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Lance Stroll: Strecken mit wenig Grip als große Schwäche

Welche Bedingungen Rookie Lance Stroll besonders fordern, wieso seine Schwächen dieses Jahr besonders zum Vorschein kommen und welche Lösung er selbst sieht

Lance Stroll
Lance Stroll benötigt derzeit ein Heck, das auf dem Asphalt klebt
© xpbimages.com

(Motorsport-Total.com) - Mit seinem neunten Platz beim Heimrennen in Montreal beendete Rookie Lance Stroll seine Durststrecke und holte in Rennen Nummer 7 endlich seine ersten WM-Punkte. Dennoch leidet der 18-Jährige im Vergleich zu seinem routinierten Teamkollegen Felipe Massa, der bereits 20 Punkte auf dem Konto hat, unter enormen Leistungsschwankungen.

Alles eine Frage der Zeit und der Routine? Der unter Druck stehende Youngster, dessen reicher Vater ihm die Rennkarriere finanziert, ist davon überzeugt: "Vieles hat mit den Kenntnissen der unterschiedlichen Strecken zu tun, wie sie sich verändern, wie sich die Reifen dort verhalten und so weiter. Und auch das Fahren spielt eine Rolle, keine Frage."

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Dem Kanadier ist bereits ein Muster aufgefallen: Wenn der Asphalt viel Grip bietet und die Boliden auch durch die Streckencharakteristik auf dem Boden kleben, tut sich der Williams-Rookie leichter. "Meine Leistungen waren besser, als es viel Grip gab", erklärt er. "Bei wenig Grip und Bodenwellen habe ich mich hingegen im Auto nicht so wohl gefühlt." Das sei aber auch Erfahrungssache.

Stroll muss laut eigenen Angaben seinen Fahrstil an die neue Bolidengeneration anpassen: "Ich muss ein paar Kleinigkeiten ändern, wie man dieses Auto fahren muss, denn mit wenig Abtrieb ist es sehr sensibel. Man muss es manchmal auf ungewöhnliche Art und Weise fahren, damit es am besten funktioniert. Daran muss ich mich gewöhnen."

"Man muss diese Autos manchmal auf ungewöhnliche Art und Weise fahren, damit sie am besten funktionieren."
Lance Stroll

Dass er in der Startaufstellung und damit auch in den Rennen oft deutlich hinter Massa steht, hat laut Stroll aber auch noch einen anderen Grund: ´"Klar verliere ich Zeit auf Felipe, aber das Mittelfeld liegt dieses Jahr im Vergleich zu anderen Jahren auch extrem eng beisammen. Wir hatten ja bereits Jahre, da waren Teamkollegen durch eine halbe Sekunde oder acht Zehntel getrennt, und das entsprach zwei Positionen, weil das Feld weiter auseinandergezogen war."

2017 ist dies nicht der Fall. Dazu kommt, dass die Autos dieses Jahr um einige Sekunden schneller sind als im Vorjahr. Dadurch sind nicht nur die physischen Belastungen größer, die Boliden reagieren am Limit auch deutlich unberechenbarer als ihr Vorgänger, weshalb Stroll bereits mehrfach crashte.

Eine Problematik, die er laut eigenen Angaben nur durch Erfahrung lösen kann. "Man kann noch so viele Coaches haben, aber am Ende muss man es selber verstehen und es versuchen. Erst dann spürt man, was passiert", erklärt der Williams-Pilot.

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