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Nürburgring im Chaos: "Keine Formel 1 mehr"

Jetzt ist das ohnehin große Chaos perfekt: Die Nürburgring Automotive GmbH geht voraussichtlich am 1. Dezember in die Insolvenz - Sprecher: "Keine Formel 1 mehr"

Nürburgring
Unfassbares Chaos in der Eifel: Was bleibt vom beliebten Nürburgring?
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Die in jüngster Vergangenheit leidige Geschichte am Nürburgring ist um ein Kapitel reicher. Wie mehrere Zeitungen übereinstimmend berichten, wird nun voraussichtlich auch die Betreibergesellschaft Nürburgring Automotive GmbH (NAG), deren Pachtvertrag gekündigt worden war, in die Insolvenz gehen. Vor nicht einmal zwei Wochen war das geordnete Insolvenzverfahren der Nürburgring GmbH eingeleitet worden. Damit dürfte das Chaos in der Eifel bald perfekt sein.

Wie unter anderem die 'Rhein-Zeitung', die 'Allgemeine Zeitung' und die Agentur 'dpa' berichten, haben die NAG-Macher Jörg Lindner und Kai Richter die Verhandlungen mit den Ring-Sanierern über eine Räumung der Anlage abgebrochen. Somit droht nun ein langwieriges Gerichtsverfahren. Mehr noch: Linder und Richter kündigten an, am 1. Dezember eine Insolvenz in Eigenverwaltung für die NAG beantragen zu wollen. Dies sei als Schutzschirm gedacht, um sich für etwaige Schadensersatzforderungen von Veranstaltern zu wappnen, heißt es.

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Die neuesten Entwicklungen könnten Auswirkungen auf alle geplanten Veranstaltungen am Nürburgring haben. Laut NAG-Sprecher Karl-Heinz Steinkühler stehe jetzt schon fest, dass es "keine Formel 1 mehr" am Nürburgring geben werde. Die Verhandlungen mit Formel-1-Boss Bernie Ecclestone über die Austragung weiterer Grands Prix in der Eifel seien abgebrochen worden. Im kommenden Jahr wäre der Nürburgring im turnusmäßigen Wechsel an der Reihe. Nun wird wohl Hockenheim einspringen müssen.

"Wenn die NAG davon ausgeht, dass die Gespräche gescheitert sind, bedauern wir das außerordentlich. Wir waren zu vielen Kompromissen bereit, aber nicht zu dem Preis", wird Sanierer-Sprecher Pietro Nuvoloni in der 'Rhein-Zeitung' zitiert. Lindner und Richter hatten in den Vergleichsverhandlungen offenbar darauf gepocht, mindestens bis 2014 mitmischen zu dürfen. "Wenn die Pächter an den Verhandlungstisch zurückkehren wollen, ist unsere Tür nicht verschlossen", betont Nuvoloni.

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