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Spionage: Keine Folgen für Hamilton und Alonso

05. Juli 2007 - 09:19 Uhr

Auch wenn die Untersuchungen gerade erst eingeleitet wurden, haben Lewis Hamilton und Fernando Alonso laut Bernie Ecclestone nichts zu befürchten

Charlie Whiting und Bernie Ecclestone
Formel-1-Promoter Bernie Ecclestone (rechts) mit FIA-Mann Charlie Whiting
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Im aktuellen Spionageskandal in der Formel 1, im Zuge dessen geheimes Material von Ferrari zu McLaren-Mercedes transferiert worden sein soll, beginnen die Ermittlungen gerade erst. Dennoch kann sich Bernie Ecclestone nicht vorstellen, dass Lewis Hamilton oder Fernando Alonso Punkte abgezogen bekommen werden.

Durchaus möglich, dass die beiden davon profitiert haben, dass Ferrari-Chefmechaniker Nigel Stepney Ende April mit McLaren-Chefdesigner Mike Coughlan in Kontakt getreten ist; dass die Fahrer über diesen Vorgang informiert waren, kann jedoch mit hoher Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden. Daher droht McLaren-Mercedes im schlimmsten Fall eine Aberkennung der Punkte in der Konstrukteurs-WM, glaubt Formel-1-Chef Bernie Ecclestone.

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Nur das Team hat etwas zu befürchten

"Das hat mit dem Fahrer nichts zu tun - er hat ein Auto, steigt ein, weiß nichts davon."
Bernie Ecclestone

"Zunächst einmal", erklärte der Brite der 'Times', "muss bewiesen werden, dass die Informationen verwendet wurden, wenn welche von Ferrari gekommen sind. Und wenn das der Fall war, ob dadurch die Performance verbessert wurde und in welchem Bereich. In dem Fall könnten sie (die FIA; Anm. d. Red.) dem Team Konstrukteurspunkte streichen, aber niemals wird das Einfluss auf den Fahrer haben. Das hat mit dem Fahrer nichts zu tun - er hat ein Auto, steigt ein, weiß nichts davon."

Ecclestone stellte ferner klar, dass er sich persönlich für einen korrekten Ermittlungsprozess innerhalb der Formel-1-Grenzen einsetzen werde: "Wichtig ist, dass keine Fehler gemacht werden", denn: "Wir wollen nicht ohne Patronen in der Kanone zu einer Schießerei gehen!" Stattdessen müsse die FIA gründlich ermitteln, auch abseits der strafrechtlichen Untersuchungen, die ja in Italien und Großbritannien schon längst am Laufen sind.

Ecclestone: Noch viele Fragen offen

"Wir kennen die Sicht der Dinge von McLaren noch nicht."
Bernie Ecclestone

Und weiter: "Wir kennen die Sicht der Dinge von McLaren noch nicht oder die des Kerls, der die Zeichnungen angenommen hat. War er es persönlich? Oder ist McLaren involviert? Ron (Dennis; Anm. d. Red.) sagt, es sei nicht McLaren - er ist komplett transparent -, und wenn es nur der eine Kerl ist, hat er die Zeichnungen gekauft? Hat er gewusst, dass sie gestohlen wurden, als er sie erhielt? Denn dann ist er in genauso großen Problemen wie der Kerl, der sie gestohlen hat, nicht wahr?"

Die in der Regel gut informierten Kollegen von 'auto motor und sport' haben indes erfahren, dass das Informationspaket, das über die Achse Stepney/Coughlan von Maranello nach Großbritannien gewandert ist, 500 Seiten stark sein soll. Inhalt: Konstruktionszeichnungen und Daten des F007, Beschreibungen der Ferrari-Strukturen sowie Informationen über Ingenieure, Setup, Rennstrategie, Testergebnisse, Entwicklungspläne für die Zukunft und vieles mehr.

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