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Toro Rosso: Bei Bankgarantie wäre ein Verkauf denkbar

Exklusiv: Wie knapp Volkswagen an einem Formel-1-Einstieg bei Toro Rosso dran war und warum ein Verkauf des Teams "immer" wieder ein Thema ist

Helmut Marko, Franz Tost
Helmut Marko im Gespräch mit Toro-Rosso-Teamchef Franz Tost
© xpbimages.com

(Motorsport-Total.com) - Red Bull kann sich nach wie vor vorstellen, das Engagement in der Formel 1 künftig auf ein Team zu beschränken. Unter den richtigen Rahmenbedingungen wäre der Energiedrink-Hersteller bereit, Toro Rosso zu verkaufen. Das erklärt Red Bulls Motorsportkonsulent Helmut Marko in einem Interview mit 'Motorsport-Total.com'.

Ein Verkauf sei "immer wieder" ein Thema, bestätigt der Österreicher. Konkrete Hinweise auf Interesse von einem möglichen Investor gibt es derzeit aber nicht. Marko: "Es müsste jemand sein, der Cash hat. Wie oft sind mir schon Kandidaten untergekommen, die mit einem irgendeinem geleasten Privatjet angekommen sind! Wenn jemand eine Bankgarantie auf den Tisch legt, reden wir weiter."

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"Mir haben schon viele gesagt: 'Ich kaufe das Team privat, ich bezahle das aus der Portokasse.' Aber im Endeffekt habe ich noch nie eine Bankgarantie gesehen. Von zehn Gesprächen wäre das nur ein einziges Mal der Fall gewesen", erinnert er sich. "Wenn die Bedingungen passen, wäre das eine Überlegung. Aber das ist eine Entscheidung, die trifft letztendlich der Boss." Also "Oberbulle" Dietrich Mateschitz.

Viele unseriöse Interessenten ...

In den vergangenen Jahren gab es zahlreiche Gespräche mit potenziellen Käufern. Unter anderem mit HWA, also jener Rennwagenfirma, die von Ex-DTM-Chef Hans Werner Aufrecht gegründet wurde und bis heute den Mercedes-Werkseinsatz in der DTM betreut. HWA-Aktionär Toto Wolff, so will es die Gerüchteküche, drängelte schon vor fast zehn Jahren in die Formel 1. Aber: "Die HWA-Variante war die allerunwahrscheinlichste. Da hat es andere gegeben", winkt Marko ab.

Zum Beispiel vom russischen Wodka-Millionär Rustam Tariko, der einst von Eddie Irvine in den Formel-1-Paddock geschleppt wurde. Auch der Renault-Konzern zeigte Interesse an einer engen Zusammenarbeit, bevor das eigene Werksteam reaktiviert wurde. Im Gespräch war im Frühjahr 2015 aber kein 100-Prozent-Verkauf, sondern ein Renault-Branding der Toro-Rosso-Boliden - also im Grunde genommen ein aufgepepptes Titelsponsoring.

Und dann war da noch Volkswagen. Laut Informationen von 'Motorsport-Total.com' war der Wolfsburger Konzern zu Beginn dieses Jahrzehnts mit einem Bein in der Formel 1, hatte sogar schon hochrangiges Personal dafür engagiert - auch von Red Bull Technology. Als die Übernahme von Toro Rosso platzte - die genauen Rahmenbedingungen sind uns nicht bekannt -, wurden einige der für die Formel 1 vorgesehenen Mitarbeiter zu Porsche ins WEC-Programm versetzt.

... und ein seriöser

Mutmaßlich war Volkswagen der eine wirklich seriöse Interessent, auf den sich Marko in unserem Interview bezieht.

"Arbeitstechnisch ist Faenza besser als Milton Keynes."
Helmut Marko

Momentan befindet sich Red Bull in der Position, dass man einen Verkauf zwar in Erwägung ziehen würde. Aktiv nach einem Käufer gesucht wird aber nicht. Auch deswegen, weil Toro Rosso nicht mehr nur eine Talentschmiede für das A-Team ist, sondern als eigenständiger Mittelständler etabliert wurde. Mit einer aufgerüsteten Fabrik, einem kompetenten Technischen Direktor James Key und zwei talentierten Jungfahrern.

"Wir haben in Faenza kräftig investiert", erklärt Marko. "Das Werk ist klein, aber fein. Bis auf einen Simulator haben sie alles. Arbeitstechnisch ist Faenza besser als Milton Keynes, weil es neu konzipiert wurde und die ganzen Wege von Abteilung A nach Abteilung B kürzer sind, auf engstem Raum. Es ist wirklich eine sehr effiziente Fabrik."

Sponsoren sollen mehr Geld ins Team bringen

Nur: Letztendlich soll Toro Rosso kostenneutral operieren - oder im besten Fall sogar Gewinn abwerfen. In diesem Zusammenhang hofft Red Bull, dass in Zukunft mehr Wissenstransfer zwischen den beiden Teams stattfinden darf. Und: "Es muss eine Kostenreduktion kommen und es müssen Sponsoren kommen. Beides geht parallel, wenn du wettbewerbsfähiger wirst. Deswegen haben wir unser Design geändert", spielt Marko auf die 2017 neue Lackierung an

"Es ist jetzt dynamischer, aggressiver. Den alten Bullen hat Jos Pirkner designt. Er ist aber schon zehn Jahre alt, und durch die veränderte Karosserieform wurde der ursprüngliche Bulle immer mehr kastriert. Dadurch wirkte das Design nicht mehr so wie am Anfang. Daher wollten wir jetzt mit der Änderung ein Zeichen setzen", sagt er und betont: "Toro Rosso muss an die Spitze des Mittelfeldes."

Selbst wenn Toro Rosso verkauft werden sollte: Das Engagement von Red Bull in der Formel 1 steht nicht in Frage. Zumindest nicht bis zum Auslaufen des aktuellen kommerziellen Vertrags mit dem Rechteinhaber FOM (kontrolliert von Liberty Media). "Bis 2020 ist alles klar. Da ist alles safe. Wir haben ein Commitment, denn wir haben Verträge unterschrieben", unterstreicht Marko.

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