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Rob Huff klagt nach "schrecklichem" Wochenende über BoP

Nachdem die Volkswagen Golf GTI TCR bei den WTCR-Rennen in der Slowakei chancenlos waren, fordert Rob Huff grundlegende Änderungen an der BoP

(Motorsport-Total.com) - Die Balance of Performance sorgt im Tourenwagen-Weltcup (WTCR) zunehmend für Diskussionen. Nachdem die Volkswagen Golf GTI TCT am vergangenen Wochenende bei den Rennen auf dem Slovakiaring gnadenlos hinterher gefahren waren, fordert Rob Huff die Organisatoren auf, die Einstufung der Autos grundlegend zu überarbeiten.

Robert Huff

Rob Huff fuhr in der Slowakei gnadenlos hinterher Zoom

"Das war ein schreckliches Wochenende, und das hatte die falschen Gründe", sagt Huff. "Nach den Problemen in Portugal haben die Jungs einen tollen Job gemacht und zwei neue Autos vorbereitet", lobt Huff die Arbeit seines Teams Sebastien-Loeb-Racing nach dem schweren Startunfall in Vila Real, bei dem die Autos von Huff und Teamkollege Mehdi Bennani zerstört worden waren.

"Leider konnten wir ihre Anstrengungen nicht mit Punkten zurückzahlen. Es ist vollkommen klar, wo das Problem liegt, und darum muss sich die Meisterschaft dringend kümmern", sieht der Tourenwagen-Weltmeister von 2012 die Balance of Performance (BoP) aus dem Ruder gelaufen.

Unterschied zu den Hyundais ist für Huff unerklärlich

Nachdem Huff und Bennani in Vila Real im ersten Qualifying noch geschlossen in die erste Startreihe gefahren waren, fanden sich beide im ersten Qualifying auf dem Slovakiaring mit mehr als 2,5 Sekunden Rückstand im Hinterfeld wieder. Nach den starken Rundenzeiten in Vila Real und auch zuvor in Zandvoort war der Erfolgsballast der Volkswagen Golf GTI TCR zwar erhöht worden, allerdings lässt sich der gewaltige Rückstand laut Huff nicht alleine durch die 30 Kilogramm mehr erklären.


Fotos: WTCR auf dem Slovakiaring 2018


"Im zweiten Qualifying haben wir uns gesteigert, waren aber immer noch 1,8 Sekunden langsamer als die Hyundais", ist Huff vor allem der Unterschied zu den i30 N TCR deutlich zu groß, die auf dem Papier nicht deutlich besser als die Golfs eingestuft sind. "Wir sind nur zehn Kilo schwerer als sie, dazu wurde ihre Leistung reduziert und sie fahren 20 Millimeter höher als wir. Da sollten sie nicht fast zwei Sekunden schneller sein", sagt Huff.

Nicht nur die Chancenlosigkeit der Volkswagen sorgte in der Slowakei für Diskussionen rund um das Thema BoP, sondern auch die Disqualifikation mehrere Hyundais und Hondas. Nach dem ersten Qualifying war an den i30 N TCR von Norbert Michelisz, Thed Björk und Yvan Muller ein zu hoher Ladedruck festgestellt worden, nach dem zweiten Qualifying wurde an den Civics von Benjamin Lessennes, Tom Coronel und Esteban Guerrieri dasselbe Problem beanstandet.

Kontroverse um die BoP-Einstufung

Während Hyundai die Strafe akzeptierte und die Motorsteuerung anpasste, legten die betroffenen Honda-Teams Boutsen-Ginion und Münnich Protest gegen die Entscheidung der Sportkommissare ein, weshalb die Ergebnisse der Rennen 2 und 3 bis zu einer Entscheidung des FIA-Berufungsgerichts unter Vorbehalt stehen.

Auslöser für die Kontroverse waren Abweichungen zwischen der BoP-Einstufung der FIA, die nur für den WTCR gilt, und der BoP des TCR-Rechteinhabers WSM, die für sämtliche andere TCR-Serien gilt.

"Dieses Wochenende war für uns alle frustrierend", meint Huff. "Es wurde nur über die BoP geredet, Hyundais und Hondas wurden disqualifiziert, überall war irgendwas. Das muss sich ändern. Ich hofft, sie (die WTCR-Organisatoren; Anm. d. Red.) nutzen die zwei Monate Pause bis zum nächsten Rennen, um eine Lösung zu finden. So macht das alles keinen Sinn."

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