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McLaren entzieht sich der Favoritenrolle

Trotz aller Überlegenheit sieht sich McLaren für den Saisonendspurt nicht als klaren Favoriten auf den Titel an - verbirgt sich dahinter ein großer Bluff der Briten?

Martin Whitmarsh
McLaren-Teamchef Whitmarsh: Alles nur ein großer Bluff?
© xpbimages.com

(Motorsport-Total.com) - In den letzten drei Grands Prix lautete der Sieger jedes Mal McLaren-Mercedes: In Ungarn vor der Sommerpause gewann Lewis Hamilton, das Rennen in Spa konnte Jenson Button überlegen für sich entscheiden, zuletzt in Monza siegte dann wieder Hamilton. Trotz dieser offensichtlichen Dominanz - Button wäre in Italien ohne sein Benzinpumpen-Problem wohl als Zweiter ins Ziel gekommen - sieht sich der britische Rennstall für den kommenden Grand Prix in Singapur aber nicht in der klaren Favoritenrolle.

"Nach drei Siegen in Folge auf so unterschiedlichen Kursen könnten wir uns jetzt hinstellen und sagen 'Jetzt haben wir den Hattrick geholt, der Rest wird ein Kinderspiel, wir können jetzt den Rückstand zu den Vorderleuten aufholen und spielerisch den Titel gewinnen.' Doch es ist diese Saison leider etwas komplexer", sagt McLaren-Teamchef Martin Whitmarsh gegenüber 'Sky Sports F1'.

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"Wir dürfen hinsichtlich des Rennens in Singapur wohl etwas zuversichtlicher sein als manch anderer", fährt der Brite fort. "Doch man hat auch freitags noch immer seine Zweifel, vielleicht auch noch bis zum ersten Qualifying-Durchgang, und fragt sich, wo man denn im Vergleich zur Konkurrenz an diesem Wochenende steht, ob man die Reifen auf Betriebstemperatur bekommt und wie gut man letztendlich ist."

Die Reifenproblematik scheint McLaren nicht zuletzt aufgrund umfangreicher aerodynamischer Neuerungen in den Griff bekommen zu haben. So musste Button bei seinem überlegenen Spa-Sieg nur einmal an die Box zum Reifenwechsel kommen und konnte dennoch jederzeit sehr schnelle Rundenzeiten erzielen. Ähnlich sah es bei Teamkollege Hamilton in Monza aus, der nun nach seinem Sieg in Italien mit 142 Zählern aussichtsreich an zweiter Stelle der Fahrerwertung liegt. Für Button scheint der WM-Zug indes nach seinem Ausfall abgefahren zu sein.

Herbert vermutet einen Bluff

McLaren übt sich vor den entscheidenden letzten sieben Saisonrennen in Zurückhaltung. Dabei könnte es sich allerdings um einen Bluff handeln. Dies glaubt zumindest Ex-Formel-1-Pilot Johnny Herbert: "Ich meine, in diesen Aussagen eine gewisse Absicht zu entdecken", so der 48-Jährige gegenüber 'Sky Sports F1'.

Herbert weiter: "Wir sehen, wie stark sie im Moment sind, aber er (Whitmarsh; Anm. d. Red.) sagt nicht etwas wie 'Wir werden jetzt unschlagbar sein'. Sie wissen, dass sie ein gutes Auto haben, aber sie sagen das nicht jedem."

Ob es sich tatsächlich um einen Bluff handelt und ob die Konkurrenz darauf hereinfallen wird, ist fraglich. Denn die Überlegenheit des britischen Traditionsrennstalls war bei den vergangenen beiden Rennen mehr als offensichtlich.

Wie gut ist der McLaren mit hohem Abtrieb?

Trotz aller Zurückhaltung: McLaren-Mercedes betonte in den vergangenen Wochen mehrfach, dass man weiterhin das Ziel habe, beide Weltmeisterschaften zu gewinnen. Dafür muss man aber erst einmal an Fernando Alonso vorbei. Der Ferrari-Pilot führt nach wie vor mit 37 Punkten Vorsprung vor Hamilton.

"Natürlich kann er eingeholt werden", antwortet Whitmarsh auf die Frage, ob man dem Spanier den Titel noch entreißen könne. "Er macht allerdings einen fantastischen Job. Man konnte schon sehen, dass er oftmals nicht das schnellste Auto hatte aber dennoch einen großen Vorsprung aufbauen konnte. Er ist einer dieser Piloten, die trotz eines nicht so guten Autos oder zum Beispiel einer Strafe am Ende des Rennens doch in den Punkten liegen und man dann denkt 'Mist!'."

"Natürlich kann er eingeholt werden."
Martin Whitmarsh über Fernando Alonso

Auf dem Hungaroring in Budapest bewies McLaren anhand des Sieges von Hamilton bereits, dass man auf engen Kursen mit viel Abtrieb ebenfalls starke Leistungen zeigen kann. Nun reist die Formel 1 zum Nachtrennen nach Singapur, wo ebenfalls mit sehr viel Abtrieb gefahren wird.

Laut 'Sky Sports F1'-Experte Anthony Davidson müsse sich erst zeigen, ob McLaren dort ähnlich gut zurechtkommt wie in Ungarn: "Wir haben bereits gesehen, dass die Autos auf schnellen Strecken mit wenig Abtrieb wie Spa und Monza gut funktionieren", so der ehemalige Super-Aguri-Pilot. "Doch nun geht es auf eine Strecke, wo der höchste Abtrieb überhaupt gefragt ist." Angesichts dieser krassen Umstellung müsse sich laut Davidson erst noch zeigen, ob McLaren seine zuletzt starke Leistung auf Singapur übertragen kann.

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