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Vettel erklärt: Der Start im Detail

27. Juli 2010 - 20:08 Uhr

Sebastian Vettel erklärt, wie er am Start gleich zwei Kupplungswippen betätigen muss und was in Silverstone und Hockenheim schiefgegangen ist

Start in Hockenheim 2010
Sebastian Vettels Start in Hockenheim kostete ihn gleich zwei Positionen
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - An und für sich gilt Sebastian Vettel als hervorragender Starter, denn in den ersten neun Saisonrennen hat er nur einmal (Schanghai) Positionen verloren. Zuletzt fiel er auf den ersten Metern aber gleich zweimal hintereinander zurück - zuletzt in Hockenheim hinter Felipe Massa und Fernando Alonso von der Pole-Position auf den dritten Platz.

Nun erklärt er erstmals im Detail, wie es dazu kommen konnte: "Man hat zwei Kupplungspedale am Lenkrad. Eines hält man am Schleifpunkt, das andere komplett gezogen. Das erste lässt man los, sobald die Lichter ausgehen, und das Erste, was das Auto macht, hängt von der Elektronik ab. Da hat es leider nicht ganz gepasst. Die Drehzahlen sind in den Keller gefallen und dadurch habe ich die ersten fünf bis zehn Meter verloren", so der Red-Bull-Pilot bei 'Servus TV'.

"Ich habe gesehen, dass Fernando nicht den besten Start hatte - er war auf der schmutzigen Seite. Ich habe ihn lange Zeit gar nicht gesehen, sondern nur gehört; bin nach rechts rüber, um den Platz zu verteidigen. Er war im toten Winkel, denn unsere Rückspiegel sind sehr klein. Dann war er neben mir und dann war keine Chance mehr, den Platz zu halten. Und dann waren wir beide überrascht, dass Felipe die Chance nutzte, uns außen in der ersten Kurve beide zu kassieren", schildert Vettel.

Dass Red Bull ein Startproblem hat, glaubt er nicht: "Jedes Rennen und jeder Start hat seine eigene Geschichte", meint der 23-Jährige. "Wir standen in Bahrain auf Pole-Position und waren in der ersten Kurve praktisch alleine, also hatten wir einen viel besseren Start als alle anderen. In Australien waren wir in der ersten Kurve wieder praktisch alleine, obwohl da auf Intermediates bei sehr schwierigen Bedingungen gestartet wurde. Unsere Starts waren gut."

"Das vorletzte Rennen in Silverstone standen wir auf der sauberen Seite, hatten eigentlich gute Karten, aber dann war es überraschend, dass auf der schmutzigen Seite mehr Grip herrschte als auf der sauberen Seite. Man hat das ganz gut gesehen, wenn man die Autos dahinter angeschaut hat, denn Fernando stand direkt hinter mir und kam noch schlechter weg - eben die Ferraris, die jetzt an uns vorbeigezogen sind. In Hockenheim hat es einfach nicht sollen sein", seufzt er.

"Man versucht immer, das Beste rauszuholen, und manchmal fehlt da nicht viel", ergänzt Vettel. "Die Kupplung ist vielleicht nicht ganz in dem Bereich, wo sie sein sollte, und zack geht der Start in die Hose. Der Einfluss, den man als Fahrer hat, ist manchmal begrenzt. Wenn man das erste Pedal loslässt, ist man erst der Elektronik ausgesetzt - und dann kann man später eingreifen und entscheiden, wie man mit dem Gas und dem zweiten Kupplungspedal umgeht."

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