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Sutils Vater: "Adrian muss Abstand gewinnen"

03. Februar 2012 - 11:49 Uhr

Adrian Sutils Vater über die Verurteilung des Formel-1-Piloten: "Furchtbar unangenehm" - Jorge Sutil lässt kein gutes Haar am "falschen Freund" Lewis Hamilton

Adrian Sutil
Jorge Sutil begleitet seinen Sohn Adrian oft zu den Rennen
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Adrian Sutil hat sich nach seiner Verurteilung zu 18 Monaten auf Bewährung und 200.000 Euro Geldstrafe erst einmal zurückgezogen. Der Gräfelfinger wird über das Geschehene nachdenken und womöglich Pläne für seine motorsportliche Zukunft schmieden. "Der Schreck ist vorbei. Das Ganze ist furchtbar unangenehm für ihn. Er war noch nie mit so etwas konfrontiert. Ich hätte nie gedacht, dass er in eine solche Situation gerät", schildert Vater Jorge Sutil im 'Münchener Merkur'.

Vor allem am Verhalten seines eigentlich engen Freundes Lewis Hamilton hat Sutil wohl noch zu knabbern. Der Deutsche hatte dem Briten die Freundschaft gekündigt, nachdem der McLaren-Pilot ihm im Verfahren keinerlei Unterstützung hatte zukommen lassen. Hamilton war in der Partynacht in Schanghai dabei, als Sutil den Renault-Teilhaber Eric Lux mit einem Glas am Hals verletzte. Er erschien jedoch nicht vor Gericht, sondern ließ sich über sein Team entschuldigen.

"Das ist wirklich peinlich", sagt Jorge Sutil. "Lewis Hamilton ist nach Monaco umgezogen und war nicht in der Lage, Adrian seine neue Handynummer mitzuteilen. Er hat ihn oft angerufen, zum Beispiel, wenn er private Probleme hatte. Sein Vater schickt meinem Sohn eine Mail, dass er hofft, alles geht gut beim Prozess. Und Lewis Hamilton, der Ursache der Auseinandersetzung war, meldet sich nicht einmal. Da hat sich mein Sohn einen falschen Freund ausgesucht."

Die jahrelange Freundschaft der beiden Grand-Prix-Piloten, die schon als Teamkollegen zu Formel-3-Zeiten gut miteinander zurecht gekommen waren, dürfte nun beendet sein. "In einer Situation, in der Adrian Unterstützung bräuchte, lässt er über sein Team mitteilen, dass er einen anderen Termin hat. Er hätte auch anrufen und sagen können, dass er keine Lust hat zu kommen. Das hätte man akzeptieren können", sagt Sutils Vater. "Aber er hat sich nicht einmal persönlich gemeldet. Für einen großen Weltmeister ist das ein ziemlich schwaches Verhalten. Ich würde mich schämen."

Adrian Sutil erhielt unterdessen viel Zuspruch von Seiten seiner Fans. Dies baut ihn nach Aussage seines Vaters auf. "Es geht nicht nur um sein persönliches Ansehen, es geht auch um seine Karriere. Er zählt zu den Top-10 der Formel-1-Fahrer und muss sich jetzt damit beschäftigen, dass er irgendwie aus dieser Affäre herauskommt", so Jorge Sutil. "Zurzeit ist er nicht so gut auf die Formel 1 zu sprechen. Aber das war immer sein Traum. Jetzt muss er Abstand gewinnen, um dann die nächsten Schritte zu unternehmen."

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