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PK mit Vettel: Wer hat Kimi frische Reifen verkauft?

Sebastian Vettel spricht über den Weg zu seinem Sieg in Bahrain, das Duell mit Kimi Räikkönen und erklärt, warum er sich die WM-Tabelle noch nicht angeschaut hat

Sebastian Vettel
Sebastian Vettel gewann heute zum ersten Mal den Bahrain-Grand-Prix
© xpbimages.com

(Motorsport-Total.com) - 2010 hätte Sebastian Vettel in Bahrain eigentlich auch gewinnen sollen, damals scheiterte er jedoch an einer defekten Zündkerze. Zwei Jahre später hat es nun endlich geklappt: Der Red-Bull-Pilot fightete in einem spannenden Rennen Kimi Räikkönen nieder und übernahm mit seinem ersten Saisonsieg auch erstmals in diesem Jahr die WM-Führung.

Frage: "Gratulation, Sebastian. Als Titelverteidiger ist es immer schön, den ersten Saisonsieg zu feiern, wenn auch erst beim vierten Anlauf..."
Frage: "Ja. Ich finde, es war ein unglaubliches Rennen, extrem hart. Manchmal hatten wir einen vernünftigen Vorsprung. Auch der Start war sehr gut, und das war sehr wichtig. Ich konnte mich sofort von den Verfolgern absetzen. Das stellte sich als großer Vorteil heraus, denn wir mussten jedes Mal auf gebrauchte Reifen wechseln, weil wir gestern im Qualifying schon fast alle verwendet hatten. Wir konnten beobachten, wie Kimi nach vorne kam und sehr schnell war, genau wie Romain. Ein schwieriges Rennen, aber die Strategie ist gut aufgegangen."

Erneuter Dank dem Team

"Ich kann mich bei den Jungs in der Garage nur bedanken. Ich habe schon gestern gesagt, dass sie in den ersten vier Rennen unglaubliche Arbeit geleistet haben. Die Menge an Arbeit, die sie erledigen mussten und die ihnen wir abverlangt haben, weil wir mit dem Auto nicht zufrieden waren und immer wieder hier und da um Veränderungen bitten mussten - neue Teile montieren, dann alte Teile und doch wieder die neuen, immer wieder -, das war schon extrem hart. Sie verbrachten viele Stunden in der Garage, um das Auto nach unserem Geschmack herzurichten, und das ist uns dieses Wochenende zum ersten Mal gelungen. Ich war im Qualifying und im Rennen zufrieden, um ehrlich zu sein."

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"Kimi scheint irgendwo einen Reifenhändler gefunden zu haben, der ihm frische Reifen verkauft hat, denn er konnte jeden Stint mit frischen Reifen beginnen. Daher war es extrem schwierig, ihn hinter uns zu halten. Er war nahe dran und ich dachte, er würde es öfter probieren als das eine Mal, aber es hat gereicht. Am Ende konnte ich mich ein bisschen absetzen und den letzten Stint kontrollieren. Alles in allem bin ich sehr glücklich und stolz auf das Team."

"Man schaut, dass man erstmal mit knapp 100 die Garage trifft und ordentlich einparkt."
Sebastian Vettel

Frage: "Beim letzten Boxenstopp seid ihr gleichzeitig reingekommen. Was geht einem in dem Moment durch den Kopf, wenn man weiß: 'Jetzt stehen wir beide parallel da.' Fängt man da zu beten an?"
Vettel: "Naja, eigentlich nicht. Man schaut, dass man erstmal mit knapp 100 die Garage trifft und ordentlich einparkt. Das ist extrem wichtig für die Zeit, wie schnell dann der Boxenstopp ist, denn wenn man zu weit vorne parkt, zu weit hinten, zu früh anhält, dann irritiert das die Jungs, die den Schlagschrauber schon am Anschlag halten und nur noch aufsetzen. Dann geht's los. Das war erstmal das Wichtigste, und dann habe ich natürlich gesehen, dass es reicht und wir einen ziemlich schnellen Boxenstopp hatten. Also war ich damit sehr zufrieden."

Frage: "Wie wichtig war es, denn neuen harten Reifensatz am Ende zu haben?"
Vettel: "War schon wichtig. Auf der einen Seite war es wichtig, mit dem Satz, der fratze war, so lange wie möglich draußen zu bleiben. Wir wollten erst eine Runde früher reinkommen, aber da wir so ein bisschen wegziehen konnten und es relativ sicher war, dass er nicht vorbeikommt, haben wir noch eine Runde länger gemacht. Dann sind wir zeitgleich reingekommen."

"Mit dem neuen Satz am Ende tut man sich dann einfach ein bisschen leichter. Man gewinnt auf diesem Satz in der Regel einfach die drei, vier, fünf Runden, die man im Qualifying nicht fahren musste, und das hilft einem gerade zum Schluss. Wenn ein Reifen drei, vier, fünf Runden frischer ist, macht sich das schon sehr bemerkbar. Wir konnten uns den letzten Stint ein bisschen einteilen, aber es war trotzdem nicht leicht."

Fehler verboten

"Zum Schluss fielen die Rundenzeiten wieder in Richtung Keller. Das Auto fing sehr stark an zu rutschen, also war klar, dass kein einziger Fehler dabei sein durfte, kein Verbremser. Ein Bremsplatten hier ist fatal, denn Bahrain ist ein sehr anspruchsvoller Kurs, was die Bremsen angeht und die Vorderreifen. Da musste alles passen, aber es hat alles gepasst, deswegen ist alles gutgegangen."

"Wir waren vielleicht vom Tempo, das wir im Rennen gehen konnten, überrascht."
Sebastian Vettel

Frage: "Was wäre passiert, wenn das Rennen eine Runde länger gedauert hätte? Du bist gleich nach der Ziellinie stehen geblieben..."
Vettel: "Ja, ein paar Autos - ich war da unten in guter Gesellschaft! Ich glaube, Nico (Rosberg; Anm. d. Red.) ist auch dort unten stehen geblieben. Wir waren vielleicht vom Tempo, das wir im Rennen gehen konnten, überrascht. Diese Jungs haben uns ganz schön unter Druck gesetzt und wir konnten es uns nicht leisten, einmal nachzulassen, aber es hat gereicht. Wir wussten vor dem Start, wie viele Runden das Rennen hat, also hat das schon gepasst, schätze ich."

Frage: "Das beantwortet nicht die Frage..."
Vettel: "Ich war nicht der Einzige."

Frage: "Aber warum musstest du stehen bleiben?"
Vettel: "Ich weiß nicht. Sie haben mir kurz vor der Zieldurchfahrt gesagt, dass ich das Auto anhalten soll. Ich muss selbst noch fragen warum."

Frage: "Hat man dir nur gesagt, dass du stehen bleiben sollst?"
Vettel: "Ja, aber so etwas sieht man ja nicht zum ersten Mal. Es war ein sehr schnelles Rennen, das Tempo war extrem hoch und wir konnten nie nachlassen, weil wir von hinten immer Druck hatten. Ich habe alles gegeben und war zu müde, um noch eine Auslaufrunde zu fahren!"

Keine Gedanken ans 2010er-Drama

Frage: "Dabei musstest du so die ganze Boxengasse hochlaufen..."
Vettel: "Aber dafür hatte ich noch ein Extra-KERS."

Frage: "Hast du vor dem Rennen jede Zündkerze einzelne kontrolliert?"
Vettel: "Ich habe ehrlich gesagt gar nicht daran gedacht. Auch der Fluch ist jetzt gebrochen."

Frage: "Vier Rennen, vier verschiedene Sieger. Was sagt das über die Formel 1 2012 aus?"
Vettel: "Es ist eine sehr enge Saison. Die Autos liegen nahe beieinander und schon Kleinigkeiten können am Sonntag einen Riesenunterschied machen. Am Saisonbeginn haben wir gesagt, dass der McLaren bei weitem das beste Auto ist, mit Abstand, aber wir haben gesehen, dass das Bild am Sonntag anders sein kann. Ich glaube immer noch, dass sie eines der stärksten Pakete haben, aber wie gesagt muss man alles hinbekommen."

"Du brauchst die richtigen Reifen, du musst richtig mit ihnen umgehen, du musst während des Wochenendes das richtige Setup finden. Da gibt es einiges, worauf man achten muss. Ich bin sehr glücklich, dass wir jetzt hier sitzen, denn wir waren uns nicht sicher, wie konkurrenzfähig wir sein würden."

"China war eine sehr wichtige Lektion für uns, um die Schwächen des Autos ein bisschen besser zu verstehen, indem wir mit zwei verschiedenen Paketen gefahren sind. Hier haben wir uns auf das neue Paket festgelegt und das auf einer Strecke, auf der man auch viel Leistung braucht, vorangetrieben. Ich finde, Renault hat fantastische Arbeit geleistet. Platz eins, zwei und drei in Renault-Hand - da kann man nur gratulieren. Ich bin jetzt einfach nur glücklich. Mir ist ganz egal, was im nächsten Rennen passiert, zumindest heute. Jetzt lassen wir es uns gut gehen und dann pushen wir wieder für das nächste Rennen."

Besseres Gefühl von Anfang an

Frage: "Ist es eine Erleichterung, wieder in der Mitte des Podiums zu stehen?"
Vettel: "Natürlich bin ich glücklich. Wir mussten in den ersten paar Rennen extrem hart arbeiten, denn wir waren nicht, wo wir sein wollten, daher freut es mich ganz besonders, dass wir hier ein viel besseres Wochenende hatten. Schon am Freitagmorgen, als ich zum ersten Mal auf die Strecke fuhr, fühlte ich mich im Auto viel besser, was die Balance angeht. Es scheint, dass wir ein vernünftiges Paket gefunden haben, das auf dieser Strecke ganz gut funktioniert, daher bin ich zufrieden."

"Wie ich gestern schon sagte, verdanken wir das dem Team, den Jungs. Ich habe es schon angeschnitten, aber sie haben so hart gearbeitet und wir haben sie ganz schön rangenommen, hier an der Strecke und auch in der Fabrik, um die beste Konfiguration herauszufinden. Ich würde nicht hinter unsere Garage schauen, denn da geht es ziemlich hektisch zu und es ist ziemlich chaotisch - es wird hart gearbeitet und es liegen viele Teile rum. Also haben wir versucht, das beste Paket zusammenzubekommen."

"Gestern lief es im Qualifying wie gesagt sehr gut. Im Rennen war dann der gute Start entscheidend. Ich konnte mich gleich um drei bis vier Sekunden absetzen, was sich als entscheidend herausstellte. Als Romain an Lewis vorbei war, konnte er mehr oder weniger das gleiche Tempo gehen. Am Ende der Stints waren wir etwas besser. Im zweiten Stint war es ähnlich."

"Kimi hatte immer neue Reifen, daher wusste ich, dass er bis zur letzten Runde eine Gefahr sein würde. Ich habe versucht, am Anfang nicht zu viel zu verlieren. Im vorletzten Stint, als wir auf Option-Reifen waren, war Kimi auf Prime. Das war schwierig. Ich dachte, dass er ganz locker vorbeifahren würde, habe aber versucht, mich zu verteidigen. Einmal war es wirklich knapp, aber danach schien er die gleichen Probleme mit den Reifen zu haben und wir konnten einen kleinen Vorsprung herausfahren."

Hart umkämpft in jeder Phase

"Es war ein sehr enges und schwieriges Rennen. Was das Überholen und die Zweikämpfe angeht, war es kein besonders aufregendes Rennen für mich, aber ich wusste jede Kurve, dass ich mir keinen Fehler leisten darf. Ich habe das Auto die ganze Zeit auf der Strecke gehalten, was eine Hilfe war. Ein großartiges Ergebnis. Ich bin sehr glücklich."

Frage: "Dein letzter Boxenstopp war schneller, aber dann wurdest du ein bisschen von einem Caterham aufgehalten."
Vettel: "Ja, ein bisschen, aber da sitzen alle im gleichen Boot. Abhängig davon, wo man liegt, kann man ein bisschen aufgehalten werden, aber die Jungs, die wir überrundet haben, haben sich gut angestellt. Du wirst nie an jemandem vorbeikommen, ohne ein bisschen Zeit zu verlieren, aber da geht es Kimi oder Romain ja nicht anders - die haben die gleichen Probleme. Ich muss sagen, angesichts der Gummimurmeln und des Staubs neben der Ideallinie, dass sich alle sehr fair verhalten haben."

Frage: "Lotus hatte im Training einen um elf km/h besseren Topspeed und Kimi konnte noch dazu DRS drücken, als er hinter dir war. Warst du überrascht, dass du ihn hinter dir halten konntest?"
Vettel: "Ich dachte genauso, um ehrlich zu sein, als ich sah, dass er näher kam, denn wir haben schon das ganze Wochenende gesehen, dass sie auf den Geraden sehr schnell sind. Mir war bewusst, dass es schwierig wird, ihn hinter mir zu halten, sobald er einmal im DRS-Abstand drin ist. Er war nahe dran, hatte DRS und am Ende der Geraden sicher mehr Topspeed als ich."

"Man wählt sein Optimum nach Geschwindigkeit, Downforce, Topspeed - und man legt den Fokus auf das, was einem am wichtigsten ist. Ich glaube, dass wir uns richtig entschieden haben. Ich habe DRS im Rennen nur einmal gedrückt, aber danach war ich froh darüber, dass Kimi die gleichen Reifenprobleme hatte. So konnte ich aus der letzten Kurve heraus immer einen kleinen Vorsprung herausfahren - gerade genug, um die Gerade zu überleben. Ich glaube, wir hatten dort auch Gegenwind, was für das hintere Auto auch immer ein Vorteil ist. Aber es hat gerade gereicht."

Nicht kampflos aufgegeben

Frage: "Kimi hat gesagt, dass er nur eine Chance hatte, aber da musstest du dich ganz schön verteidigen, oder?"
Vettel: "Ja, schon. Mir war klar, dass es extrem schwierig werden würde, ihn in Schach zu halten, aber klar, vorbeiwinken tue ich ihn nicht! Mir war klar, dass es danach schwierig wird, ihn wieder zu überholen, denn auf dem Satz, auf dem ich war, war nicht mehr viel übrig."

"Im nächsten Stint waren sie schnell unterwegs und der Unterschied zwischen den Autos war nicht groß, also kein riesen Vorteil. Deswegen war es wichtig, davor zu bleiben, und er hat dann glaube ich die gleichen Probleme bekommen wie wir, hat sich mit den Reifen schwer getan. Wir konnten immer wieder aus der letzten Kurve ein bisschen eine Lücke schaffen, was gereicht hat, sodass er es nicht mehr probieren konnte."

Frage: "Wann war dir klar, dass du das Rennen gewinnen kannst?"
Vettel: "Zwei, drei Runden vor Schluss hatte ich drei Sekunden Vorsprung. Da wusste ich, dass es für Kimi schwierig wird, eine Sekunde pro Runde schneller zu fahren als wir. Er war auf den gleichen Reifen und wir hatten beide einen neuen Satz, daher fiel es mir da ein bisschen leichter, auf seine schnellen Zeiten zu reagieren. Davor war ich immer auf einem Satz, der drei, vier Runden älter und angefahren war. Das war ein Nachteil, aber die Pace und das Vertrauen waren da."

"Es war sehr knapp, aber ich konnte den Vorsprung halten. Dass wir den Boxenstopp um eine Runde verschoben haben, war auch hilfreich, weil wir so gleich viele Runden auf den Reifen hatten. Der Boxenstopp am Ende war entscheidend, denn die Jungs waren sehr schnell und danach hatte ich zwei Sekunden Vorsprung. Danach konnte ich das Rennen etwas mehr kontrollieren."

Unterhaltsame Weltmeisterschaft

Frage: "Was erwartest du jetzt vom Rest der Saison?"
Vettel: "Bisher macht das Zuschauen Spaß. Die vier Rennen waren extrem eng. Wir hatten ein Rennen, das ziemlich chaotisch war, Malaysia, mit Regen und so weiter. Kleinigkeiten können an einem Wochenende schon einen Unterschied machen - wie viele Reifen man noch hat, die Getriebeübersetzung, ob DRS effektiv ist oder nicht."

"Das Rennen hier war anders als das letzte, als alle in einer Kette aufgefädelt waren und niemand leicht überholen konnte. All das macht einen großen Unterschied, und von den Temperaturen her waren die ersten vier Rennen ganz unterschiedlich. Die Streckenlayouts waren auch unterschiedlich, daher überrascht es mich nicht, dass wir jedes Wochenende ein anderes Ergebnis haben."

"Ich glaube, dass es sehr schwierig wird, ein Wunder zu erschaffen."
Sebastian Vettel

Frage: "Jetzt stehen drei Testtage in Mugello bevor. Glaubst du, dass einige Teams, die in Problemen stecken, große Updates bringen werden, etwa Ferrari? Und was ist der Plan für euer Auto?"
Vettel: "Zunächst einmal glaube ich, dass es sehr schwierig wird, ein Wunder zu erschaffen. Die Regeln machen es dieses Jahr sehr schwierig, aber ich bin mir sicher, dass jedes Team etwas auf der Liste stehen hat. Wir haben auch schon erlebt, dass jemand neue Teile bringt, die nicht funktionieren, also müssen dich neue Teile nicht zwingend in die richtige Richtung bringen. Natürlich ist es nützlich, diesen Test in Mugello zu haben, denn so haben wir mehr Zeit als während der normalen Freitagstrainings, um etwaige neue Pakete zu evaluieren, die wir dann für die Woche danach in Barcelona haben."

Frage: "Ist es schön, wieder in der Weltmeisterschaft zu führen?"
Vettel: "Dafür ist es noch zu früh, ich habe mir die Tabelle dieses Jahr noch kein einziges Mal angesehen. Mit 25 Punkten mehr sieht sie ein bisschen besser aus, aber ich schaue mir das gar nicht an, weil es dafür noch zu früh ist. Jedes Rennen ist wichtig. Wir sehen, wie eng es zugeht, und Kleinigkeiten können an einem Sonntag einen großen Unterschied machen."

Neue Reifen als Vorteil

"Kimi startete als Elfter, hatte neue Reifen und konnte damit einen Unterschied machen. Ich war letztes Mal in einer ähnlichen Position, startete auch als Elfter. Okay, ich hatte eine beschissene erste Runde, aber wir hatten neue Reifen und konnten unsere Strategie am Ende nicht über die Runden retten. Das Ergebnis war trotzdem gut, aber das zeigt, wie umkämpft es zugeht. Hoffentlich werden wir in Barcelona stark genug sein."

"Man versucht, sich nicht von den äußeren Umständen beeinflussen zu lassen, soweit das halt geht."
Sebastian Vettel

Frage: "Hoffst du, dass das Rennen im nächsten Jahr unter anderen Voraussetzungen stattfindet, wenn es denn stattfindet?"
Vettel: "Klar. Ich lese ja auch, sehe die Bilder. Sowas überschattet natürlich das Rennen hier, aber es war wichtig für uns, uns auf das Wochenende zu konzentrieren. Man versucht, sich nicht von den äußeren Umständen beeinflussen zu lassen, soweit das halt geht. Aber ich glaube, es war für alle nicht einfach."

"Wichtig ist, dass bis jetzt alles gut verlaufen ist. Darüber bin ich erleichtert. Jetzt hoffen wir, dass auch der Rest gut verläuft, dass die Mechaniker erfolgreich zusammenpacken und wir dann friedlich nach Hause kommen. Die Menschen hier haben versucht, es so sicher wie möglich zu machen. Ein großes Dankeschön dafür. Hoffentlich kommen wir in Zukunft wieder hierher, und hoffentlich ist dann auch alles ein bisschen sicherer. Wir Fahrer werden manchmal dafür kritisiert, dass wir Fragen nicht beantworten. Es ist für Außenstehende, für Leute, die nicht hier sind, sehr leicht, solche Kommentare abzugeben. Aber lassen wir's am besten dabei..."

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