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Toto Wolff: Valtteri ist Bottas 1.0, nicht Rosberg 2.0

Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff erkennt Parallelen zwischen Valtteri Bottas und Nico Rosberg, sieht in dem Finnen aber keinen zweiten Nico

Valtteri Bottas
Valtteri Bottas möchte bei Mercedes seinen ersten Formel-1-Sieg holen
© xpbimages.com

(Motorsport-Total.com) - Die Parallelen zwischen Nico Rosberg und Valtteri Bottas sind unübersehbar. Beide sind mit finnischen Wurzeln ausgestattet und kamen nach Titelgewinnen in den Formel-1-Rahmenserien (Rosberg GP2, Bottas GP3) zu Williams in die Königsklasse. Dort konnten sie zwar mit einigen Podestplatzierungen auf sich aufmerksam machen, doch der Wechsel zu Mercedes erfolgte sieglos.

"Ja, die Ergebnisse sehen ähnlich aus", nickt Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff. Der Österreicher konnte Bottas aus seinem Williams-Vertrag loseisen, damit dieser direkter Nachfolger von Rosberg bei den Silberpfeilen wird, doch trotz der Parallelen sieht er im Finnen keinen Rosberg 2.0: "Valtteri ist Valtteri 1.0", unterstreicht Wolff gegenüber 'formula1.com'.

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Statistisch ist der Wechsel vom Weltmeister auf einen sieglosen Fahrer natürlich ein Rückschritt, doch der Motorsportchef ist davon überzeugt, dass dies nur auf dem Papier so aussieht, am Ende auf der Strecke aber keinen Unterschied machen wird: "Wir haben Vertrauen in Valtteri. Er hat 77 Rennen mit neun Podestplätzen für Williams bestritten und besitzt exzellente Ergebnisse im Nachwuchsbereich. Er ist genug gewachsen, um in Nicos Fußstapfen zu treten", so der Österreicher.

Das Vertrauen muss Bottas aber 2017 zurückzahlen, will er langfristig beim Team bleiben. Der Finne besitzt nur einen Vertrag bis zum Ende der Saison und muss sich für weitere Aufgaben empfehlen - ansonsten könnten schnell die Junioren Esteban Ocon und Pascal Wehrlein zum Zug kommen, wenn sie sich bei Force India respektive Sauber gut schlagen. Oder man holt sich mit Sebastian Vettel oder Fernando Alonso, deren Verträge auslaufen, namhafte Verstärkung.

Um eine Chance auf die Weiterverpflichtung zu haben, muss der Mann aus Nastola vor allem zwei Kriterien erfüllen: Einerseits muss er schnell sein, andererseits sich gut ins Team integrieren. "Aber da habe ich keinen Zweifel", wirft Wolff ein, der sehen möchte, dass sich seine Piloten so sehr pushen, wie Hamilton und Rosberg es in den vergangenen Jahren getan haben - vielleicht aber eher mit dem ein oder anderen Unfall weniger.

Lewis Hamiltons Vater Anthony hatte zuletzt aber schon gewarnt, dass sein Sohn ganze Karrieren zerstören könne. Mit Heikki Kovalainen musste das schon ein anderer Finne leidvoll erfahren. Doch das will Wolff nicht überdramatisieren: "Sicher, Lewis als Teamkollege zu haben, ist vermutlich die härteste Aufgabe, die man als Formel-1-Fahrer haben kann", sagt er. "Aber zerstört es Karrieren? Ich weiß nicht..."

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