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Mosley fürchtet den "Hamilton-Effekt"

31. Oktober 2007 - 11:21 Uhr

Der FIA-Präsident wünscht sich keinen Lewis Hamilton, der von Erfolg zu Erfolg fährt, denn dies wäre die Wiederholung des "Schumacher-Effektes"

Max Mosley (FIA-Präsident)
FIA-Präsident Max Mosley füchtet, dass Lewis Hamiltons Rolle überschätzt wird
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Die Erfolge von Lewis Hamilton in seiner ersten Formel-1-Saison zogen weltweit die Fans in ihren Bann - vor allem aber in seiner britischen Heimat wurde er sehr schnell als Star gefeiert. Doch nicht alle wünschen sich eine steil und dominierend verlaufende Erfolgskarriere von Hamilton - denn das könnte auch negative Effekte mit sich bringen.

Zu denen, die den Werdegang Hamiltons auch mit kritischen Augen sehen, gehört der FIA-Präsident Max Mosley. Sollte Hamilton auch 2008 seine Erfolge fortsetzen, fürchtet er negative Auswirkungen. "Das wird dann negativ werden, denn wir werden den 'Schumacher-Effekt' bekommen und die Leute werden mich wieder anschreiben und danach fragen, ob ich ihn etwas einbremsen kann", erklärte er in der 'BBC'.

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Zudem sei die Rolle des 22-Jährigen überbewertet. "In Großbritannien hat er sicher sehr geholfen", so Mosley. "Er hat auch weltweit Interesse erregt, da er nicht aus einer reichen Schicht kommt. Er hat es einfach geschafft." Doch wenn Hamilton nicht da wäre, würde seine Rolle von einem anderen Fahrer eingenommen werden.

"Wenn es ihn nicht gäbe, dann wäre es entweder (Nico) Rosberg oder (Robert) Kubica oder einer der neuen Stars, ein (Sebastian) Vettel wäre auf einmal der ganz Große", erklärte er. "Ich glaube, dass es eine Tendenz gibt, die Wichtigkeit von Lewis Hamilton zu überschätzen." Die Krone auf Hamiltons Formel-1-Einstand wäre der WM-Titel, doch der liegt momentan bei Kimi Räikkönen.

Trotz des Einspruches von McLaren-Mercedes gegen die Autos von Williams und des BMW Sauber F1 Teams in Brasilien: Mosley glaubt, dass Räikkönen auch weiter Weltmeister bleiben wird. Sollte man in der Berufungsverhandlung befinden, dass Nico Rosberg, Nick Heidfeld und Robert Kubica aus der Wertung des Rennens in São Paulo genommen werden, bedeute dies zudem nicht automatisch die Titelverschiebung hin zu Hamilton.

Die Anhörung vor dem Berufungsgericht in Paris wird wieder vor Vertretern stattfinden, die nur aus Ländern kommen, die nicht an der Entscheidung in Brasilien beteiligt waren. "Es ist ein unabhängiges Gericht, es kann frei entscheiden", so Mosley. "Aber selbst wenn sie diese Autos aus der Wertung nehmen, so sind sie nicht verpflichtet, Hamilton aufrücken zu lassen. Wenn sie das nicht wollen, dann müssen sie Hamiltons Position auch nicht ändern."

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