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  • 01.04.2012 20:04

  • von Stefan Ziegler

Öl in Kurve zwölf: "Das ist jetzt das Ende..."

Der Circuit Ricardo Tormo hielt für die Spitzengruppe eine Überraschung parat: Im zweiten Rennen rutschten die Führenden auf einer Ölpfütze aus

(Motorsport-Total.com) - Erstens kommt es anders, zweitens als man denkt. Diese Erfahrung machte die Spitzengruppe beim zweiten WTCC-Rennen in Valencia. Denn eigentlich waren die Positionen schon bezogen, als aus heiterem Himmel alles noch einmal durcheinander geriet. Schuld war eine Ölpfütze in Kurve zwölf, die den Führenden kollektiv ein Beinchen stellte. Der Puls der Rennfahrer ging kurzzeitig richtig hoch.

Titel-Bild zur News: Tom Coronel

So "einfach" zu durchfahren war Kurve zwölf im zweiten Rennen nicht immer...

Vor allem Alain Menu (Chevrolet) zeigt sich überrascht vom schmierigen Untergrund: "Ich war der Erste, der auf das Öl traf. Ich dachte nur: 'Oh Gott, das ist jetzt das Ende.' Als ich in den Rückspiegel blickte, sah ich aber, dass es allen anderen genau gleich ging", berichtet der spätere Rennsieger. In der Tat: Auch die Verfolger des Schweizers rutschten von der Linie - der eine mehr, der andere weniger.

Stefano D'Aste (Wiechers) verlor hingegen den zweiten Platz an Tom Coronel (ROAL), ist aber froh, der kuriosen Szene überhaupt heil entkommen zu sein. "Das hätte leicht in die Hose gehen können. Beinahe hätten wir das Rennen dort verloren", meint D'Aste. Er habe sich deshalb zwar noch einmal zurückgekämpft, sei aber nicht mit letzter Konsequenz zu Werke gegangen - wegen des Klassensiegs.

Diesen sicherte sich D'Aste als bester Privatier schließlich auch hinter Coronel. Der Niederländer verhielt sich in Kurve zwölf sehr clever: "Alle rutschten auf dem Öl aus. Ich schaltete einen Gang herunter und probierte es einfach. Prompt konnte ich D'Aste überholen", erklärt Coronel. Mehr als einige Platzverluste verursachte das Öl glücklicherweise nicht, sorgte aber für reichlich Action.