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WEC-Zukunft: Billige Topklasse, Frauen in die Autos

Mit einer neuen Initiative will die FIA mehr Frauen in die Langstrecken-WM bringen - Rahmen für Reglement 2020/21 steht fest, aber es gibt noch Details zu klären

(Motorsport-Total.com) - Der Motorsport-Weltrat der FIA hatte am heutigen Donnerstag auf seiner Sitzung in Manila auch Themen der Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) auf der Agenda. Die Mitglieder beschlossen dabei unter anderem endgültig, dass die Renndistanz des WEC-Rennens in Sebring im Frühjahr 2019 von ursprünglich 1.500 Meilen auf 1.000 Meilen (1.609 Kilometer) verkürzt wird.

Toyota GR Super Sport Concept

Toyota hat bereits ein Auto: Der GR Super Sport Concept wurde schon getestet Zoom

Die FIA wird zudem eine neue Initiative starten, um mehr weibliche Piloten in die Szene zu locken. In der WEC sind Frauen in den Fahrzeugcockpit erheblich unterrepräsentiert. Seit Gründung der Langstrecken-WM gab es noch keine Vollzeitpilotin in der Szene. Einzig bei den 24 Stunden von Le Mans sind nahezu jedes Jahr weibliche Starter mit dabei. In diesem Jahr wird Christina Nielsen im Porsche 911 RSR von Ebimotors die einzige Fahrerin an der Sarthe sein.

Details zur neuen Initiative sollen am Freitag vor dem Start der 24 Stunden von Le Mans 2018 präsentiert werden. Dort wird es ebenfalls mehr Details zum Regelwerk 2020/21 geben. Wie der FIA-Weltrat bestätigte, wird dann tatsächlich in der Topkategorie mit Fahrzeugen nach GTP-Vorbild auf Basis von Hypercars gefahren. "Bevor es kommuniziert wird, muss das eine oder andere noch gemacht werden", stellt TMG-Boss Rob Leupen im Gespräch mit 'Motorsport-Total.com' klar.

Christina Nielsen

Bereits zum dritten mal dabei: Christina Nielsen fährt 2018 wieder in Le Mans Zoom

Toyota hat Interesse an der Fortführung seines Engagements, aber nicht um jeden Preis. "Ich denke nicht, dass wir so weit sind, dass wir sagen, dass wir sofort dabei sein werden. Wir sagen, dass wir großes Interesse haben. Jetzt brauchen wir das letzte Tüpfelchen auf dem i, damit wir wirklich einsteigen. Wir müssen aber noch ein bisschen verhandeln", meint Leupen und ergänzt: "Wenn das Reglement so kommt, dann wäre auch weiterhin für Privatteams Platz."

Die notwendigen Budgets sollen im Vergleich zur LMP1 auf ein Viertel reduziert werden, heißt es von der FIA. Man sprich von 30 bis 35 Millionen Euro pro Jahr für ein Projekt im Kampf um Gesamtsiege. "Da muss man erst einmal definieren, wofür die 35 Millionen ausgegeben werden sollen. Was betrachtet man darin? Es ist immer besser zu definieren, was die Autos können und dürfen - wie viel Leistung sie haben sollen, wie viel Aero, mit welcher Effizienz fahren sie. Das ist eher die Route, die man gehen sollte", meint Leupen.

Eine Budgetdeckelung, wie man sie auch für die Formel 1 angedacht hat, behagt nicht allen Beteiligten. "Andere Hersteller haben andere Konzepte; ich kann mir schlecht vorstellen, dass wir ein Hybridsystem an Ferrari liefern und dann dort 'Ferrari powered by Toyota' draufsteht. Das wäre für uns vielleicht nicht schlecht, aber ich kann es mir schlecht vorstellen. Da wird jedes Unternehmen seine Kosten haben. Es muss aber für die Hersteller einen guten Return of Investment geben, das ist das Allerwichtigste", so Leupen.

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