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Kovalainen war beim Crash kurz bewusstlos
Die Felge von Heikki Kovalainen, die im Rennen in Barcelona gebrochen ist, hatte erst 14 Kilometer drauf - Fahrer war anfangs bewusstlos
(Motorsport-Total.com) - Die gute Nachricht zuerst: Der Gründlichcheck von Heikki Kovalainen in einem Krankenhaus in Barcelona ist ergebnislos verlaufen, der McLaren-Mercedes-Pilot hat sich also keinerlei schwere Verletzungen oder sonstige Traumata eingehandelt. Selbst eine Teilnahme am Türkei-Grand-Prix wird vom Team schon vorsichtig in Aussicht gestellt.
Unmittelbar nach dem Aufprall mit mehr als 200 km/h in der Auslaufzone der Campsa-Kurve, die zum Glück durch breite Reifenstapel gesichert war, dürfte Kovalainen nur schwarz gesehen haben - und zwar in doppelter Hinsicht: Erstens war sein Silberpfeil so tief in die Barriere eingegraben, dass das Cockpit gar nicht zu sehen war, und zweitens war er kurz bewusstlos. Erst während der Bergung wachte er auf und gab per Daumen hoch Entwarnung.

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Team wurde von der FIA informiert
Das Team tappte über seinen Zustand zunächst im Dunkeln, wurde dann aber rasch informiert: "Wir erhielten von der FIA zehn bis 15 Minuten nach dem Unfall erste Anhaltspunkte, wie es ihm geht. Dann kamen weitere Informationen aus dem Medical-Center und schließlich auch aus dem Krankenhaus", gab Teamchef Ron Dennis am späten Nachmittag im Rahmen einer Journalistenrunde zu Protokoll.
Als der gelbe Rettungshubschrauber von der Strecke in Richtung Krankenhaus abhob, war Kovalainen schon wieder voll ansprechbar. Rein präventiv wurde er dennoch mittels Halskrause und Trage stabilisiert. Begleitet wurde der 23-Jährige von McLaren-Mercedes-Teamarzt Aki Hintsa, seiner britischen Freundin und Toyota-Teamarzt Ricardo Ceccarelli. Später kam dann auch McLaren-Geschäftsführer Martin Whitmarsh nach.
Unfallursache noch nicht sicher geklärt
Noch immer nicht hundertprozentig geklärt ist die Unfallursache, aber es gibt sehr präzise Anhaltspunkte. Fest steht, dass die Felge gebrochen ist, was zum verheerenden Reifenschaden geführt haben dürfte. Der Grund für den Felgenbruch war höchstwahrscheinlich ein kleines Steinchen oder Teil, das irgendwie zwischen Felge und Reifen geschlüpft ist. Ein ähnliches Problem hatte 2007 am Nürburgring zu einem schweren Unfall von Lewis Hamilton geführt.
"Es war wohl eine gebrochene Felge. Das ist sehr ungewöhnlich", erläuterte Dennis. "Vor dem Rennen hatte die Felge erst 14 Kilometer drauf, sie war also brandneu. Wir müssen die Komponenten genau untersuchen. Normalerweise hat das etwas mit dem Partner zu tun, der für uns die Felgen herstellet (Enkei; Anm. d. Red.), aber es wäre völlig unangemessen von mir, vor einer eingehenden Analyse schon einen Kommentar abzugeben."












