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Laut FOTA müsste Irvine Weltmeister sein

07. März 2009 - 18:55 Uhr

Das wären die Formel-1-Weltmeister laut FOTA-Punktesystem: Eddie Irvine hätte ebenso bereits einen WM-Titel wie Felipe Massa

Eddie Irvine
Wäre nach FOTA-System im Jahr 1999 Weltmeister geworden: Eddie Irvine
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Die Formula One Teams Association (FOTA) hat diese Woche in Genf ihre Vorschläge für die Zukunft der Königsklasse präsentiert. Darunter fand sich wenig Revolutionäres, aber auch zumindest eine interessante Facette: ein neues Punktesystem. Die Teams wollen damit dem Wunsch von Bernie Ecclestone nachkommen, Siege stärker zu belohnen.

Seit 1991 gibt es in der Formel 1 keine Streichresultate mehr. Bis 2002 wurden die Top 6 (10-6-4-3-2-1) mit Zählern bedacht, seit 2003 die Top 8 (10-8-6-5-4-3-2-1). Der FOTA schwebt nun ein neues Wertungssystem vor, das erst noch von der FIA abgesegnet werden muss: 12-9-7-5-4-3-2-1. Die Frage, die sich unsere Leser nun bestimmt stellen, ist: Hätte sich durch diese Punktevergabe an vergangenen Weltmeisterschaften etwas geändert? Und die Antwort lautet: Ja!

1994 wäre beispielsweise nicht Michael Schumacher Champion geworden, sondern Damon Hill. Schumacher setzte sich damals durch eine Kollision beim Finale in Adelaide mit 92:91 durch. Nach FOTA-System hätte er jedoch mit 114:121 das Nachsehen gehabt. 1997 hätte sich Schumacher den Titel zurückgeholt: Aus einem 78:81 gegen Jacques Villeneuve wäre ein 107:104 geworden - freilich vorbehaltlich der FIA-Disqualifikation wegen des Rammstoßes beim letzten Grand Prix in Jerez.

Die vielleicht größte Überraschung beschert uns aber die nachträgliche Analyse des WM-Ausgangs von 1999: Mika Häkkinen gewann damals mit 76:74 gegen Eddie Irvine, doch nach FOTA-System wäre Irvine mit 109:103 erster Ferrari-Weltmeister seit 20 Jahren geworden - noch vor Michael Schumacher! Und auch 2008 hätte ein Ferrari-Pilot den Titel geholt: Felipe Massa mit 113:113 und mehr Siegen vor Lewis Hamilton.

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