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Coronel: "Ein tolles Geschenk"

BMW Fahrer Tom Coronel verhinderte in Tschechien einen Totalerfolg von Chevrolet und feiert Platz zwei wie einen Sieg: "Das war wirklich das Maximum"

(Motorsport-Total.com) - Für viele Beobachter war Tom Coronel der Mann des Tschechien-Events der WTCC. Der ROAL-Pilot hatte bereits in der Qualifikation auf sich aufmerksam gemacht, indem er mit seinem BMW 320 TC in die Chevrolet-Phalanx vordrang und den dritten Startplatz eroberte. In Lauf zwei setzte Coronel aber noch einen drauf: Nach dem vierten Platz im ersten Rennen sicherte sich der Niederländer Rang zwei.

Tom Coronel

Tom Coronel ließ sich nach seinem zweiten Platz in Tschechien überschwänglich feiern Zoom

Dabei profitierte Coronel nicht von etwaigen Ausfällen, sondern musste sich diese Position mehr als hart erkämpfen. Nur Titelverteidiger Yvan Muller (Chevrolet) schlug dem Routinier ein Schnippchen - Coronel verlor die Führung und die Chance auf den Sieg. Platz zwei wertet der 39-Jährige jedoch als "ein tolles Geschenk - und dabei habe ich noch nicht einmal Geburtstag", gibt Coronel zu Protokoll.

"Best of the Rest": Platz vier in Lauf eins

"Das war wirklich das Maximum, was wir erreichen konnten. Chevrolet fährt in einer eigenen Liga. Sie können bestehende Lücken mit Leichtigkeit zufahren. Es braucht daher schon etwas Glück, mit einem anderen Fahrzeug auf das Treppchen zu gelangen. Dieses Glück hatten wir in Curitiba und nun auch in Brünn. Dank einem vierten und einem zweiten Rang habe ich nun einen Pokal mehr im Schrank."

"Jetzt liege ich lediglich noch einen Zähler hinter dem vierten Platz zurück." Tom Coronel

"Viel wichtiger sind mir aber die WM-Punkte", stellt Coronel heraus. "An diesem Wochenende kletterte ich in der Gesamtwertung nämlich um zwei Positionen weiter nach oben. Jetzt liege ich lediglich noch einen Zähler hinter dem vierten Platz zurück." Diese Ausgangslage musste sich Coronel jedoch sehr hart erarbeiten. "Das erste Rennen war schwierig", sagt der Niederländer rückblickend auf Brünn.


Fotos: Tom Coronel, WTCC in Brünn


"Während der ersten drei Runden gelang es mir zwar, Alain Menu hinter mir zu halten, doch als er an mir vorbei war, konnte er zu seinen beiden Teamkollegen aufschließen. Bei drei Chevrolets auf den drei ersten Plätzen war Rang vier das Beste, was ich erzielen konnte", erläutert Coronel. "Ich war bester Verfolger und mehr war nicht drin. Dafür sind die hellblauen Autos einfach zu überlegen."

Coronel verblüfft in Brünn mit Rang zwei

Dass, wenn alles perfekt läuft, auch andere Marken auf das Podest vordringen können, bewies BMW Pilot Coronel nur wenige Augenblicke nach seiner Fahrt zu Rang vier. "Für das zweite Rennen hatten wir uns in der Qualifikation einen Reifensatz aufgespart. Prompt hatte ich einen herausragenden Start und übernahm die Führung. Dieses Mal kamen die Chevrolets aus der Tiefe des Starterfeldes."

"Ich hatte keine Chance, mich gegen ihn zu behaupten." Tom Coronel

"Sie mussten sich erst mit zwei SEAT-Piloten herumschlagen. Das kam mir in der ersten Phase des Rennens zugute", meint Coronel und merkt an: "Gegen Rennhälfte wurde Yvan Muller als Erster in meinem Rückspiegel vorstellig. Ich hatte keine Chance, mich gegen ihn zu behaupten. Kurz darauf waren auch seine beiden Chevrolet-Stallgefährten da, wobei Alain Menu direkt hinter mir lag."

"Wir hatten einige aufregende Momente und einmal kollidierten wir sogar leicht. Ich hielt ihn aber hinter mir, was großartig war", sagt der Tourinier. "In diesem Feld auf Platz zwei anzukommen, ist einfach fantastisch. Dieses Ergebnis fühlt sich wie ein Sieg an. So sehen das auch mein Teamchef Roberto Ravaglia und BMW Motorsport Direktor Mario Theissen, der das Rennen vor Ort verfolgte."

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