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Hamilton: "Das Qualifying ist vorentscheidend"

25. Juli 2008 - 15:34 Uhr

Die beiden McLaren-Mercedes-Piloten Lewis Hamilton und Heikki Kovalainen blicken voraus auf den Großen Preis von Ungarn und dessen Besonderheiten

Heikki Kovalainen
Heikki Kovalainen würde in Ungarn sehr gerne ein gutes Ergebnis einfahren
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Bei McLaren-Mercedes klafft nach dem Großen Preis von Deutschland die Erfolgsschere weit auseinander: Während Lewis Hamilton als Tabellenleader nach Ungarn kommt und bereits 58 WM-Punkte auf seinem Konto hat, wird Teamkollege Heikki Kovalainen mit nur 28 Zählern auf dem sechsten Meisterschaftsplatz aufgeführt. Beide Fahrer haben also durchaus unterschiedliche Voraussetzungen, wenn sie am kommenden Wochenende den Hungaroring unter die Bridgestone-Reifen nehmen.

"Wir waren in den vergangenen beiden Rennen stark, doch in den Grand Prix davor hatten wir Probleme", sagte Hamilton im Vorfeld des Ungarn-Rennens. "Ich möchte deshalb keine Vorhersagen machen. Nur soviel: Wir haben ein super Auto und es macht Spaß, damit zu fahren. Es gibt immer noch ein paar Möglichkeiten der Feinabstimmung, um noch mehr aus dem Auto herauszuholen, und das ist ein gutes Gefühl."

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Hamilton bleibt bei seiner Herangehensweise

"Diese Strecke unterscheidet sich deutlich vom Hockenheimring, wo wir zuletzt unterwegs waren. Dort kannst du aus dem Windschatten heraus attackieren, in Ungarn gibt es hingegen kaum Überholmöglichkeiten. Das Qualifying ist deshalb vorentscheidend und bei der Strategie kommt es vor allem darauf an, die optimale Benzinmenge und damit das Gewicht für den ersten Stint zu ermitteln."

"Außerdem darfst du bei der zu erwartenden Hitze auch nicht die Konzentration verlieren. Ich gehe nicht mit übertriebenem Optimismus in dieses Rennwochenende - auf so einer speziellen Strecke kann sich niemand allzu sicher sein. Es wäre einfach zu sagen, dass ich vor jedem Rennen einen gewissen Respekt habe."

"In Wirklichkeit habe ich mich nicht geändert und ich bin offensichtlich erfolgreich damit, alles für ein gutes Ergebnis zu geben und am Limit zu fahren. Gefährlich wird es, wenn du mitten in der Saison deine Haltung wechselst. Ich bin auf meine Art bisher gut gefahren und ich müsste es mir wirklich reichlich überlegen, das zu ändern."

"Auch in Ungarn wird es an diesem Wochenende deshalb wieder heißen - business as usual", schloss der Brite seinen Ausblick auf den Großen Preis von Ungarn und übergab das Wort an Teamkollege Kovalainen: "Auf dieser Strecke musst du das Auto dazu bringen, für dich zu arbeiten, denn du kannst eine schnelle Runde nicht erzwingen."

Kovalainen wünscht sich ein gutes Ergebnis

"Du musst die Abstimmung mit viel Geduld optimieren, dann hast du es im Rennen einfacher. Wenn du mit dem Auto kämpfst, mit der Hitze und der kurvenreichen Strecke, dann bist du am Ende des Wochenendes auch am Ende deiner Kräfte. Wie in Kanada, so wirst du auch auf dem Hungaroring bestraft, wenn du von der Ideallinie abkommst."

"Willst du auf dem Hungaroring schnell sein, musst du sauber fahren und geduldig bleiben", wie der finnische Silberpfeil-Pilot aus Erfahrung weiß. "Ich bin hier ein paar Mal in der GP2-Serie gefahren und der Grand Prix vor einem Jahr war eines meiner besten Formel-1-Rennen. Ich wurde zwar nur Achter, aber ich kämpfte Runde um Runde mit Nico Rosberg und gab vom Start bis ins Ziel 100 Prozent."

"Es war eines dieser Duelle, die im Fernsehen nicht gezeigt werden, aber ich war hinterher sehr stolz und zufrieden", meinte Kovalainen, der bislang deutlich im Schatten des Überfliegers Lewis Hamilton stand. "In diesem Jahr würde ich das Team gern mit einem guten Ergebnis für seine harte Arbeit belohnen", wünschte sich Kovalainen abschließend.

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