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Die Formel 1 rückt für Senna immer näher

Bruno Senna dominiert derzeit die Britische Formel 3 und könnte vielleicht schon in diesem Jahr erstmals für Gerhard Bergers Scuderia Toro Rosso testen

Viviane und Bruno Senna
Renntalent Bruno Senna (rechts) mit seiner Mutter Viviane, Ayrtons Schwester
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - "In Brasilien spielt die Presse schon jetzt total verrückt, weil ich ein paar Rennen gewonnen habe", sagt Bruno Senna - mit einem Achselzucken, als würde er den Wirbel um sich überhaupt nicht nachvollziehen können. Dabei ist die Begeisterung durchaus verständlich: Der 22-Jährige ist immerhin der Neffe der 1994 verstorbenen Formel-1-Legende Ayrton Senna.

Der Brasilianer sieht seinem Onkel - mit ein bisschen Fantasie - durchaus ähnlich, ging aber unter ganz anderen Voraussetzungen dem Rennsport in Europa nach: Während Ayrton immer in die Formel 1 wollte und diesem Ziel sein ganzes Leben unterordnete, musste Bruno nach der Tragödie von Imola auf Anweisung der Familie dem Motorsport den Rücken zukehren. Erst 2004 stieg er in die Formula BMW UK Championship ein, weil er für den Kartsport inzwischen bereits zu groß war.

Im Hause Senna war Rennfahren verboten

"Ich muss sagen, dass ich nicht aus freien Stücken mit dem Kartfahren aufgehört habe, auch wenn meine Mutter behauptet, dass sie es mir nie verboten hat. In Wahrheit kam einfach keine Unterstützung mehr - niemand nahm sich mehr Zeit, um mit mir dem Motorsport nachzugehen", grinst Bruno, der mit 18 von seiner Mutter Viviane gefragt wurde, was er denn mit seinem Leben anfangen möchte. Die Antwort kam wie aus der Pistole geschossen: "Rennen fahren!"

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Nach zwei Todesfällen in der Familie - zwei Jahre nach Ayrton verlor auch noch Vivianes Ehemann bei einem Motorradunfall sein Leben - waren die Sennas verständlicherweise nicht allzu gut auf alles, was Motoren hat, zu sprechen. Bruno setzte sich dennoch gegen all diese Widerstände durch, konnte sogar Großvater Milton und Großmutter Neide von seinem Vorhaben überzeugen - und steht nun nur noch einen Schritt vor der Formel-1-Tür!

"Senna II", in Monaco übrigens als Gaststarter im Porsche-Supercup am Start, dominiert derzeit die Britische Formel-3-Meisterschaft, nachdem er zuvor im Rahmen des Formel-1-Rennens in Melbourne auch dort drei von vier Formel-3-Läufen gewonnen hatte, und wandelt damit in den großen Fußstapfen seines berühmten Onkels, der aus derselben Serie 1984 direkt zu Toleman - dem heutigen Renault-Werksrennstall - in die Königsklasse des Motorsports wechselte.

Formel 1 wird erst 2008 zum echten Thema

Einen solch radikalen Schritt kann sich Bruno nicht vorstellen: "Natürlich habe ich Ziele, aber wenn ich eine gute Saison hinbekomme - was mir möglicherweise gelingen wird -, dann wäre der nächste Schritt die GP2. Wenn das gut läuft, könnte ich im Jahr darauf bereit für die Formel 1 sein", philosophiert er - wohl wissend, dass er mit Gerhard Berger einen mächtigen Fürsprecher hat, der zufällig auch noch sein eigenes Grand-Prix-Team besitzt.

Ayrton Senna und Gerhard Berger
Freunde über den Tod hinaus: Ayrton Senna (links) und Gerhard Berger

Und genau da schließt sich der Kreis: Berger, zu Sennas Lebzeiten dessen bester Freund, wurde von Viviane gebeten, Bruno beim Einstieg in den Motorsport zu helfen. Der Österreicher fädelte daraufhin erst die Testfahrten in der Formula BMW UK Championship ein und legte später die Rutsche zu den Robertsons, die nebenbei auch noch einen gewissen Kimi Räikkönen managen und ein Cockpit in ihrem Formel-3-Team verfügbar machten.

Die Frage ist daher eigentlich nicht mehr ob, sondern nur noch wann Senna erstmals für die Scuderia Toro Rosso testen wird. Berger: "Während der Saison wird es schwierig. Vielleicht am Ende des Jahres", steckte er unseren Kollegen von den 'Salzburger Nachrichten'. Brunos Management, welches momentan von dessen Schwester Bianca gehandhabt wird, kommt für den Österreicher aber nicht in Frage; wahrscheinlicher, dass es die Robertsons übernehmen werden - oder Julian Jacobi.

Vergleich mit dem großen Onkel hinkt - noch...

"Einige Leute", sagte Bruno abseits all dieser Spekulationen kürzlich im Gespräch mit dem britischen 'Independent', "werden mich natürlich immer mit Ayrton vergleichen. Sie vergleichen mich aber nicht mit ihm, als er in seinem zweiten Jahr im Rennsport, sondern als er auf dem Höhepunkt war, als er Grands Prix gewonnen hat. Es würde schon helfen, wenn man mir die Möglichkeit einräumen würde, erst mal zu lernen."

Als Vorbild will er sich seinen Onkel auf jeden Fall nehmen: "Woran ich mich noch am besten erinnern kann, ist sein Fokus - er war immer am Trainieren -, und er war unglaublich ehrgeizig und wettbewerbsorientiert", so Bruno. "Als wir gemeinsam Karts gefahren sind, war ich viel leichter als er, daher war ich auf den Geraden viel schneller, aber in den Kurven holte er mich wieder ein. Nur: Vorbei kam er nie!"

Ein gutes Omen?

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