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Gretchenfrage Reifen: Im Verständnis liegt der Schlüssel

Warum es in der laufenden Saison so schwierig ist, mit den Reifen umzugehen und welchen Einfluss die Pirelli-Pneus auf Fahrstil sowie Entwicklungsarbeit haben

Jenson Button
Viele Piloten haben festgestellt, dass der Pirelli-Reifen stark abbaut
© xpbimages.com

(Motorsport-Total.com) - Manche Piloten verfluchten sie, für den andere waren sie ein Segen: Über kein Thema wurde in der ersten Saisonhälfte 2012 so viel diskutiert wie über die Pirelli-Reifen. Der italienische Pneu wurde immer wieder genannt, wenn es um die stark schwankenden Leistungen einzelner Teams und Fahrer ging. Doch was macht es so schwierig, das Optimum aus dem Gummi herauszuholen? "Es ist eine komplizierte Frage. Ich könnte natürlich eine komplizierte Antwort geben", meint Sebastian Vettel.

Für Teamkollege Mark Webber ist es der Dreh- und Angelpunkt, wie viele Informationen den Ingenieueren vorliegen. "Der Schlüssel, alles aus den Reifen herauszuholen, ist, sie unter allen Bedingungen zu verstehen - bei allen Temperaturen, in langsamen und in schnellen Kurven. Das ist das Kniffligste." Für den Australier ist das Know-how aber nicht nur in der Pirelli-Frage entscheidend. "Es ist nicht nur das Chassis, nicht nur die Aerodynamik, alles spielt eine Rolle."

Weniger durchdrehende Räder und Übersteuern

Zumindest trägt der Pneu aber entscheidend dazu bei, dass die Fahrer bei der Lenkradarbeit nicht so zu Werke gehen wie noch in den Jahren zuvor. "Du musst deinen Fahrstil auf jeden Fall anpassen. Wenn du aggressiv fahren willst, musst du die Kurven anders nehmen", erklärt Lewis Hamilton, sonst für seine eher ruppige Herangehensweise bekannt. Weniger durchdrehende Räder und ein Auto, das sich ohne Driften um den Kurs bewegt, sind Maßnahmen, die Besserung versprechen.

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Hamilton geht ins Detail: "Es gibt da unterschiedliche Techniken. Es geht zum Beispiel auch darum, weniger Übersteuern zu haben und die Reifen geringeren Kräften auszusetzen." Hinzu kommt, dass die Formel 1 2012 generell über weniger Abtrieb verfügt. Der würde aber dabei helfen, die Reifen zum Arbeiten zu bringen und so konstanter zu machen. "Das Arbeitsfenster ist aber sehr schmal", bemerkt Vettel und erkennt in diesem Sachverhalt den Grund für die mangelnde Kontinuität.

Das ist auch deshalb der Fall, weil alle Kontrahenten in der Königsklasse von den Problemen gleichermaßen betroffen zu sein scheinen. "Da sitzen wir aber alle im selben Boot", unterstreicht Hamilton, der sich aber vorstellen kann, dass die Boliden die Reifen nicht alle so stark beanspruchen. "Der Wagen macht aber sicher einen großen Unterschied. Wenn dein Auto an der Hinterachse mehr Abtrieb hat oder eher untersteuert, dann solltest du im Rennen eher dazu in der Lage sein, deine Reifen zu schonen."

Viele Updates funktionieren nicht

Die vielen Fragezeichen, die bei der Entwicklungsarbeit auftauchen, haben auch zur Folge, dass es den Teams nicht leicht fällt, funktionierende neue Teile zu liefern. "Meiner Meinung nach haben wir in diesem Jahr gesehen, dass jeder etwas mehr zu kämpfen hat als früher. Es geht dabei nicht so sehr um das Einführen von Updates, sondern darum, das Auto damit auch zu verbessern", meint Vettel.

Er hat bei vielen Teams nach Erprobungen in Freien Trainings und auch in Rennen eine Rolle rückwärts beobachtet hat - nicht zuletzt auch bei Red Bull. Woran liegt das? "Du merkst halt, dass es dich nicht schneller macht. In diesem Jahr ist es einfach sehr schwierig, die Autos zu verstehen", erläutert der Heppenheimer und schließt den Kreis: "Das ist natürlich in Verbindung mit den Reifen zu sehen."

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