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Toyota schlägt Audi in Fuji

Kazuki Nakajima überquert mit seinem Toyota beim Heimspiel in Fuji als Erster die Ziellinie - Audi nach Kollisionen auf den Plätzen zwei und drei

(Motorsport-Total.com) - Der Toyota mit der Startnummer sieben (Nakajia/Wurz/Lapierre) hat sich beim WEC-Lauf in Fuji den Sieg vor heimischer Kulisse geholt. Die Japaner haben damit bewiesen, dass sie Audi nicht nur herausfordern, sondern auch besiegen können. Auch wenn Audi durchaus Siegchancen hatte, müssen sich die Ingolstädter in Zukunft warm anziehen. Toyota geht als Favorit in das Saisonfinale in China.

Alexander Wurz, Kazuki Nakajima

Kazuki Nakajima holte für Toyota den Sieg auf dem heimischen Kurs in Fuji Zoom

Doch der Reihe nach: Aus deutscher Sicht begann das Rennen in Japan gut. Nach den ersten Boxenstopps lag der Audi mit der Startnummer eins (Lotterer/Treluyer/Fässler) in Führung und konnte sich behaupten, bis es zum zweiten Mal in die Box ging. Dann ging der später siegreiche Toyota in Führung. Für Audi kam es noch schlimmer: Benoit Treluyer wurde in einen Zwischenfall mit einem Aston Martin verwickelt und beschädigte sein Auto.

In der folgenden Safety-Car-Phase nutzte Audi die Gunst der Stunde und profitierte. Durch das langsame Tempo hatte das Team Zeit, den beschädigten LMP1-Prototyp zu reparieren. Die Freude währte aber nicht lange, denn die Rennleitung bestrafte Audi für die Kollision mit dem Aston Martin. Marcel Fässler steuerte mit seinem Einsatzgerät umgehend die Boxengasse an und absolvierte seine Stop-and-Go-Strafe. Dadurch wechselten die Audis ihre Platzierungen: Das Auto mit der Nummer zwei (Kristensen/McNish) übernahm den zweiten Platz und war damit erster Verfolger des führenden Toyota.

Marcel Fässler, Benoit Treluyer

Der Audi mit der Startnummer eins wurde in eine Kollision verwickelt Zoom

Doch auch der zweite Audi wurde in eine Kollision verwickelt: Allan McNish fuhr dem Starworks-LMP2-Auto ins Heck, wurde dafür aber nicht bestraft. Nach der folgenden Boxenstopp-Phase tauschten die Audis wieder ihre Positionen. Die Reihenfolge: Toyota (Startnummer sieben) vor Audi (Startnummer eins) und dem zweiten Audi (Startnummer zwei).

Eine Stunde vor Schluss hatte der führende Toyota eine Schrecksekunde, als Fahrer Kazuki Nakajima eine weite Linie wählen musste, um einem Ferrari auszuweichen. Bis ins Ziel war für Nakajima nur noch ein kleiner Auftank-Boxenstopp nötig. 20 Minuten vor der Ziellinie betrug der Vorsprung des Toyota 46 Sekunden. Nach dem Boxenstopp schmolz der Vorsprung auf 6,3 Sekunden.


Fotos: WEC in Fuji


Audi kam aber nicht weiter heran und musste sich mit den Verfolgerpositionen zufrieden geben. Am Ende trennte den Sieger etwas mehr als elf Sekunden von Lotterer, der mit dem R18 e-tron Platz zwei einfuhr. Das Schwesterauto, das von Tom Kristensen ins Ziel gesteuert wurde, hatte eineinhalb Minuten Rückstand.

Mit sechs Runden Rückstand fuhr der Rebellion-Lola mit der Startnummer zwölf (Prost/Jani) auf Platz vier. Ex-Formel-1-Pilot Karun Chandhok stellte mit seinen Teamkollegen David Brabham und Peter Dumbreck für JRM Platz fünf sicher und setzte sich mit achteinhalb Sekunden Vorsprung gegen den HPD von Strakka (Leventis/Watts/Kane) durch. Platz sieben ging an den zweiten Rebellion-Lola (Belicci/Primat). Die LMP2-Wertung konnte ADR-Delta (Startnummer 25; Martin/Graves/Nakano) für sich entscheiden.

Mit 23 Runden Rückstand fuhren Bertrand Baguette, Dominik Kraihamer und Takuma Sato mit ihren Oak-Pescarolo nur auf Platz 17. Die GTE-Pro-Klasse entschied Porsche für sich. Marc Lieb und Richard Lietz setzten sich gegen Ferrari durch. Giancarlo Fisichella und Gianmaria Bruni blieb nur Rang zwei vor dem Aston Martin von Stefan Mücke und Darren Turner. Den Sieg in der GTE-Am-Klasse holten sich Patrick Bornhauser, Julien Canal und Pedro Lamy mit ihrer Corvette ZR1.

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