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Schumacher schreibt Toyota noch nicht ab

02. Juli 2007 - 18:55 Uhr

Ralf Schumacher erklärt, warum er sich im TF107 nicht hundertprozentig wohl fühlt, spricht seinem Toyota-Team aber dennoch das Vertrauen aus

Ralf Schumacher
Ralf Schumacher fühlt sich im Toyota TF107 immer noch nicht wohl
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Zwei mickrige WM-Punkte hat Ralf Schumacher nach acht Rennen 2007 auf seinem Konto, im Qualifyingduell gegen seinen Teamkollegen Jarno Trulli liegt er mit 0:8 hinten - und auch von den Medien wurde er in den vergangenen Wochen nicht gerade mit Samthandschuhen angefasst. Dennoch lässt er den Kopf nicht hängen.

Zwar hat sein Manager Hans Mahr im Fahrerlager schon einmal seine Fühler für 2008 ausgestreckt, falls es mit dem neuen Toyota-Vertrag nicht mehr klappen sollte - das Team hat eine einseitige Option auf Schumachers Dienste -, doch sein Schützling kann sich durchaus vorstellen, bei den Japanern zu bleiben: "Ich sehe nach wie vor Möglichkeiten, dass dieses Team Erfolg hat. Wir müssen nur konzentriert weiterarbeiten und dürfen uns nicht von unwichtigen Nebengeräuschen einschüchtern lassen", erklärte er gegenüber 'sport auto'.

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Das Hauptproblem in der laufenden Saison ist - ähnlich wie auch bei Fernando Alonso und Robert Kubica -, dass sich Schumacher mit den neuen Einheitsreifen von Bridgestone noch nicht wohl fühlt. Weil er einen anderen Fahrstil pflegt als Trulli, sieht er auch meistens schlecht aus: "Mit dem Einheitsreifen kann ich nicht so spät bremsen wie ich möchte, und ich kann auch nicht in die Kurven reinbremsen. Wenn ich das mache, blockieren die Räder - und ich fahre geradeaus", so der sechsfache Grand-Prix-Sieger.

Hans Mahr und Helmut Marko
Was läuft da? Schumacher-Manager Hans Mahr mit Red Bulls Helmut Marko...
© xpb.cc

"Du kannst nur richtig schnell fahren, wenn du eins mit deinem Auto bist. Ich versuche natürlich, anders zu bremsen, anders einzulenken, aber das ist nicht natürlich gewachsen und damit ein Kompromiss", sagte Schumacher, der am vergangenen Wochenende in Magny-Cours seinen Aufwärtstrend fortsetzte und im zweiten Qualifying nur um anderthalb Zehntelsekunden langsamer war als sein Teamkollege. Langsam baue er nämlich Vertrauen auf, und "wenn der Fahrer Vertrauen ins Auto hat, dann ist das gleich ein paar Zehntel wert."

Es liege nun in erster Linie am Team, ihm zu helfen: "Der Fahrer kann das nicht, weil er das Auto nicht baut. Von dem ist er zunächst einmal abhängig. Der Fahrer muss das, was er braucht, um schneller zu fahren, den Ingenieuren so gut wie möglich rüberbringen. Dann ist es Sache des Teams, das in mechanischer und aerodynamischer Form umzusetzen. Das war bei Michael (Schumacher; Anm. d. Red.) und Ferrari nicht anders", fügte er an.

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