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Vettel: "Wer nicht darüber nachdenken würde, wäre blöd"

09. April 2008 - 14:25 Uhr

Sebastian Vettel im etwas anderen Interview über Glücksbringer, Komiker, Freundin, Vorbild und feuerrote Autos

Sebastian Vettel
Welches Interview-Thema wird die Wunderlampe wohl als nächstes zeigen?
© GEPA

(Motorsport-Total.com/Premiere) - Im Vorjahr ließ Sebastian Vettel groß aufhorchen, als er erst bei seinem Renndebüt für das BMW Sauber F1 Team einen Punkt abstaubte und später für Toro Rosso einen vierten Platz einfahren konnte. In diesem Jahr läuft es für den 20-Jährigen noch nicht so rund, denn er konnte keines der ersten drei Rennen beenden. Im Interview mit dem TV-Sender 'Premiere' sprach Vettel aber nicht nur über seinen Beruf.

Vettel gilt als beinahe idealer Interviewpartner, der niemals um eine smarte Antwort verlegen ist und auch durch seine offene Art zu beeindrucken weiß. Im Wüstensand von Bahrain stellte er sich einer ganz anderen Art von Interview - denn ihm wurden lediglich Bilder aus der Wunderlampe vorgesetzt. Was er dazu zu sagen hatte, lesen Sie hier.


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Das Glücksschweinchen

"Ja, ich habe selbst Glücksbringer immer in der Hosentasche im Rennen dabei. Und ich hoffe natürlich, dass sie Glück bringen. Das ist noch von früher, da war ich noch ein kleines Kind und wir kamen von einem Kartrennen. Das ist weniger gut gelaufen. Und wie es halt so ist, wenn man dann nach Hause fährt, irgendwann muss man tanken."

"Wir sind also an die Tankstelle gefahren und mein Vater hat dann bezahlt und hat dann so ein kleines Pfennig-Glücksschweinchen mitgebracht. Da hat er zu mir gesagt: 'Da, das steckst du jetzt in die Tasche und das nächste Mal wird's besser.' Und seitdem ist es eben immer dabei gewesen."

Der Komiker

"Otto Waalkes. Als kleines Kind hab ich eine Kassette von ihm geschenkt bekommen - ich weiß gar nicht mehr genau wieso und von wem - aber ich weiß nur noch, dass ich sie so oft angehört habe, bis sie dann schließlich kaputt war. Und das war eine Show von Otto und ich hab da immer alles Mögliche nachgemacht und das ganze rauf- und runtergespielt.

"Meine Schwestern konnten das schon gar nicht mehr hören. Ich hoffe für die Zukunft, ihn mal persönlich zu treffen. Ich war schon immer ein bisschen der Klassenclown, also einer der weniger aufgepasst hat, sondern mehr Blödsinn im Kopf gehabt hat, als was anderes."

Die Freundin

"Mittlerweile bin ich seit fast zwei Jahren mit ihr zusammen. Und, wie das halt so ist, man kann sich da ja nicht aussuchen. Was ich damit meine: Davor hatte ich keine Freundin oder habe eben nie in Betracht gezogen, mal eine Freundin zu haben - tja, und auf einmal war's dann soweit. Sie ging eine Klasse unter mir in die Schule."

Das Race of Champions

"Im Vorjahr, zusammen mit dem Michael (Schumacher; Anm. d. Red.). Es war natürlich eine Ehre, an seiner Seite fahren zu dürfen. Man hat dann die Möglichkeit, ihn ein bisschen besser kennenzulernen. Er ist wirklich ein ganz feiner Kerl, ein ganz normaler Typ, sehr bodenständig - also ganz normal."

"Und sobald er im 'nem Auto sitzt - egal ob das jetzt ein Formel 1 ist oder ein Buggy oder ein Rallyeauto - da versucht er, alles zu geben und wie ein kleines Kind freut er sich dann an dem Auto, an dem Autofahren. Und ich glaube, das ist auch etwas, was ihn über die Jahre ausgezeichnet hat. Ja, absolut. Nach dem Race of Champions noch mehr als vorher."

Das rote Auto

"Es überrascht mich und macht mich stolz zugleich. Also es ist gewiss nicht so, dass ich glaube, dass die Leute jetzt automatisch an mich denken müssten. So habe ich das eigentlich von meinem Vater Grund auf gelernt, alles Schritt für Schritt zu machen und nichts zu überstürzen."

"Ich denke, das hat bis jetzt gut funktioniert." Und sehen wir dich eines Tages dann auch einmal im Ferrari, Sebastian? "Ich bin der Meinung, wer nicht darüber nachdenken würde, wäre blöd. Ganz ehrlich, von daher muss man dann sehen..."

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