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Donington freut sich über das Formel-1-Comeback

04. Juli 2008 - 14:28 Uhr

Auch in Zukunft wird es ein britisches Rennen im Formel-1-Kalender geben - Donington ist die neue Heimat des Grand Prix - Silverstone scheidet aus

David Coulthard
Richtungswechsel: Die Formel 1 verlässt Silverstone und fährt in Donington
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Ausgerechnet am im Rahmen des Rennwochenendes wurde offiziell verkündet, was die Streckenbetreiber in Silverstone sicherlich tief getroffen hat: Ab 2010 wird der britische Grand Prix nicht mehr in Silverstone ausgetragen. Stattdessen werden die Fahrer in Donington Gas geben und dem Flugplatzkurs vorerst den Rücken zuwenden. In Donington ist die Freude verständlicherweise groß, plant man doch ein umfangreiches Investitionsprogramm für die kommenden Jahre.

"Wir sind natürlich hocherfreut und sehr stolz darauf, die Rechte erworben zu haben, um ab 2010 die Formel 1 wieder nach Donington zurückzuholen", ließen die Geschäftsführer und Besitzer des Donington Park, Simon Gillett und Lee Gill verlauten. "Als wir zu Beginn des vorigen Jahres die Strecke samt dem dazugehörigen Umfeld erworben haben, stellten wir unsere Engagement klar heraus, das volle Potential des Parks ausschöpfen zu wollen."

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Donington: geschichtsträchtiges Pflaster

"Wir wollten die nötigen Investitionen in aktuelle und künftige Events tätigen, um Donington wieder neues Leben einzuhauchen und seine führende Position als einer der markantesten Kurse der Welt zu bestätigen", fuhren die beiden fort. Für Rennsportfans ist der britische Kurs jedenfalls keine Unbekannte. So mancher Formel-1-Enthusiast wird auch noch mit Freuden an den vorerst letzten Grand Prix in Donington zurückdenken.

1993 setzte sich Ayrton Senna im Regen von Donington selbst ein Denkmal, als er in der Startrunde nicht weniger als fünf Autos überholte und in beeindruckender Manier an die Spitze des Feldes vorstieß. Für viele Fans gilt dieser Rennauftakt als der beste aller Zeiten, zumal auf der regennassen Piste äußerst schwierige Bedingungen herrschten und Sennas Rennfahrerkollegen zu Statisten degradiert wurden.

Ab 1994 war die Formel 1 in Silverstone unterwegs, während in Donington die Zweiräder der MotoGP sowie die Wagen der DTM ihre Runden drehten. "Jetzt haben wir ein neues und aufregendes Kapitel in der Geschichte des Parks aufgeschlagen und dieses wird bedeutende Investitionen und regionale Entwicklungen mit sich bringen, wobei wir nebenbei die Zukunft eines der wichtigsten und bedeutendsten Sportevents in Großbritannien sichern", meinten Gillett und Gill.

Große Pläne in Donington

"Die heutige Vertragsunterzeichnung mit dem Formula One Management (FOM) beschließt eine ganze Reihe von kommerziellen Verhandlungen, die ohne die Hilfe von Bernie Ecclestone und der FOM nicht möglich gewesen wären. Nichtsdestotrotz steht Donington noch immer in Verhandlungen mit anderen, sehr wichtigen dritten Parteien, die aber in den kommenden Tagen ebenfalls zu Ende sein sollten."

Vorerst zu Ende sind auf alle Fälle die Gastspiele der Formel 1 in Silverstone, wenn die Zielflagge beim Grand Prix 2009 geschwenkt wurde. Formel-1-Chef Bernie Ecclestone und FIA-Präsident Max Mosley zeigten sich ebenfalls zufrieden mit dem Deal und stellten Silverstone abschließend nicht unbedingt die besten Noten aus. Dort hatte man sich bis zuletzt Hoffnungen auf den Verbleib des Rennens gemacht.

Große Pläne halfen nicht dabei, den Grand Prix an der Traditionsstrecke zu halten, ab 2010 fungiert nun also Donington als Gastgeber für die Formel 1. Und auch dort soll kräftig investiert werden: Knapp 130 Millionen Euro lassen sich die Streckenbetreiber in Donington ein neu aufgestelltes Fünfjahresprogramm kosten, um den Kurs bestmöglich auf die Rückkehr der Formel 1 vorzubereiten. Außerdem könnte möglicherweise ein gewisser Bernie Ecclestone als Organisator auftreten...

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