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Wie Grosjean die bösen Geister loswerden will

Romain Grosjean erinnert sich, wie er sich in der GP2-Ära vom Nimbus des Crashpiloten befreite und will dies in der kommenden Saison wiederholen

Romain Grosjean
Immer am Limit - und manchmal darüber: Romain Grosjean
© Lotus

(Motorsport-Total.com) - Romain Grosjean galt schon vor der Saison 2012 als schneller, aber fehleranfälliger Pilot. In seiner "ersten" Formel-1-Karriere, als er 2009 sieben Rennen als Ersatz für Nelson Piquet jr. bei Renault absolvierte, war er mit dem schwer zu fahrenden Boliden immer wieder in Zwischenfälle verwickelt gewesen. Und auch 2011, als er mit dem GP2-Titel die Eintrittskarte für das Formel-1-Comeback löste, waren seine Ergebnisse zu Saisonbeginn durchwachsen.

So kollidierte er etwas im Qualifying von Monaco mit seinem damaligen Teamkollegen und löste in Valencia in der ersten Runde eine Kettenreaktion aus, bei der einige Boliden beschädigt wurden. In beiden Fällen musste er Rückversetzungen in der Startaufstellung hinnehmen. Dennoch gelang es ihm, danach einen beeindruckenden Erfolgslauf zu starten und den Titel zu holen.

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An dieser Erfahrung möchte sich der Franzose, der dieses Jahr wegen seiner Kollisionen heftig kritisiert wurde und sogar für ein Rennen gesperrt wurde, nun orientieren. "Was damals in der GP2 passiert ist, ist ein gutes Beispiel, das ich mir merken sollte", sagt er gegenüber 'Autosport'. "Ich muss es als Langstreckenrennen sehen, selbst wenn man am Anfang als Verlierer dasteht, und dann angreifen, wenn das Momentum passt."

Seine aktuelle Lage sei "ziemlich ähnlich" wie nach dem Crash in Valencia: "Es ist immer schwer zu verstehen, was im Kopf eines Fahrers falsch und was richtig läuft. Der Kopf macht aber den Unterschied im Motorsport, und manchmal ist es schwierig, es hinzukriegen. Wenn aber alles passt, alles unter Kontrolle ist und man keinen zusätzlichen Druck hat, dann ist es einfach. Jetzt werde ich mich einfach daran erinnern, wie ich es in der GP2 geschafft habe, und dann mache ich das Gleiche nächstes Jahr."

Er will auch seine "Risikobeeinschätzung" ändern: "Die richtige Einschätzung kommt teilweise auch mit der Erfahrung und mit der Arbeit. Daher ist jetzt der richtige Zeitpunkt, um Arbeit und Erfahrung zusammenzulegen."

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