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BMW: "Leider hat es nicht gereicht"

Beim aufregenden WTCC-Finale zog BMW in beiden Wertungen den Kürzeren gegenüber SEAT - Die Münchener ziehen dennoch ein positives Fazit

(Motorsport-Total.com) - Es hätte schon ein kleines Wunder gebraucht, damit Augusto Farfus noch einmal ernsthaft in den WM-Kampf in der Fahrerwertung hätte eingreifen können - doch ein solches blieb in Macao aus. Stattdessen beschloss BMW das Rennjahr mit einem Doppelsieg und dem zweiten Rang bei den Herstellern. Die BMW Länderteam Vertreter blicken allerdings dennoch auf eine gute Saison zurück.

Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor), Augusto Farfus, Jörg Müller

Verhaltener Jubel: BMW siegte in Macao, wurde aber doch "nur" WM-Zweiter... Zoom

Die ersten Gedanken nach den beiden letzten Rennen des Jahres gelten der Konkurrenz: "Herzlichen Glückwunsch an SEAT und Gabriele Tarquini zum Gewinn der Meisterschaft", lässt BMW Motorsport Direktor Mario Theissen ausrichten. "Das Finale war wie erwartet dramatisch und hat den Saisonverlauf widergespiegelt", findet das Oberhaupt der drei BMW Länderteams in der Tourenwagen-WM.#w1#

Freude und Enttäuschung liegen eng beieinander

"Für uns verlief insbesondere der erste Teil der Saison schwierig, ehe wir wieder den Anschluss herstellen konnten. Hier in Macao war das erste Rennen für uns bereits kurz nach dem Start entschieden, als unsere Konkurrenten an uns vorbeizogen. Damit war es Augusto Farfus nicht mehr möglich, in den Kampf um den Fahrertitel einzugreifen", erläutert Theissen nach den Sprintrennen.

Jörg Müller, Augusto Farfus

Im zweiten Rennen fuhren Augusto Farfus und Jörg Müller allen auf und davon Zoom

"Im abschließenden Lauf war trotz des Doppelerfolgs vom BMW Team Germany keine Wende in der Herstellerwertung mehr möglich", so Theissen - gefeiert wurde bei BMW aber trotzdem: "Es ist schön, diese lange Saison mit einem Sieg abzuschließen. Sechs Einzelerfolge sind keine schlechte Bilanz - allerdings würde ich sie lieber gegen den WM-Titel eintauschen wollen", gibt Farfus zu Protokoll.


Fotos: WTCC in Macao


"Wir sind natürlich alle enttäuscht, dass wir das Blatt nicht mehr wenden konnten. Aber wir haben alles gegeben. Herzlichen Glückwunsch an Gabriele Tarquini und SEAT. Ein Dankeschön geht an meine BMW Fahrerkollegen und alle, die mich in den vergangenen Rennen im Kampf um die Fahrer-WM unterstützt haben", so der Drittplatzierte der Fahrer-WM. "Leider hat es am Ende nicht gereicht."

Priaulx nach frühem Crash außen vor

"Das war noch einmal ein gutes Ergebnis zum Abschluss der Saison, auch wenn es für uns nicht mehr zum Titelgewinn gereicht hat", ergänzt Teamkollege Müller. "Aber so ist das in Macau einfach: Man kann auf diesem Kurs nichts planen und muss immer hoffen, dass man das nötige Glück auf seiner Seite hat. Wir haben das Maximum herausgeholt, aber es war nicht genug", hält der Deutsche fest.

Andy Priaulx

Andy Priaulx war schon nach Kurve eins außen vor: Ein Crash beendete sein Jahr Zoom

Die Chancen von Andy Priaulx schwanden hingegen schon auf den ersten Metern: "Am Start von Rennen eins wurde es einfach zu eng, und ich wurde in die Mauer gedrückt. So etwas kann beim fliegenden Start auf einer derart engen Strecke leider passieren. In der kurzen Pause zwischen den Rennen hat mein Team tolle Arbeit geleistet und mein Auto repariert", sagt Priaulx rückblickend.

"Im zweiten Lauf ging es hoch her. Tom Boardman ist quasi über mich hinweg geflogen. So etwas habe ich noch nie erlebt", gesteht der dreimalige Weltmeister und fügt an: "Glückwunsch an SEAT und Gabriele. Er war in diesem Jahr wirklich stark." Auch Alessandro Zanardi zeigte in Macao eine gute Leistung, einzig die Belohnung blieb dem italienischen Tausendsassa beim Stadtrennen verwehrt.

Zanardi stark, aber ohne Punkte

"In den vergangenen Jahren war ich Macao selten konkurrenzfähig, habe aber Punkte gesammelt. Diesmal war es genau andersherum. Ich war richtig gut unterwegs. Mit ein wenig Glück hätte ich im Qualifying in die Top 10 kommen können. Wer weiß, wie es dann gelaufen wäre", meint Zanardi. "So stehe ich ohne Punkte da" - auch, weil es im zweiten Rennen eine Kollision mit Nicola Larini gab.

Alessandro Zanardi

Publikumsliebling Alessandro Zanardi kam nicht über zwei neunte Plätze hinaus Zoom

Die beiden Italiener kamen sich vor der Lisboa-Kurve ins Gehege und rodelten beide von der Strecke. Zanardi nahm diesen Zwischenfall aber vollkommen auf seine Kappe: "Es tut mir leid für Nicola. Ich habe einen Fehler gemacht und konnte ihm nicht mehr ausweichen", erläutert der 43-Jährige, dessen Stallgefährte beim Team von Roberto Ravaglia ebenfalls leer ausging: Sergio Hernández punktete nicht.

"Für mich persönlich waren die Rennen in Macao ganz in Ordnung", lässt der Youngster abschließend verlauten. "Ich konnte mich von Training zu Training verbessern und war heute nicht mehr weit von meinen BMW Länderteam Kollegen entfernt. Schade, dass ich trotzdem keine Punkte sammeln konnte. Danke an das ganze BMW Team Italy-Spain. Es war ein sehr schönes Jahr für mich."

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