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Hamilton: "Es holperte gewaltig"

McLaren-Fahrer Lewis Hamilton spricht über seinen Grand Prix mit Handicap-Start und das kleine Problem bei seinem Boxenstopp in Barcelona

Lewis Hamilton
Lewis Hamilton kann nach seinem achten Platz im Rennen wieder lachen
© xpbimages.com

(Motorsport-Total.com) - Eine Strafe verhinderte, dass Lewis Hamilton (McLaren) beim Großen Preis von Spanien von der Pole-Position aus losfahren konnte. Stattdessen musste der Brite mit Startplatz 24 Vorlieb nehmen, schlug sich aber prima. Hamilton überholte zwei Drittel des Feldes und klassierte sich im Ziel auf dem achten Platz. Damit zeigt sich der Weltmeister von 2008 zufrieden, möchte aber schon bald endlich seinen ersten Saisonsieg einfahren. In seiner Medienrunde schildert Hamilton weitere Eindrücke.

Frage: "Lewis, aufgrund deiner Strafe musstest du in Barcelona von Rang 24 losfahren, sahst die Zielflagge aber als Achter. Eine tolle Aufholjagd! Wie lauten deine Eindrücke?"
Lewis Hamilton: "Ja, ich bin ziemlich zufrieden damit. Ich denke, das Team leistete klasse Arbeit. Das war das Beste, was ich tun konnte. Es war unglaublich hart. Ich war wohl einer der wenigen Piloten, die eine Zweistopp-Strategie absolvierten."

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"Die Leute sagen ja sonst immer, dass mein Fahrstil so aggressiv sei. In diesem Fall habe ich wohl bewiesen, dass dem nicht so ist. Ich wusste aber nicht, wie gut ich anfangs im Rennen lag, als ich mich nach vorn arbeitete. Meine weichen Reifen hielten lange durch. Ich hatte ein gutes Rennen und ein paar schöne Duelle mit meinen Konkurrenten."

Wieder ein Problem beim Boxenstopp ...

Frage: "Du hattest ja aber auch etwas zu beweisen, oder nicht?"
Hamilton: "Ich weiß nicht, ob ich etwas zu beweisen hatte. Ich denke, das war in meiner Karriere schon oft der Fall. An diesem Sonntag war es vielleicht eine Bestätigung für manche Leute. Ich hatte meinen Spaß. Das Team arbeitete prima bei den Boxenstopps. Das war eine große Steigerung im Vergleich zum vergangenen Rennen. Wir hatten zwar ein kleines Problem, doch das bereitete uns keine Schwierigkeiten."

Frage: "Nach einem so schwierigen Wochenende muss das Team sicherlich erst einmal durchschnaufen ..."
Hamilton: "In der Tat. Die Jungs arbeiten sehr hart und haben Besseres verdient. Wenn alles gut läuft, sollten wir uns in einer guten Position befinden. Das wird so kommen, früher oder später."

"Ich war nicht sicher, was da los war."
Lewis Hamilton

Frage: "Es gab wieder ein kleines Problem beim Boxenstopp ..."
Hamilton: "Richtig. Als ich losfuhr, holperte es gewaltig. Ich war nicht sicher, was da los war. Ich denke, einer der Reifen war im Weg. Das Auto war aber okay und die anderen Boxenstopps waren prima."

Frage: "Wie viel Spaß hattest du im Rennen?"
Hamilton: "Sehr viel. Ich liebe es, Rennen zu fahren. Es macht immer Spaß, Leute zu überholen. Es war eine große Herausforderung, von hinten nach vorn zu fahren. Ich wusste nicht, wie weit nach vorn es für mich gehen würde. Ich gab nicht eine Sekunde lang auf, sondern hielt durch bis zum Schluss. Darum geht es im Rennsport."

Frage: "Die WM-Favoriten holten heute fast durch die Bank nicht sehr viele Punkte. Das muss ein gewisser Trost sein ..."
Hamilton: "Ja. Ich denke, das war Schadensbegrenzung. Wir holten ein paar Punkte. Bedenkt man meine Ausgangslage, kann ich mich nun wirklich nicht beschweren. Ich bin stolz auf das Team und auch auf mich. Ich kämpfte und schonte zugleich meine Reifen. Das war eine schwierige Nummer."

Hamilton schont seine Reifen extrem

Frage: "Wenn ich mich nicht irre, warst du einmal fast 30 Runden lang auf einem Reifensatz unterwegs. Hättest du gedacht, dass das funktionieren könnte? War dir klar, dass du sie so lange haben würdest?"
Hamilton: "Ich wusste, dass wir recht lange damit auskommen mussten. Die Reifen davor hatten nur sieben Runden lang gehalten, weil ich lange Zeit hinter Massa festgehangen hatte. Dabei litten die Reifen massiv. Vier, fünf Runden lang war das okay, doch danach musste ich hereinkommen, sonst wäre ich von meinen Hintermännern überholt worden."

"Ich wusste nicht, was mich erwarten würde."
Lewis Hamilton

"Als ich wieder rausfuhr, sagten sie mir: 'Du hast noch 30 Runden vor dir.' Ich dachte nur: 'Ohje.' Als zehn davon hinter mir lagen und noch 20 zu fahren waren, rechnete ich mit einer schwierigen Aufgabe. Ich wusste aber nicht, was mich erwarten würde. Ich schonte einfach nur meine Reifen. So gut, wie mir das halt möglich war."

Frage: "War diese Strategie deine persönliche Entscheidung?"
Hamilton: "Nun, wir entschieden gemeinsam, nur zweimal an die Box zu fahren. Um ehrlich zu sein: Ich dachte eigentlich, dass wir drei Stopps absolvieren würden, denn du weißt nie, ob die Reifen halten. Ich weiß nicht wie, aber die Pneus hielten durch. Es gelang mir. Bei uns funktionierte die Zweistopp-Strategie wohl besser als bei allen anderen. Damit bin ich sehr zufrieden."

Frage: "Wie war es eigentlich am Start? Wie schwierig war es für dich, deine Emotionen im Zaum zu halten?"
Hamilton: "Es war kein Problem. Ich hatte den Samstag schon hinter mir gelassen. Heute war ein anderer Tag. Es war okay. Ich war kopfmäßig völlig befreit."

"Vor mir lag eine große Aufgabe, von so weit hinten loszufahren. Es erinnerte mich an meine Zeit im Kartsport. Dort mussten wir dergleichen ebenfalls manchmal tun. Damals lernte ich, wie man überholt. Glückwunsch an Williams und an Pastor (Maldonado; Anm. d. Red.). Ich freue mich sehr für sie. Es ist ein fantastisches Ergebnis."

Die Strafe als großes Handicap

Frage: "Wenn es nicht diese Strafe gegeben hätte, denkst du, du hättest das Rennen gewinnen können?"
Hamilton: "Hätte, wäre, wenn. Was wäre, wenn? Das ist nicht, wie ich mein Leben lebe. Heute muss man Pastor und Williams gratulieren. Sie leisteten klasse Arbeit. Es ist toll für sie. Wir machten den bestmöglichen Job. Natürlich: Hätten wir von unserer ursprünglichen Position aus losfahren können, wäre es wahrscheinlich ein ganz anderes Rennen geworden. Nichtsdestotrotz hatte ich viel Spaß dabei."

Frage: "Welche Lehren haben du und das Team aus den Ereignissen vom Samstag gezogen?"
Hamilton: "Es war ein kleiner Fehler, aber eine große Strafe. So ist das aber im Motorsport. Wir schluckten diese bittere Pille und stellten uns auf den Sonntag ein."

"Es ist, wie es ist. Ich machte das Beste daraus."
Lewis Hamilton

Frage: "War die Strafe deiner Meinung nach fair?"
Hamilton: "Nun, das spielt eigentlich keine Rolle. Es ist, wie es ist. Ich machte das Beste daraus."

Frage: "Wie sehr unterstützt dich deine Lebensgefährtin nach dem Rennen, wenn es mal gut oder auch mal weniger gut lief? Ist das eine Hilfe für dich?"
Hamilton: "Na klar. Sie unterstützt mich ungeheuer - und das bei allem, was ich tue. Das betrifft nicht nur den Rennsport, sondern auch alles andere. Egal, ob es gut oder schlecht ist. Das ist schon toll. Wenn es einmal nicht so läuft, unterstützt sich mich sogar noch viel mehr. Das ist aber auch, was deine Partnerin tun sollte, nehme ich an."

Frage: "Habt ihr gewisse Abmachungen, wonach gewisse Dinge vor oder nach dem Rennen tabu sind? Weil du zum Beispiel nicht abgelenkt werden willst oder dergleichen ..."
Hamilton: "Nun, sie weiß, dass sie mir vor dem Rennen aus dem Weg gehen sollte. Manchmal kommt sie zu mir in mein Zimmer, kurz bevor ich es verlasse. Ich bin aber mittlerweile so eingestellt, dass mich selbst die Queen vor dem Rennen grüßen könnte, ohne dass es ein Problem für mich wäre. Du musst einfach sicherstellen, einen klaren Kopf zu haben. Das ist wichtig."

Folgt in Monaco der erste Saisonsieg?

Frage: "Zurück zum Rennsport: Fünf Rennen, fünf unterschiedliche Sieger. Was hältst du davon?"
Hamilton: "Das ist unglaublich. Vielleicht sind auch wir irgendwann in diesem Jahr einmal an der Reihe."

"Ich hoffe, das Rennen war aufregend."
Lewis Hamilton

Frage: "Es ist schwierig, die Rennen zu verstehen. Kannst du uns da auf die Sprünge helfen?"
Hamilton: "Was soll ich sagen? Ich hoffe, das Rennen war aufregend. Wie es von außen gewirkt hat, weiß ich nicht, aber ich hatte viel Spaß. Die Herausforderung war groß."

Frage: "Als nächstes steht Monaco auf dem Programm. Eine Strecke, die du magst ..."
Hamilton: "Allerdings. Ich liebe Monaco. Ich hoffe sehr, dass wir dort ein viel besseres Wochenende haben werden. Es ist nun meine Heimstrecke. Ich freue mich schon sehr darauf."

Frage: "Wie gut wird McLaren dort aussehen?"
Hamilton: "Ich denke, unser Auto sollte weiterhin konkurrenzfähig sein. Das hoffe ich sehr. Das Team hat so gut gearbeitet, um unser Fahrzeug zu verbessern. Jetzt muss nur einmal alles zusammenpassen. Wenn das gelingt, dann erhalten wir auch die Ergebnisse, die wir verdienen."

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