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Massa startet nicht: Medikamentös ruhig gestellt

25. Juli 2009 - 17:22 Uhr

Nach seinem schweren Unfall auf dem Hungaroring bleibt Ferrari-Pilot Felipe Massa mindestens eine Nacht in einem Budapester Krankenhaus

Felipe Massa
Per Hubschrauber wurde Felipe Massa nach Budapest ins Krankenhaus geflogen
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Wie mittlerweile durchgesickert ist, traf die rund ein Kilogramm schwere Feder, die sich zuvor vom Brawn-Auto Rubens Barrichellos aus der Hinterradaufhängung gelöst hatte, bei Tempo 220 auf den Helm von Felipe Massa. Die Feder traf diesen im linken oberen Bereich, vermutlich knapp über Visier-Höhe. Dabei zog sich der Rennfahrer aus Sao Paulo eine Schnittverletzung über dem linken Auge zu, die stark blutete.

Durch den Aufprall war der Ferrari-Pilot nicht mehr in der Lage, sein Fahrzeug zu kontrollieren, weswegen er geradeaus weiterfuhr und in die Reifenstapel krachte. Video-Aufnahmen lassen vermuten, dass er dabei gleichzeitig auf der Bremse aber auch auf dem Gas stand. Beim Aufprall in die Reifenstapel soll er deshalb noch rund 190 km/h schnell gewesen sein.

Massa soll nach dem Zwischenfall kurz das Bewusstsein verloren haben, kam dann aber schnell wieder zu sich. Allerdings war er sehr durcheinander, weswegen ihm nach Informationen unserer Kollegen von 'Speedweek' Beruhigungsmittel verabreicht wurden, um ihn in ein "leichtes Koma" zu versetzen und damit ruhig zu stellen. Ein FIA-Sprecher bezeichnete Massas Zustand als "stabil".

Bei den nun stattfindenden Untersuchungen im Krankenhaus muss festgestellt werden, ob Felipe Massa auch eine Gehirnerschütterung erlitten hat. Der Große Preis von Ungarn wird nur mit einem Ferrari-Piloten und 19 Fahrern stattfinden, denn ein Fahrer-Tausch ist nach dem Beginn des Qualifyings laut Reglement nicht möglich, und Massa kann nicht fahren: "Er wird morgen nicht fahren", bestätigte ein Ferrari-Sprecher.

"Schockierend, dass so etwas schon wieder passiert, wo beim letzten Mal gerade der Formel-2-Fahrer Surtees ums Leben gekommen ist", meinte Williams-Pilot Nico Rosberg auf den Vorfall von 'RTL' angesprochen und fordert: "Da müssen wir uns echt mal was überlegen."

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