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Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Nigel Stepney

21. Juni 2007 - 19:48 Uhr

Nach der Verurteilung zweier ehemaliger Mitarbeiter wegen Spionage im April hat Ferrari nun auch eine Untersuchung gegen Mitarbeiter Nigel Stepney eingeleitet

Nigel Stepney
Gegen Nigel Stepney laufen derzeit Ermittlungen der Staatsanwaltschaft
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Nachdem im April zwei ehemalige Ingenieure des Ferrari-Teams wegen Industriespionage zu Bewährungsstrafen verurteilt worden sind, steht nun ein weiterer Mitarbeiter des italienischen Rennstalls im Visier der Staatsanwaltschaft. Einem Bericht von 'Autosport' zu Folge haben die Italiener gegen den früher Chefmechaniker des Teams, Nigel Stepney, eine Untersuchung eingeleitet.

Die Bezirksstaatsanwaltschaft hat demnach eine Untersuchung gegen den Briten eingeleitet, nachdem Ferrari Anfang der Woche eine "formale Beschwerde" eingereicht hat. Das Team möchte sich nicht dazu äußern, um was es bei der Untersuchung geht, bestätigt jedoch, dass Stepney im Zentrum der Untersuchung steht.

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Stepney, der immer noch ein Angestellter von Ferrari ist, hatte ursprünglich gehofft, mit der Auszeit von Ross Brawn zum neuen Technischen Direktor des Teams befördert zu werden. Doch das Team von Rennleiter Jean Todt betraute ihn nicht mit dieser verantwortungsvollen Rolle.

Im ersten Moment war Stepney so enttäuscht, dass er öffentlich ankündigte, er werde erstmal ein Jahr Auszeit nehmen und anschließend bei einem neuen Team anheuern. Allerdings betonte Ferrari, dass der bis Ende 2007 laufende Vertrag zu erfüllen sei. Also einigte man sich auf einen Kompromiss: Ferrari schuf für Stepney eine neue Position, bei der er nicht mehr zu den Rennen reisen muss.

Konkret handelt es sich um den Posten des Leistungsentwicklungschefs, in dem Stepney Brawn-Nachfolger Luca Baldisserri direkt unterstellt ist. Außerdem ist er damit in einer weiteren Funktion als Chef für alle Aktivitäten an der Strecke nunmehr Vorgesetzter von Chefmechaniker David Lloyd und Luigi Mazzola, dem Leiter des Testteams.

Der Brite, der vor rund zehn Jahren von Benetton zusammen mit Ross Brawn und Rory Byrne zu Ferrari gekommen war, befindet sich derzeit im Urlaub, ist aber nach wie vor Angestellter von Ferrari, wie der Rennstall aus Maranello betont. Ein Verteidiger wurde bestellt, um Stepney während seiner Abwesenheit zu vertreten.

Zuletzt hat es Gerüchte gegeben, wonach Stepney zu Honda wechseln möchte. Stepney hatte zuletzt in einem Interview erklärt, dass er mit der aktuellen Situation im Team nicht zufrieden ist und in seiner Karriere weiter kommen möchte, was im Moment nicht passiere. Er wollte bei Ferrari aufsteigen, werde eine Chance jedoch annehmen, falls ihm diese von einem anderen Team angeboten wird.

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