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Zeitung: BMW auf Betrüger hereingefallen

22. November 2009 - 14:21 Uhr

Die 'SonntagsZeitung' berichtet, dass BMW beim Verkauf an Qadbak auf einen Betrüger hereingefallen ist und der Deal platzen wird

Formel-1-Fabrik in Hinwil
Schlechte Nachrichten für Hinwil: Qadbak könnte angeblich eine Seifenblase sein
© BMW

(Motorsport-Total.com) - Seit BMW am 15. September den Verkauf seines Formel-1-Teams an Qadbak bekannt gegeben hat, zweifeln Branchenkenner an der Seriosität des Geschäfts. So wurde zum Beispiel in der ursprünglichen Pressemitteilung verschwiegen, dass die Transaktion erst über die Bühne geht, wenn das Team einen Startplatz für 2010 vorweisen kann. Das ist derzeit nicht der Fall.

Für Skepsis sorgte von Anfang an auch die Beteiligung des rechtskräftig verurteilten Betrügers Russell King an Qadbak. BMW bestätigte jedoch im Oktober auf Anfrage von 'Motorsport-Total.com', dass King nicht mehr für die "in der Schweiz ansässige Stiftung, die die Interessen von im Mittleren Osten und in Europa ansässigen Familien vertritt", tätig ist. So beschreibt BMW im offiziellen Wortlaut den künftigen Eigentümer.

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Recherchen der 'SonntagsZeitung' haben nun jedoch ergeben, dass es sich bei Qadbak um eine von King geschickt in ein undurchsichtiges Firmengeflecht eingearbeitete Seifenblase handeln könnte. Die Kollegen berichten wörtlich: "Der Verkauf des Rennstalls wird platzen, weil es die reichen Investoren hinter dem Käufer Qadbak nicht gibt." Dies soll mit ein Grund dafür sein, dass die FIA zögert, den 13. Startplatz für Qadbak/Sauber zu bestätigen.

Die 'SonntagsZeitung' hat auch die von King angegebene Bank Bahrain Capital International (BCI) durchleuchtet, die wegen der von ihr ausgestellten Bankgarantie der Dreh- und Angelpunkt des Verkaufs ist. BCI ist eine Tochterbank von First London, einem Institut mit nobler Adresse in der britischen Hauptstadt. First London teilt sich sein Büro in einem Keller jedoch mit anderen Kleinunternehmen und hat nicht einmal eine eigene Telefonnummer.

Hinter BCI hätte eigentlich die Königsfamilie von Bahrain stecken sollen, doch das Geschäft kam offenbar nie zustande, sodass die Bank bis heute nicht mehr als eine "leere Hülle" ist, wie die 'SonntagsZeitung' schreibt. King wird nun unterstellt, nur auf die Bestätigung des Startplatzes für das Team zu warten, denn dann würden diverse Gelder aus dem Einnahmentopf der Formel 1 fließen. Dabei geht es um geschätzte 40 Millionen Euro.

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