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Sotschi: Alles eine Frage der Zeit

Während über den Renntermin der Russland-Premiere Uneinigkeit herrscht, erwarten die Organisatoren keine Geisterkulisse, sondern 45.000 Fans

Rennstrecke in Sotschi
Noch ist nur der Blick auf das Schwarze Meer perfekt: In Sotschi wird gebaut
© Formula Sochi

(Motorsport-Total.com) - Über kaum eine Formel-1-Premiere wurde so lange spekuliert wie über die in Russland. Kein Wunder also, dass die Verantwortlichen in Sotschi bemüht sind, für das Jahr 2014 alles pünktlich ins Lot zu bringen und einen gelungenen Einstand im Kalender der Königsklasse zu feiern. Aus den Reihen der Russian Automobile Federation (RAF) gibt es eine positive Statusmeldung: "Die Strecke ist im Bau, alles läuft nach Plan und es gibt genügend Geld", so Generalsekretär Sergei Uschakow gegenüber 'Motorsport-Total.com'.

Wenn im Februar 2014 die Wintersport-Athleten am Schwarzen Meer auf Medaillenjagd gehen, soll auch die Strecke fertig sein. "Es wird noch kleine Änderungen geben, aber der Bau wird mit den Vorbereitungen für die Olympischen Spiele abgeschlossen sein", verspricht Sergei Iwanow im Gespräch mit 'Motorsport-Total.com'. Der RAF-Präsident lobt seinen deutschen Architekten dafür, eine schwierige Aufgabe gelöst zu haben und nennt die Lage inmitten des Olympiaareals "problemlos".

Termine von Mai bis Oktober denkbar

"Die Strecke wurde von Herrn Tilke entworfen, der sich damit auskennt", unterstreicht Iwanow. Freie Bahn also für Sotschi? Nicht ganz, den zwei Dinge müssen noch geklärt werden, damit die Motoren tatsächlich im größten Staat der Erde aufheulen. Erstens: der Termin. "Er soll im Herbst liegen", vermeldet Uschakow, ist damit aber unzufrieden und wünscht sich eine Anpassung seitens der FIA. "Wir würden es am liebsten schon im Sommer durchziehen - das wäre gut für die Stadt, weil Sotschi ein Seebad und das Wetter immer gut ist."

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Angst vor Zeitdruck hat der russische Funktionär offenbar nicht, schließlich würde er seine Unterschrift auch unter eine noch zeitigere Terminierung setzen. "Ein Rennen im Mai würde mir ebenfalls gefallen", überlegt Uschakow, gibt aber zu bedenken: "Es steht Olympia an. So gesehen würde uns natürlich ein Rennen im Herbst mehr Zeit verschaffen." Gewiss ist derzeit nur: Später als im Oktober kann ein Grand Prix in Sotschi wegen des einsetzenden Winters nicht stattfinden.

Russische Motorsportbegeisterung soll Tribünen füllen

Problem Nummer zwei: Derzeit ist die RAF nicht der offizielle Vertragspartner für das Rennen. "Wir sind seit zwei Jahren dabei, alles vorzubereiten", weiß Uschakow, hofft aber auf baldige Besserung im Wirrwarr um die rechtliche Komponente: "Der Verband hat keinen Kontrakt, der wird erst später unterschrieben. Erst braucht es eine Übereinkunft zwischen dem Promoter und dem Verband." Sind diese Dinge - wahrscheinlich Oksana Kossatschenko - geklärt, dürfen die Zuschauer nach Sotschi strömen. Wenn sie denn wollen.

Neue Rennen wie die in Indien oder Südkorea, die vor leeren Tribünen und bei mauer Stimmung auf den Rängen stattfanden, haben die Befürchtung aufkommen lassen, dass in Sotschi Ähnliches passiert. Verbandspräsident Iwanow sieht andere Vorzeichen: "Der Unterschied ist die nationale Szene. Es gibt in Russland mehr als 500 Rennen im Jahr, die Menschen lieben den Motorsport", zeichnet er ein positives Bild und verweist auf Marussia: "Wir haben ein russisches Team. Das gibt es in Indien zum Beispiel nicht."

Petrow und Marussia als Erfolgsgaranten

Die Verantwortlichen versichern, dass im Zuge der Olympischen Spiele genügend Hotelzimmer entstehen würden, um alle Besucher unterzubringen. "Sotschis Kapazitäten sind groß", bestätigt Uschakow und nennt en passant einen weiteren Vorteil eines Termins im Herbst: "Im Oktober gibt es nicht viele Urlauber, die die Hotels beanspruchen." Im Raum stehen nach Aussagen der RAF-Verantwortlichen 45.000 Zuschauer am Renntag, das Interesse hänge aber vom Ticketpreis und einer Lösung für einen raschen Heimweg ab - schließlich muss montags gearbeitet werden.

Nicht zuletzt ist der Erfolg auch mit der Frage verknüpft, ob es Identifikationsfiguren gibt. Teilnahmen russischer Protagonisten wie Marussia als Mannschaft oder Witali Petrow als Pilot sind nicht in Stein gemeißelt. "Um die Beliebtheit zu steigern, brauchen wir auch ein Team und einen Fahrer", insistiert Iwanow. Er und Uschakow sind sich darüber im Klaren, dass sie viel Verantwortung tragen: "Wir wissen, wie wichtig der Grand Prix für Russland und die Sportvermarktung in unserem Land ist."

"Deshalb müssen wir bei der Vorbereitung alles richtig machen." Das Bemühen ist der RAF kaum abzusprechen. Es gibt sogar bereits eine Kooperation mit dem australischen Verband für die Ausbildung von Streckenposten, mehrwöchige Seminare sind geplant. Und in Russland denkt man wie immer in größeren Dimensionen. RAF-Chef Iwanow öffnet die Tür für andere Serien, etwa die MotoGP. "Wir können auch andere Events in den Zeitplan integrieren." Kontakte zur Superbike-WM gäbe es bereits, lässt Iwanow durchblicken.

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