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Gillan: "Waren nicht so konkurrenzfähig wie zuvor"

Der Williams-Chefingenieur erklärt, warum für sein Team und insbesondere für Bruno Senna ab Freitag alles schief lief - Zufriedenheit mit Aero-Updates

Mark Gillan und Bruno Senna
Bruno Senna bescherte Mark Gillan (links) und dem Team eine Menge Arbeit
© Williams

(Motorsport-Total.com) - Das Kanada-Wochenende war kein gutes für die - mittlerweile wieder - erfolgsverwöhnte Williams-Mannschaft. Pastor Maldonado und Bruno Senna fuhren im Rennen aus dem Hinterfeld los und erreichten das Ziel auf den Rängen auf den 13 und 17, die WM-Punkte blieben auf der Ile Notre-Dame. Chefingenieur Mark Gillan erklärt im Interview, warum sein Team in Montreal strauchelte.

Frage: "Mark, nach einigen Unfällen und einer Strafversetzung war das wahre Tempo des Williams in Montreal nicht zu sehen. Was wäre möglich gewesen?"
Mark Gillan: "Wir hatten einen sehr guten Longrun mit viel Benzin am Freitag und Pastor war am Samstagvormittag sehr schnell unterwegs. Wir gingen also ziemlich zuversichtlich in das Qualifying. Beide Fahrer hatten Unfälle und ihre Getriebe beschädigt, bei Pastor betraf es das für das Rennen vorgesehene - er musste also fünf Plätze zurück in der Startaufstellung."

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"Obwohl wir mit beiden Autos mit Ein-Stopp-Strategien viel Druck gemacht haben, waren wir schließlich nicht in dem Maße konkurrenzfähig wie zuvor. Durch das Feld zu kommen war nicht so einfach, wie wir gehofft hatten. Nichtsdestotrotz werden wir die Daten intensiv analysieren, speziell die Auswirkungen der Streckentemperatur und -entwicklung auf die Reifen."

Frage: "Wie haben die Updates am Auto funktioniert?"
Gillan: "Die aerodynamischen Neuerungen für Montreal haben die Leistung gebracht, die wir von ihnen erwartet hatten. Sie waren an beiden Autos installiert."

Frage: "Wie sehr hat Brunos Wochenende unter dem Unfall, den er am Freitag hatte, gelitten?"
Gillan: "Beide Sessions am Freitag waren bei Bruno von Problemen gezeichnet. Erst funktionierte das DRS nicht richtig, dann kam der Crash, der drei Ecken, den Front- und Heckflügel sowie das Getriebe des Autos in Mitleidenschaft zog. Die Mechaniker haben hart gearbeitet, um das Auto wieder aufzubauen und wir hatten genügend Teile, um wieder in der aktuellsten Konfiguration in den Samstag zu starten."

Frage: "Es war schwierig, sich für ein oder zwei Boxenstopps zu entscheiden. Was war rückblickend die bessere Strategie?"
Gillan: "In Anbetracht unserer Startpositionen mussten wir mit der Ein-Stopp-Strategie glücklich sein. Aber wir müssen uns genau ansehen, wie sich der Reifen während der Stints entwickelt hat, um sagen zu können, was schneller gewesen wäre."

Frage: "Jetzt kommt der Europa-Grand-Prix in Valencia. Was braucht es, um dort schnell zu sein?"
Gillan: "Ähnlich wie in Montreal ist der Kurs hart zu den Bremsen. Auch, weil die Außentemperaturen dort sehr hoch sein könnten, wird die Kühlung einem Härtetest unterzogen."

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