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Barrichello: "Ich will immer noch siegen"

02. April 2008 - 10:47 Uhr

Rubens Barrichello kann in dieser Saison den Grand-Prix-Rekord von Riccardo Patrese brechen: "Ich bin stolz auf mich"

Rubens Barrichello
Rubens Barrichello bestreitet zur Zeit seine 16. Grand-Prix-Saison
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Rubens Barrichello ist der Veteran unter den aktuellen Grand-Prix-Piloten. Der Brasilianer ist seit 1993 ununterbrochen in der Formel 1 aktiv und kann den Rekord von Riccardo Patrese mit 256 GP-Starts beim ersten Europarennen des Jahres in Barcelona einstellen. Der Italiener war Ende 1993 zurückgetreten, weil er gegen den damals kometenhaft aufstrebenden Benetton-Teamkollegen Michael Schumacher kaum noch einen Stich bekommen hatte.

Während Patrese schnell das Handtuch im Kampf gegen den übermächtigen Deutschen geworfen hatte, biss sich Barrichello jahrelang als Schumi-Teamkollege bei Ferrari durch. "Ich habe mir den Hintern aufgerissen, da könnt ihr Ross Brawn fragen. Ich habe ständig versucht, irgendwie einen Weg an ihm vorbei zu finden, aber letztlich habe ich dann das Team gewechselt. Ich brauchte irgendwie eine eigene Welt für mich, einen eigenen Platz zum Gewinnen", beschrieb der 35-Jährige im Magazin 'gpweek.com'.

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"Harte Zeiten sind in der Formel 1 auch gute Zeiten, weil man lernt damit umzugehen. Die Siege, die ich in der Zeit errungen habe, machen mich besonders stolz, weil ich eben damit klargekommen bin. Wir hatten technisch immer die gleichen Voraussetzungen. Den gleichen Motor, das gleiche Getriebe und so weiter. Ferrari hatte immer das Ziel, einen Doppelsieg zu erringen. Aber es gab eben dabei auch immer die Präferenz, wer gewinnen sollte", so Barrichello über den teaminternen Zweikampf.

"Ich mag Michael als Mensch. Er war nicht nur ein guter Fahrer, sondern ein absoluter Perfektionist, wenn es darum ging, das Auto für sich einzustellen, damit es wirklich in jeder Kurve passt. Und das hat er mir beigebracht", sagte der Brasilianer rückblickend. In seiner Ferrari-Zeit neben Michael Schumacher konnte er immerhin neun mal siegen. Wegen des herausragenden Temperaments und seinem Ruf als Pechvogel waren alle Erfolge bislang hoch emotional, häufig flossen Tränen.

Ross Brawn und Rubens Barrichello
Ferrari-Freunde wieder bei Honda vereint: Ross Brawn und Rubens Barrichello
© xpb.cc

Bei seinem Honda-Team ist er nun wieder mit seinem früheren Ferrari-Chef Ross Brawn vereint. "Ross hat das Team über Nacht verändert. Wir hatten ohnehin schon gute Seiten, aber es fehlte uns ein Leader auf technischer Seite. Und da passt er perfekt hinein. Er holt aus dem Team das Beste heraus", ist sich Barrichello sicher, dass sein Honda-Team einen deutlichen Aufschwung erleben wird.

Der Brasilianer setzt fest darauf, dass er von den erwarteten neuen Honda-Stärken auch in Zukunft noch profitieren können wird. Denn über ein mögliches Ende der Formel-1-Karriere denkt er bislang noch nicht nach: "Ich stelle mich immer auf die Gegenwart ein. Ich will immer noch gewinnen. Man weiß ja nie, was die Zukunft so bringen wird. Es ist nicht mein letztes Jahr. Ich möchte meine Karriere mit mehr als 300 Grands Prix und mit Slickreifen beenden."

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