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Mercedes: Immer mehr Signale für Teamorder pro Hamilton

Valtteri Bottas fehlen schon 51 Punkte auf Lewis Hamilton: Wie man bei Mercedes mit dem Thema Stallorder umgeht und welche Hoffnungen sich der Finne macht

Lewis Hamilton, Valtteri Bottas
Bald Wasserträger? Bottas kann mit Hamilton derzeit nicht mithalten
© xpbimages.com

(Motorsport-Total.com) - Nach seiner starken Endphase der ersten Saisonhälfte kommt Valtteri Bottas seit dem Ende der Sommerpause nicht so richtig in Schuss: In drei Rennen gelang nur ein zweiter Platz, während Teamkollege Lewis Hamilton jedes Mal triumphierte. Im WM-Klassement fehlen ihm bereits 51 Punkte auf den Briten, auf Sebastian Vettel sind es 23 Zähler. Selbst wenn Hamilton zwei Mal ausscheidet und Bottas zwei Mal gewinnt, ist der Brite weiter voran. Ist es also höchste Zeit, voll auf die Karte Hamilton zu setzen?

"Es ist recht offensichtlich, dass Lewis Chancen, die Fahrer-WM zu gewinnen, höher sind als die von Valtteri", gibt selbst Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff klar zu. Zu einem klaren Bekenntnis zu einer Stallorder für Hamilton will er sich aber nicht hinreißen lassen: "Wir werden es so machen wie in der Vergangenheit. Wir sehen uns jedes Rennen an und bewerten dann die Lage." Nachsatz: "Die Entscheidung wird aber offensichtlich."

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Ein klares Signal, dass Bottas bei den kommenden Rennen Stallorder droht. Offenbar will man aber Bottas nicht schon im Vorhinein demoralisieren, weil der zweimalige Saisonsieger nur dann eine Hilfe für Hamilton ist, wenn er sich durch ein starkes Wochenende in eine günstige Lage bringt.

Warum man Bottas nicht zur klaren Nummer 2 macht

"Ich möchte nicht sagen: 'Lewis ist die Nummer 1'", stellt Wolff klar. "Ich möchte nicht, dass sich unser zweiter Fahrer im Kopf verrückt macht." Glaubt man Bottas, dann ist das auch nicht der Fall.

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15.-17.09.2017
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In Singapur wird 2017 der Grundstein für eine neue Ära der TV-Übertragungen gesetzt. Der Technologiepartner der Formel 1, Tata, testet erstmals zwei 360-Grad-Kameras, mit denen die Fans zu Hause künftig noch näher ans Geschehen rücken sollen. Eine von vielen spannenden Backstage-Geschichten ...
In Singapur wird 2017 der Grundstein für eine neue Ära der TV-Übertragungen gesetzt. Der Technologiepartner der Formel 1, Tata, testet erstmals zwei 360-Grad-Kameras, mit denen die Fans zu Hause künftig noch näher ans Geschehen rücken sollen. Eine von vielen spannenden Backstage-Geschichten ...

"Ich denke nicht so viel über die Lücke zu Lewis nach", will Bottas das Schreckgespenst Stallorder weiterhin nicht so recht an sich heranlassen. "Sie ist jetzt recht groß, aber wir müssen das von Rennen zu Rennen betrachten." Ihm ist allerdings klar, dass er von seinem Plan für die zweite Saisonhälfte, regelmäßig vorneweg zu fahren, weit entfernt ist. "Lewis hat einen guten Lauf, und ich muss mich steigern", sagt er. "Aber wenn mir das gelingt, dann ist noch alles offen."

Bottas: Zuerst Vettel abfangen, dann gar der Titel?

Selbst den Titel hat der Finne noch nicht ganz aufgegeben: "Ich muss bis zum Ende dran bleiben, weil sich vielleicht Möglichkeiten ergeben." Erinnerungen an Kimi Räikkönens Titel im Jahr 2007 werden wach, als Bottas' Landsmann im Sommer bereits 26 Punkte Rückstand hatte (damals noch unter dem alten Punktesystem) und als lachender Dritter die WM doch noch gewann. Die Situation ist aber kaum zu vergleichen, denn dieses Jahr gibt es keine Stallrivalen, die sich gegenseitig zerfleischen und so das gesamte Team destabilisieren.

Vorerst ist es Bottas' Plan, den WM-Zweiten Vettel, der in Singapur ordentlich Haare lassen musste, abzufangen. "Das ist definitiv mein nächstes Ziel", bestätigt Bottas. "Und es ist absolut möglich." Außerdem möchte Mercedes die Saison mit dem Titel in der Konstrukteurs-WM und den ersten zwei Plätzen in der Fahrer-WM krönen.

"Priorität hat natürlich die Konstrukteurs-WM, aber wenn es gut aussieht, dann wollen wir mit beiden Autos vorne sein", sagt der Finne. "Ich werde mich darauf konzentrieren, mir Sebastian zu schnappen. Und ich bin sicher, dass das Team auch hinter mir steht."

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