug, das zu erkennen. Es gibt aber auch Situationen, in denen nur die beiden auf der Strecke waren und sie trotzdem zusammengekracht sind - und  dann ist es komplett vermeidbar. Wie in Spa..." Das sei inakzeptabel, da das Team immer an erster Stelle stehen müsse.

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