• 24.06.2009 11:26

  • von Stefan Ziegler

FIA wünscht den Einheitsmotor

Schon 2011 könnten einheitliche 1,6 Liter Turbomotoren in der Tourenwagen-WM zum Einsatz kommen - FIA plant Angleichung von WTCC und WRC

(Motorsport-Total.com) - Am Mittwoch tagt der FIA-Weltrat in Paris und hat dabei ein wahres Mammutprogramm zu absolvieren - die Zukunft der wichtigsten Rennserien unter dem Banner der FIA steht zur Diskussion. Als eine von nur drei offiziellen Weltmeisterschaften ist auch der Tourenwagen-WM (WTCC) ein Punkt auf der Tagesordnung gewidmet. Konkret geht es dabei schon jetzt um den Rennkalender für das Jahr 2010, der sechsten Saison für die noch junge Serie. Außerdem wird ein neues Motorenreglement diskutiert.

Titel-Bild zur News: FIA-Logo

Der Automobil-Weltverband FIA will zur Saison 2011 einen Einheitsmotor einsetzen

Der Plan der FIA sieht vor, den Motorsport zur Saison 2011 nachhaltig zu verändern. Ab diesem Jahr sollen alle neu homologierten Rennwagen der S2000-Kategorie standardmäßig mit einem 1,6 Liter Turbomotor ausgerüstet werden - für WTCC und Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) strebt der Automobil-Weltverband gar einen Einheitsmotor an, der beide Serien näher zusammenrücken lassen soll. Doch das ist nicht der einzige Beweggrund der FIA.#w1#

Im Zentrum der Überlegungen stehen freilich andere Punkte. So hat sich der internationale Automobilverband schon vor geraumer Zeit der Nachhaltigkeit verschrieben und möchte diesbezüglich auch auf Motorenseite für ein nach außen repräsentatives Bild sorgen. Ein Einheitsmotor soll demnach die Entwicklungs- und Unterhaltskosten der Teams wesentlich reduzieren und obendrein noch für eine bessere Umweltverträglichkeit sorgen.

Darüber hinaus schwebt der Tourenwagen-Kommission der FIA eine groß angelegte Kooperation zwischen WRC und WTCC vor. Rallye- und Rundstreckenpiloten sollen demnach ab 2011 den gleichen Motor nutzen und es so den Herstellern erlauben, ohne größeren Aufwand in mehreren - dann technisch noch enger verwandten - Rennserien gleichzeitig zu operieren. Eine solche Maßnahme soll die Geldbeutel der Teams entlasten.

Für die WTCC bedeutet dies nicht zuletzt, dass die Tage von der Konkurrenz zwischen Benzinern und Dieselfahrzeugen gezählt sein dürften. Schon seit 2006 setzt SEAT bekanntermaßen auf den TDI-Motor, der Yvan Muller im vergangenen Jahr zum ersten Diesel-Weltmeister überhaupt machte. Doch nicht erst seit 2008 sorgt das TDI-Aggregat immer wieder für Zündstoff. Passend dazu: Auch die Regelstabilität der WTCC wird thematisiert werden...

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