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Renault-Motorschaden: Zylinderkopf schuld?

Bei Renault schlägt in Silverstone wieder der Defekt-Teufel zu: Motorschaden bei Witali Petrow überschattet Ergebnis mit fünf Fahrern in den Top 10

Witali Petrow
Für Witali Petrow war heute schon vor der Aufwärmrunde Schluss
© Caterham

(Motorsport-Total.com) - Nach dem doppelten Lichtmaschinen-Problem von Valencia, der Sebastian Vettel den Sieg und Romain Grosjean mindestens einen Podestplatz kostete, musste Motorenhersteller Renault heute in Silverstone den nächsten technischen Defekt hinnehmen. Denn noch bevor der Grand Prix von Großbritannien überhaupt begonnen hatte, rollte Caterham-Pilot Witali Petrow aus.

Der Russe verlor auf der Hangar-Straight plötzlich Vortrieb und wollte sein Auto noch an die Box zurückrollen lassen, doch in der Boxeneinfahrt rieb sich der Antrieb dann komplett fest. Weil an einen Motorwechsel 20 Minuten vor dem Start nicht mehr zu denken war, hatte Renault schon vor Beginn eines seiner acht Fahrzeuge verloren, was einen Wermutstropfen an einem ansonsten höchst erfolgreichen Nachmittag darstellt.

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"Eine zweifache Podiumsplatzierung ist für unser Partnerteam Red Bull und auch für Renault ein fantastisches Ergebnis. Wir freuen uns sehr über dieses Resultat und sind gleichzeitig sehr erleichtert, dass wir die technischen Probleme von Valencia vor dem Rennen hier in Silverstone ausmerzen konnten", erklärt Renault-Einsatzleiter Remi Taffin. "Dennoch haben wir in puncto Zuverlässigkeit erneut kein perfektes Wochenende erlebt."

"Dieses Mal trat am Auto von Witali Petrow leider ein Fehler auf, den wir sehr bedauern."
Remi Taffin

"Dieses Mal trat am Auto von Witali Petrow leider ein Fehler auf, den wir sehr bedauern", entschuldigt sich der Franzose beim Caterham-Team von Tony Fernandes. "Dies ist umso ärgerlicher, da die Weiterentwicklungen, die Caterham für den Grand Prix von Großbritannien erstmals eingesetzt hat, offensichtlich sehr gut funktionierten und ein vielversprechendes Rennen erwarten ließen."

Nun ist Ursachenforschung angesagt: "Wir werden diesem Zwischenfall mit größter Aufmerksamkeit auf den Grund gehen und die Maschine in unserem Motoren-Workshop in Viry genau analysieren. Im Moment sieht es so aus, als hätte es zuerst im Bereich des Zylinderkopfes eine Unregelmäßigkeit gegeben. Eine Ursache hierfür konnten wir noch nicht finden. Unsere Aufgabe ist es nun, das Problem zu erkennen und zu lösen."

Abgesehen davon war Silverstone ein voller Erfolg für den Motorenhersteller, nicht nur wegen den beiden Red Bulls auf den Plätzen eins und drei. "Mit den Positionen fünf und sechs für das Team Lotus sowie dem neunten Platz für Williams haben Partner von Renault heute 50 Prozent der Punkteränge erobert", hält Taffin fest. Nur Pastor Maldonado (16./Williams) und Heikki Kovalainen (17./Caterham) gingen leer aus.

Für den Renault-Einsatzleiter ist dieses Abschneiden "der Beweis, dass die Integration unseres RS27-Achtzylinders in die verschiedenen Chassis prinzipiell sehr gut gelungen ist. Dennoch wartet auch weiterhin viel Arbeit auf uns, damit wir in Zukunft wieder mit der von uns gewohnten hohen Zuverlässigkeit aufwarten können und allen unseren Fahrern die Mittel in die Hand geben, um ihr Potenzial im Rennen optimal aufzeigen zu können."

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