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Hamilton Schnellster bei Formel-1-Comeback in Spa

10. Juli 2007 - 18:54 Uhr

Lewis Hamilton fuhr am ersten Tag der Testfahrten auf der runderneuerten Rennstrecke in Spa-Francorchamps Bestzeit vor Kubica und Massa

Lewis Hamilton
Lewis Hamilton fand sich in Belgien auf Anhieb hervorragend zurecht
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Spa-Francorchamps ist wieder da! Nach einem Jahr Grand-Prix-Pause kehrt die gut sieben Kilometer lange Traditionsstrecke in den belgischen Ardennen in die Formel 1 zurück - und zwar nicht erst zum diesjährigen Rennen am 16. September, sondern schon diese Woche zu offiziellen Testfahrten aller elf Teams.

Neu sind nicht nur der Boxenkomplex samt Medienzentrum, sondern vor allem auch die Strecke selbst: Die Bus-Stop-Schikane geht nun nicht mehr links-rechts, sondern rechts-links, das Asphaltband wurde komplett neu aufgetragen und die Mauer außen in der La-Source-Haarnadel wurde nach hinten versetzt. Dafür sind die Boxen für die TV-Kommentatoren neuerdings so ungünstig positioniert, dass diese das Geschehen nur noch auf ihren Monitoren verfolgen können.

Viele Zuschauer entlang der Strecke

Zuschauer
Ungewöhnlich viele Zuschauer waren am ersten Testtag live vor Ort dabei
© xpb.cc

Ungeachtet dessen hatten die elf Piloten durch die Bank Spaß daran, auf einem so aufregenden Kurs zu fahren, schließlich wird sonst meistens in Barcelona, Jerez oder Silverstone getestet. Auch bei den Belgiern wurde offenbar das Interesse geweckt, denn entlang der Strecke fanden sich zahlreiche Schaulustige ein, die die Gelegenheit nutzten, um die sonst so abgeschotteten Formel-1-Stars einmal aus nächster Nähe zu beobachten.

Tagesbestzeit fuhr Lewis Hamilton (McLaren-Mercedes/81 Runden) in 1:46.613 Minuten, was bedeutet, dass die Strecke trotz der Veränderungen in etwa gleich schnell ist wie früher. Hamilton leistete sich auch einen Dreher, doch das war bei weitem nicht der einzige Zwischenfall der Session, die mehrere Male unterbrochen werden musste. Außerdem wurden zwei zehnminütige Phasen für Startübungen eingelegt, eine davon am Ende des Tages.

Hinter Hamilton reihte sich mit 0,446 Sekunden Rückstand Robert Kubica (80 Runden) ein, dessen BMW Sauber F1.07 von der Papierform her zu den schnelleren Autos auf dem schnellen Kurs gehören müsste. Kubica muss diese Woche den Bärenanteil der Entwicklungsarbeit übernehmen, weil sein Teamkollege Nick Heidfeld nach dem Grand-Prix-Doppelpack in Magny-Cours und Silverstone endlich einmal seine Rückenprobleme auskurieren möchte.

Massa nur am Vormittag Schnellster

Felipe Massa
Ferrari-Pilot Felipe Massa bei der Einfahrt in die neue Boxengasse
© xpb.cc

Felipe Massa (Ferrari/63 Runden), am Vormittag in 1:48.521 Minuten noch Schnellster, steigerte sich nach der Mittagspause auf 1:47.469 und hatte damit schon fast eine Sekunde Rückstand auf die Hamilton-Bestzeit. Dies muss aber noch nichts über das Kräfteverhältnis aussagen, denn am ersten Testtag waren die meisten Teams noch damit beschäftigt, ein Basissetup auszutüfteln. Immerhin fuhr heute zum ersten Mal die neue V8-Generation der Formel 1 in Spa-Francorchamps.

Ralf Schumacher (+ 1,174/69 Runden) wurde im Toyota solider Vierter, gefolgt von Renault-Testfahrer Nelson Piquet jun. (+ 1,384/50 Runden), der zwischendurch nach der neuen Bus-Stop-Schikane mit Verdacht auf Motorschaden ausrollte. Auch David Coulthard (6./Red-Bull-Renault/+ 1,630/53 Runden/Getriebeschaden) und Nico Rosberg (7./Williams-Toyota/+ 1,674/64 Runden/Motorschaden) blieben nicht vor Defekten gefeit.

Vitantonio Liuzzi (8./Toro-Rosso-Ferrari/+ 2,566/63 Runden), der eine Unterbrechung wegen des Verlusts von Karosserieteilen verursachte, James Rossiter (Super-Aguri-Honda/+ 2,615/60 Runden), Christian Klien (Honda/+ 2,806/63 Runden) und Giedo van der Garde (Spyker-Ferrari/+ 3,099/53 Runden) rundeten das Klassement ab. Van der Gardes Einsatz ist insofern interessant, als ja Stammfahrer Christijan Albers heute Morgen vom niederländischen Team gefeuert wurde.

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