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Nürburgring: Kein "goldener Handschlag" in Sicht

Die Räumungsklage gegen die früheren Betreiber des Nürburgrings ist eingereicht, doch ein Schiedsverfahren ist nicht endgültig vom Tisch

Nürburgring
Der Nürburgring ist nach wie vor ein Thema im Landtag von Rheinland-Pfalz
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - "Das Land schmeißt den Pächtern am Ring keine Millionen hinterher." Mit diesen Worten bezog Grünen-Fraktionschef Daniel Köbler im Landtag von Rheinland-Pfalz klar Stellung zu den jüngsten Ereignissen um die berühmte "Grüne Hölle". Gegen die früheren Betreiber der Nürburgring Automotive GmbH (NAG), Jörg Lindner und Kai Richter, wurde mittlerweile eine Räumungsklage eingereicht, wie der 'Volksfreund' berichtet.

Laut dem 'Volksfreund' und der 'Rhein-Zeitung' belaufen sich die Kosten dafür auf insgesamt 213.000 Euro, allerdings seien nun lediglich 23 statt - wie ursprünglich erwartet - 171 Arbeitsplätze gefährdet. Unterdessen pochen Lindner und Richter auf eine Fortsetzung ihres Vertrages, nachdem ihnen das Land Rheinland-Pfalz im Februar 2012 den Laufpass gegeben hatte. Eine Klage wird angestrebt.

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Gleichwohl schließen die Beteiligten derzeit offenbar nicht aus, dass es noch zu einer gütlichen Einigung in der Nürburgring-Frage kommen könnte. Ein Schiedsverfahren liege im Bereich des Möglichen, betont Innenminister Roger Lewentz von der SPD und stellt hinsichtlich Lindner und Richter klar: "Wenn sie unsere Rahmenbedingungen akzeptieren, kann man darüber reden."

Die bereits in Gang gesetzte Räumungsklage könne schließlich noch abgewendet werden - zugunsten einer für alle Seiten einfacheren und angenehmeren Lösung. Darum bemühen sich die ehemaligen Leiter der NAG: "Ein Schiedsverfahren trotz der Aktivierung der Klagen durch das Land Rheinland-Pfalz ist ohne Vorbedingungen möglich und sinnvoller als ein jahrelanger Rechtsstreit."

Eine Abfindung an Lindner und Richter wird es aber aller Voraussicht nach nicht geben, wie die Politiker im Landtag von Rheinland-Pfalz betonen. "Es wird hier keinen goldenen Handschlag geben", sagt SPD-Fraktionschef Hendrik Hering und Lewentz ergänzt: "Wenn wir uns auf einen goldenen Handschlag eingelassen hätten, hätte ich die Empörung hier im Landtag gerne erleben wollen."

Auch Grünen-Fraktionschef Köbler stößt in dieses Horn: "Das Land schmeißt den Pächtern am Ring keine Millionen hinterher." Stattdessen wolle man "die Neuordnung konsequent weiterführen", meint Köbler. Wahrscheinlich ist jedenfalls, dass sich der Streit um die "Grüne Hölle" noch für geraume Zeit hinziehen wird, denn frühestens nach dem Ende der aktuellen Saison könnte sich etwas tun.

"Sollte das Land Rheinland-Pfalz unabhängig vom Ausgang des Schiedsverfahrens auf einer vorzeitigen Rückgabe des Unternehmens bestehen, könnte dies frühestens nach Ende der laufenden Saison zum 31. Oktober 2012 in einem geordneten wirtschaftlichen Komplex erfolgen", erklärt Lindner.

Die EU-Kommission wird damit vermutlich noch viel länger beschäftigt sein: In einem Prüfverfahren sollen staatliche Hilfeleistungen an die Rennstrecke in Höhe von 524 Millionen Euro noch einmal detailliert unter die Lupe genommen werden. Ein Prozess, der sich mindestens über 18 Monate, möglicherweise aber über Jahre hinweg erstrecken wird, wie 'Volksfreund' und 'Rhein-Zeitung' weiter berichten. Der Nürburgring bleibt also erst einmal ein politisches Diskussionsthema.

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