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Daniil Kwjats "Bowling-Show" zu milde bestraft?

Daniil Kwjat zieht sich im Grand Prix von Österreich 2017 den Unmut einiger Kollegen zu, Toro-Rosso-Kollege Carlos Sainz muss vorzeitig aufgeben

Daniil Kwjat
Daniil Kwjat holte sich eine neue Front ab und konnte abschließend weiterfahren
© xpbimages.com

(Motorsport-Total.com) - Daniil Kwjat steht als Auslöser des Startunfalls im Grand Prix von Österreich 2017 in der Kritik. Der Toro-Rosso-Pilot hatte sich auf der Zufahrt zur ersten Kurve verbremst, war in Fernando Alonsos McLaren-Honda gerauscht. Der Spanier wurde dadurch in den Red Bull von Max Verstappen bugsiert. Während die beiden Opfer des Zwischenfalls aussteigen mussten, konnte Kwjat den Grand Prix fortsetzen Das Rennen beendete der Russe nach einer Durchfahrtsstrafe jedoch als Letzter.

"Er zerstört mein Rennen", sagt Fernando Alonso. "Eine Durchfahrtsstrafe ist da vielleicht eine zu milde Strafe." Der Asturier war in den ersten Momenten nach der Kollision wütend. Im Funk schimpfte er: "Sind wir hier bei einer Bowling-Show, oder was?" Die Rennkommissare sahen sich den Startcrash genau an und befanden Kwjat für eindeutig schuldig. Eine Durchfahrtsstrafe hält der Russe in diesem Fall für angemessen.

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"Wenn die Kommissare gedacht hätten, dass ich da eine Bowling-Show veranstalte und alle anderen rausgekegele, dann hätten sie mir eine Stop-and-go-Strafe verpasst. Aber sie haben erkannt, dass da besondere Umstände zusammenkamen, also bekam ich eine Durchfahrtsstrafe", sagt er. "Ich halte das für fair. Ich weiß nicht, nach welchen Maßstäben die Stewards ihre Entscheidungen treffen, ich war selbst noch nie Rennkommissar. Sie haben ihre Kriterien, die ich akzeptieren muss."

Da sich Kwjat im ersten Moment auf ein "Chaos nach dem Start" und aufgrund dessen "mangelnde Referenzpunkte" beim Anbremsen berief, muss die Frage gestattet sein: Warum bettelte er dann nicht bei der Rennleitung um Freispruch? "Ich habe noch nie das Gespräch mit den Stewards gesucht. Warum auch? Man will hier konstante Entscheidungen, aber jedes Rennen wechseln die Kommissare. Es wäre Zeitverschwendung, das ist nicht mein Job", so die kühle Erklärung des Russen.

Carlos Sainz flüchtet sich in Sarkasmus

Nach den Tumulten zu Rennbeginn setzte Kwjat seine Fahrt mit neuer Front fort. Für Toro Rosso wäre mehr möglich gewesen, wie ein Blick auf die schnellsten Rennrunden zeigt: In 1:08.061 Minuten war Kwjat in dieser Statistik auf Platz sechs - vor Williams, Haas, McLaren, Renault und Force India. "Ich habe jetzt ein ganz gutes Vertrauen ins Auto, wir müssen es nur zusammenbekommen", sagt der ehemalige Red-Bull-Pilot.

"Wir waren hier eigentlich das ganze Wochenende schnell, aber ich habe es am Freitag und Samstag nie in einer Runde hinbekommen. Wichtig ist, dass ich weiß, dass die Pace da ist. Ich brauche jetzt eine kalte Dusche vor Silverstone, und dann werde ich mich sammeln und dorthin fahren", so Kwjat in seiner Enttäuschung. Noch trauriger war das Gesicht von Teamkollege Carlos Sainz nach einem frühen Aus im Grand Prix von Österreich.

Startunfall in Spielberg 2017

Fernando Alonso (McLaren), Max Verstappen (Red Bull) werden Opfer eines zu ungestümen Daniil Kwjat (Toro Rosso) beim Start zum Grand Prix von Österreich 2017


09.07.2017
Foto 1 von 10
Start zum Grand Prix von Österreich 2017: Vorne hat Valtteri Bottas einen Traumstart, hinten macht Fernando Alonso viele Positionen gut.
Start zum Grand Prix von Österreich 2017: Vorne hat Valtteri Bottas einen Traumstart, hinten macht Fernando Alonso viele Positionen gut.

"Was für ein grandioses Rennen", so der Spanier voller Sarkasmus beim Abstellen seines Autos in der Garage. "So stellt man sich das halt nicht vor", sagt er einige Minuten später. "Nach dem Start habe ich immer mehr Leistung verloren. Ich wurde von vielen Leuten ganz einfach überholt. Ich kam einfach gar nicht mehr aus den Ecken heraus. Wir haben noch versucht, irgendwie über die Runden zu kommen. Aber irgendwann war Schluss."

Am Auto von Sainz gab es einen Schaden am Renault-Verbrenner. Immer mehr Öl wurde in die Brennkammern gedrückt. "Dann war es irgendwann vorbei", schildert er. "Bis zum Rennen war es ein positives Wochenende. Aber dann ging nichts mehr. Jetzt kommt Silverstone. Ich mag die Strecke, empfinde den Kurs ein wenig als Heimstrecke, weil ich in London wohne. Ich war dort immer schnell, deswegen gehe ich positiv an das nächste Wochenende heran."

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