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Anti-Rassismus-Kampagne nimmt Formen an

29. März 2008 - 17:40 Uhr

Nach den rassistischen Übergriffen auf Lewis Hamilton wird die FIA ihr Anti-Rassismus-Programm Ende April beim Barcelona-Grand-Prix starten

Lewis Hamilton
Lewis Hamilton war in Barcelona Opfer eines rassistischen Übergriffs geworden
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Nachdem so genannte Formel-1-Fans bei Testfahrten in Barcelona im Februar Lewis Hamilton mit rassistischen Parolen beschimpft hatten, war ein Aufschrei durch die Grand-Prix-Szene geschallt. Rassismus als neues unangenehmes Phänomen in der Formel 1? Nein - einen solch gearteten Fall hatte es bis zu dem Zeitpunkt nicht gegeben und ähnliche Szenen haben sich auch seitdem nicht wiederholt. Trotzdem hält die FIA an ihrem geplanten Anti-Rassismus-Programm fest.

Die Motorsportbehörde hat jüngst Kooperationen mit der britischen Initiative 'Kick it Out' sowie der Organisation 'Football against Racism in Europe' geschlossen, um ein wirksames Programm für den Auftakt des FIA-Programms Ende kommenden Monats auf die Beine zu stellen. Beim Grand Prix in Spanien soll es verschiedene Aktionen gegen Rassismus geben, die Betreiber der Barcelona-Strecke haben höhere Sicherheitsmaßnahmen versprochen.

Anti-Hamilton-Plakat
Mit Sprüchen auf Plakaten und T-Shirts war Lewis Hamilton angegriffen worden
© xpb.cc

"Motorsport hat ein sehr sauberes Image und ist ein sehr internationales Ereignis", sagte die Leiterin der Initiative 'Kick it Out', Piara Powar. Und weiter: "Man verbindet den Rennsport einfach gar nicht mit der schmutzigen Welt des Rassismus." Man müsse für die Formel 1 ein ganz spezielles Programm erstellen, da der Grand-Prix-Sport schlichtweg mit anderen Sportarten nicht vergleichbar sei.

"Die Formel 1 zieht von Land zu Land. Es gibt also keine wirklichen Heimspiele oder ähnliches. Es gibt auch keine Schlachtenbummler, die dem Tross zu jedem Auftritt hinterher ziehen und es gibt auch keine solche Teamidentifikation wie zum Beispiel im Fußball. Ich wäre nicht überrascht, wenn wir das Phänomen jetzt längere Zeit erst einmal gar nicht mehr sehen würden", so Powar. Trotz dieser beruhigenden Einschätzung der Fachfrau, will man auf Seiten der FIA nicht locker lassen und den Start des Anti-Rassismus-Programms wie geplant am 27. April in Barcelona durchführen.

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